Hausbau die Zweite

Wir bauen wieder. Diesmal mit der Firma Bausep aus dem Odenwald.
Diesmal allerdings kein vollständiges Haus, sondern ein Gerätehaus für Werkzeug, Gartengeräte, Schneefräse und alles, was sich die letzten Jahre so an nützlichem und nutzlosem Zeigs angesammelt hat. Kurz und knapp, ins Carport sollen die Autos und alles andere, was nicht temperaturempfindlich ist, soll gut geschützt draußen bleiben.
Jetzt sollte man eigentlich denken, dass Kauf und Aufbau eines Geräteschuppens eine Angelegenheit von ein paar Stunden ist. Leider weit gefehlt. Nachdem zumindest der Standort klar war, ging das blättern im Bebauungsplan wieder los. Was sagt der zu Errichtung eines Gerätehauses. Glücklicherweise gar nichts, so dass in unserem Fall die Landesbauordnung von Baden-Württemberg greift. Diese genehmigt so etwas, bis zu einem gewissen Volumen, verfahrensfrei. Heißt soviel wie, es muss weder eine Bekanntgabe, noch ein Bauantrag, erstellt werden. Leider ragt die Stelle unserer zukünftigen Gerätehütte etwas über die im Lageplan eingezeichnete Baulinie. Wie es in so einem Fall dann auch immer ist, werden zwar Garagen und Carports als Ausnahme erwähnt, nicht jedoch explizit Gerätehütten. Ein leichtes vorfühlen auf der für Ulm zuständigen Baubehörde hat zwar keine Probleme aufkommen lassen, jedoch bittet man um die „berühmten“ Unterlagen in 3-facher Ausfertigung zur Prüfung. Die Unterlagen enthalten z.B. einen Lageplan in 1:100, auf welchem die zukünftige Gerätehütte maßstabsgetreu eingezeichnet sein muss. Jetzt darf jeder kurz im Kopf überschlagen, wie einfach es ist, eine solche Hütte mit den Maßen 3,00m x 2,50m in einen 1:100 Plan einzuzeichnen. Das Rechteck der Hütte schrumpft auf winzige 0,6 cm x 0,5 cm und verliert sich zwischen all den anderen Linien 🙂

Lange Rede kurzer Sinn .. Wir werden den provisorischen Bauantrag abgeben und nach positivem Bescheid, anschließend ein Biohort Avantgarde XL mit Doppeltür bei Bausep bestellen, liefern lassen und aufbauen.

Warum ein so teures Gerätehaus werden die einen oder anderen jetzt fragen. Ganz einfach, wir haben in den letzten Wochen und Monaten die unterschiedlichsten Varianten von Garten- und Gerätehäuser in den unterschiedlichsten Märkten, Geschäften und Shops angeschaut. Holzhäuser scheinen durchweg an Qualität zu kranken. Der Baumarkt ums Eck hat seit der Eröffnung vor 2 oder 3 Jahren ein Holzgartenhaus neben der Einfahrt stehen. Der aufmerksame Beobachter und Interessent kann beim regelmäßigem Besuch des Marktes, der Verwitterung jenes Hauses im Zeitraffertempo zuschauen. Die Häuser selbst bestehen meist aus irgendwelchen billigen Nut- und Federbrettern und sind mit ordinären Teerpappedachschindeln (was für ein Wort) gedeckt. Zusätzlich dazu, das kann man z.B. gut an oben beschriebenem Haus beobachten, ist eine kontinuierliche Pflege notwendig. Heißt, streichen, schleifen, ausbessern. Da wir den Aufwand bereits einmalig im Jahr mit der Terrasse haben, möchten wir uns das nicht auch noch ans Bein binden.
Bei den Metallgerätehäusern sieht die Sache etwas positiver aus. Der Pflegeaufwand hält sich naturgemäß in Grenzen, allerdings scheint es bei der Optik nur in Ziel zu geben: So konservativ wie möglich! Alle begutachteten Häuser passen eher in einen Schrebergarten oder zu einem umgebauten Bahnwärterhaus, denn zu etwas modernem. Ein ähnliches Desaster gibt es bei der Farbauswahl. Dunkelgrün und Silber dominieren eindeutig und passen farblich jetzt nicht so ganz zum aktuellen „grau-weiß“-Stil.
So haben wir uns jetzt nach langer Suche für ein etwas aufwendigeres, dafür schickes, Gerätehaus von Biohort entschieden. Warum Online und nicht Offline? Ganz einfach, von der Firma Bausep haben wir bereits während unserer „richtigen“ Bauphase viel Gutes gehört, konnten aber, da eigentlich alles notwendige beim Haus dabei war, die Gelegenheit nicht nutzen um dort etwas zu bestellen. Versandkosten fallen für das Gerätehaus glücklicherweise nicht an, so dass die Bestellung nicht teurer ist, als im stationären Handel.

Sicherheit im Smarthome

Sicherheit im Smarthome ist ein wichtiges Thema. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen ein vermeintliches und diffuses Unsicherheitsgefühl durch unser Land wabert. Offiziellen Berichten nach, leben wir zwar aktuell in einer so sicheren Zeit wie noch nie, trotzdem gibt es bei vielen das Bedürfnis nach einem gewissen Maß an Schutz. Gerade Wohnungseinbrüche häufen sich in letzter Zeit. Die wenigsten dieser Fälle werden tatsächlich aufgeklärt. Zurück bleibt nicht nur der materielle Schaden, sondern auch ein schlechtes Gefühl für die Zukunft.
Darauf hat unter anderem die KfW reagiert und ein umfangreiches Förderprogramm, für mehr Schutz in den eigenen vier Wänden, gestartet. Wie es nun mit den Förderprogrammen so ist, muss man natürlich gewisse Voraussetzungen erfüllen um in den Genuss eines Zuschuss zu kommen.
Zum einen steht für die Maßnahmen ein Mindestinvestitionsbetrag von 2000 Euro im Raum, zum anderen muss natürlich berücksichtigt werden, dass die Arbeiten von einem Fachunternehmen des Handwerks durchgeführt werden müssen. Selber basteln ist also nicht. Wer sich zu dem Thema weiter informieren möchte, findet unter anderem im Idealo Magazin einen sehr umfangreichen und interessanten Artikel zum Thema „Einbruchschutz für Haus und Wohnung„. Das ganze kann auch als PDF heruntergeladen und gespeichert werden.
Wer allerdings selbst Hand anlegen will und mit minimalem Aufwand den Schutzfaktor etwas erhöhen möchte, wenn auch nur des Gefühls willen (Wer ins Haus will, findet einen Weg), kann dies mit ziemlich simplen Mitteln realisieren.

In unserem Fall setzen wir ja bereits seit dem Einzug in unser neues Haus auf ein Smarthome-System. Der Weg führte von einem geschlossen System (RWE-/Innogy-Smarthome) über FHEM zu openHAB. Bei openHAB als zentrale Schaltstelle sind wir zwischenzeitlich nun angekommen und auch glücklich. Nachdem vor kurzem allerdings RWE in Form von Innogy ein Update der Zentrale vorgenommen hat und damit den undokumentierten API-Zugang geschlossen hat, setzen wir nun auf Nummer sicher und haben unser openHAB-Smarthome um einen Homematic-Gateway erweitert. Als CCU für Homematic setzen wir auf eine HomeMatic CCU2 (103584) in weiß. Diese ist zwar etwas teurer, wird aber vom openHAB-Binding ohne weitere Workarounds unterstützt und funktioniert sehr zuverlässig. Langfristig ist geplant, alle RWE-Komponenten durch Homematic zu ersetzen.

Zurück zum Thema Sicherheit. Neben den bekannten Tür- und Fenstersensoren, kann man das Homematic-System problemlos um KeyMatic Funk-Türschloss (131762)
erweitern. Das KeyMatic-Funk-Türschloss bietet die Möglichkeit, per App die Haustür zu ver- oder entriegel. Als zusätzliches Schmankerl, lässt sich die Tür, sofern die Türgummis genügend Kraft haben, auch komplett öffnen. Mit der Einbindung von zusätzlichen Fernbedienungen und openHAB lässt sich dadurch eine schicke Lösung für Kinder schaffen.

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Als Voraussetzung für die Montage des Schloss benötigt man entweder einen Schließzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion, welcher innen ca. 10mm übersteht, oder den Mut in die Tür zu bohren. Wir haben uns für ersteres entschieden und bei Amazon unkompliziert einen ABUS EC550 Profil-Doppelzylinder 6 Schlüssel bestellt.
Die Montage des Schließzylinders gestaltet sich problemlos. Schraube raus, bisschen rütteln, alten Zylinder entfernen, neuen einsetzen, bisschen klopfen und fluchen, anschließend festschrauben. Nach der Montage sollte die ganze Sache ungefähr so ausschauen.

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Der Vorteil der KeyMatic-Lösung ist ziemlich simpel. Über das überstehende Teil wird nun ein schwarzes Kunststoffteil montiert und festgeschraubt.

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Das einzig kniffelige an der Montage sind beiden kleinen Muttern und Schrauben, welche kurzzeitig gelöst werden müssen. Ansonsten, drüber stülpen und festschrauben.
Ist dieser Schritt erledigt, kann die Montage der eigentlichen KeyMatic-Komponente erfolgen. Dazu wird im ersten Schritt einer der, hoffentlich übrigen, Schlüssel in Schloss gesteckt und in Neutralstellung gedreht. Anschließend wird die KeyMatic-Komponente aufgesteckt und handfest festgeschraubt.

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Ist die Montage erledigt, geht es ans einrichten des Schloss. Obwohl ich die Anleitung, in untypischer Weise, vorab gelesen habe und mir jeden Schritt eingeprägt habe, habe ich 3 Anläufe gebraucht bis das Schloss funktioniert hat. Glücklicherweise lässt sich der Einrichtungsprozess ohne großen Aufwand neu starten und von vorne beginnen.

Obwohl der „Klotz“ im ersten Augenblick etwas groß und unförmig wirkt, gewöhnt man sich sehr schnell daran. Natürlich darf man dieses Lösung nicht mit einer voll integrierten Fingerprint-Anlage vergleichen, dafür liegt man preislich aber auch gute 1000,00 Euro darunter. Für unseren Zweck (Abends und bei Abwesenheit automatisch abschließen, Fernbedienung und unkompliziertes aufschließen für Kindern) reicht die Lösung vollkommen aus.

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Das KeyMatic-Funktür-Schloss lässt sich natürlich, sofern an einer CCU2 angemeldet, problemlos ins openHAB integrieren. Dazu legt man zwei Items mit der entsprechenden Adresse an

Switch keymatic_state    "KeyMatic [MAP(HM-Sec-Key-S.map):%s]" <door>    {homematic="address=ABC1234567, channel=1, parameter=STATE"}
Switch keymatic_open     "KeyMatic" <door>    {homematic="address=ABC1234567, channel=1, parameter=OPEN, forceUpdate=true", autoupdate="false"}

und ein entsprechende Map-Datei zur Übersetzung der Werte.

ON=Entriegelt
OFF=Verriegelt
-=Nicht initialisiert
undefined=undefiniert

Anschließend könnend die Items auf der Sitemap eingebunden werden.

Text item=keymatic_state label="Status [MAP(HM-Sec-Key-S.map):%s]" icon="door"
Switch item=keymatic_state label="← Verriegeln / Entriegeln →" icon="door"

Das Item zum öffnen der Tür habe ich auf einer seperaten Sitemap untergebracht, so dass nicht bei einer versehentlichen Bedienung die Tür geöffnet wird.

Switch item=keymatic_open label="open door" mappings=[ON="open"

In Verbindung mit einem Türsensor lässt sich sicherheitshalber der Status der Tür zu jeder Zeit überprüfen und auch eine entsprechende Benachrichtigung realisieren, falls etwas schief gehen sollte.

Als Regel kann ich folgendes empfehlen

rule "Haustüre schließen"
when
    Time cron "0 0 22 * * ?"
then

    if (keymatic_state.state == ON) {
        // close door
        sendCommand(keymatic_state, OFF)
        
        // check if door is closed or if something went wrong
        Thread::sleep(10000)
        if (keymatic_state.state == OFF) {
            logInfo("homematic.rules", "Haustüre abgeschlossen")
            pushover("Haustüre abgeschlossen. Aktueller Status: " + keymatic_state.state)
        } else {
            logInfo(homematic.rules", "Fehler beim Haustüre abschließen")
            pushover("Fehler beim Haustüre abschließen. Aktueller Status: " + keymatic_state.state)
        }
    }
end

Kombiniert mit einer Anwesenheitserkennung und dem automatischen abschließen der Haustür bei verlassen des Hauses erhöht sich der Sicherheitsfaktor mit minimalem Aufwand.
Weitere Informationen zum Schloss und weiteren Homematic-Komponenten kann man  auf der EQ3-Seite beziehen.

 

Unser Leben mit dem Automower

Vor knapp zwei Monaten haben wir im Zuge der „Husqvarna Automower Tester“-Aktion einen Automower 420 bekommen.
Über die Installation und die ersten Erfahrungen habe ich ja bereits im vorherigen Artikel etwas erzählt. Seitdem dreht der Automower nun jeden Tag für vier Stunden seine Runden in unserem Garten. 

Was lässt sich jetzt, gut 10 Wochen später, alles sagen?
Vorab, der Automower ist auch Arbeit. Wer hofft, er spart sich künftig mit der Investition in so ein Gerät, viel Arbeit, der sollte vorab einen kritischen Blick auf seinen Garten werfen.
In unserem Fall ist es leider so, dass unsere Rasenfläche zu einem sehr verwinkelt ist und zum anderen an manchen Stellen nicht sehr breit, trotzdem kommt der Automower sehr gut damit zurecht. Leider erreicht er aufgrund der Gegebenheiten nicht jeden Tag alle Stelle, da es an manchen Ecken davon abhängt, in welchem Winkel der Automower das zu mähende Stück anfährt.
Zusätzlich haben wir bei der Gartenplanung nicht wirklich Wert darauf gelegt, dass jedes Beet mit Rasenkanten- oder Mähsteinen von der Rasenfläche getrennt ist. Dieser Umstand führt nun dazu, dass wir für den Automower an diversen Stellen im Garten nacharbeiten mussten und den übrig geblieben Streifen entweder mit dem Rasenmäher oder dem Rasenkantenschneider nacharbeiten mussten.

Problematisch an dieser Stelle ist die leichte Erhöhung des Rasens gegenüber der Terrasse. Da das Messer des Automowers leicht nach hinten versetzt unter dem Mäher liegt, muss dieser das Schleifenkabel ein ganzes Stück überfahren. Würde er dies an dieser Stelle tun, bestünde die Gefahr, dass die Vorderräder auf die Terrasse kippen und das Messer aufgrund der Randsteine beschädigt wird. Von daher haben wir diese und andere, ähnliche, Stellen in unserem Garten nun mit Rasenkantensteinen entschärft.

Bis auf einige, nicht weiter erwähnenswerte Zwischenfälle, dreht der Automower 420 nun problemlos seine Runden. Im Falle eines Fehler bleibt der Automower brav stehen und stellt die Arbeit sicherheitshalber ein, bis jemand kommt und für ihn die Situation auflöst.
Dies führt zwar zu einem kleinen Schreck, wenn der Mäher nach Feierabend nicht wieder in seiner Ladestation steht, ist aber nicht weiter tragisch, denn mittlerweile kennen wir die Stellen an denen er gerne mal hängenbleibt.

Nachdem man den Automower wieder aus seiner misslichen Situation befreit und auf eine freie Stelle gestellt hat, mäht dieser entweder weiter oder fährt alleine zur Ladestation zurück. Alternativ kann man ihn auch manuell zur Ladestation schicken, so dass man den Automower nicht durch den halben Garten tragen muss. 
Im Gegensatz zu anderen Mähern ist es auch egal, an welcher Stelle der Automower im Garten platziert wird. Da er sich zufallsmäßig innerhalb seines Schleifenkabels bewegt, findet er von alleine, und vor allem ohne zusätzlichen Zwischenstopp in der Ladestation, wieder zur Arbeit zurück.

Ist dann mal alles korrekt eingerichtet und sind die letzten Fallen und Stolperstellen beseitigt, dann ist das Mähergebnis des Automowers überragend. Nicht nur, dass man wöchentlich eine Stunde weniger fürs mähen aufwenden muss, man spart sich zusätzlich den Weg zum Recyclinghof und den Dünger für die Rasenfläche, da der Grasabfall einfach liegen bleibt.
Nachdem im letzten Jahr die Rasenfläche noch sehr löchrig war und keine Besserung abzusehen war, haben wir nun einen weichen und dichten Rasen. 

Aktuell kämpfen wir noch ein bisschen mit den gelben Spitzen. Ob es daran liegt, dass der Mäher immer Mittags fährt und die Sonne die geschnittenen Spitzen beeinträchtigt oder am aktuell etwas seltsamen Wetter, wissen wir noch nicht. Testweise werden wir demnächst die Mähzeit auf den späten Nachmittag legen und die Veränderung beobachten.
Interessanterweise kommen wir mit den empfohlenen 4cm Schnitthöhe nicht ganz hin. Wenn der Automower den Rasen auf 4cm kürzt, trocknet dieser innerhalb eine Woche, auch bei Regen, aus und wird gelb und strohig. Bei 6cm sieht die Sache deutlich entspannter aus. Leider mit dem Nebeneffekt, dass nun Kleeblumen und diverse Unkräuter wieder ihre Wachstumsmöglichkeiten haben.

Die Wartungsarbeiten am Automower selbst beschränken sich auf regelmäßiges saubermachen und die Messerkontrolle. Die Messer sehen ähnlich wie Rasierklingen aus und sind, im Regelfall, ziemlich schnell gewechselt. Fährt der Automower viel im Regen, so wie dieses Jahr, muss dieser öfters vom nassen und festgebackenen Gras befreit werden.


Damit ist eigentlich alles nennenswerte über den Automower schon beinahe gesagt und wir hoffen, dass wir das gute Stück am Ende der „Automower-Tester“-Aktion behalten dürfen. Voraussetzung dafür war die Abgabe von 10 Videos bis zum September diesen Jahres. Aktuell sind wir auf einem guten Weg. Fünf der Videos können bereits bei Youtube oder auf der Husqvarna Seite (http://www.automowertester.de) besichtigt werden.

Video 1: https://youtu.be/7CLbeKnmDF8

Video 2: https://youtu.be/RsEsBguQwIw

Video 3: https://youtu.be/oODvOpdScIc

Video 4: https://youtu.be/lGKVxLuar60

Video 5: https://youtu.be/JZ-WMLQqrNE

Husqvarna Automower – Der Start

Gestern, am 06.05.16, war es nun so weit. Gegen 14:00 Uhr stand der Techniker von der Gartenbaufirma, welche den Automower installiert, vor dem Haus.
Die Installation des Automowers übernimmt für alle „Husqavarna Automower Tester“ eine von Husqvarna beauftrage Fachfirma. In unserem Fall war es die Firma tewaga aus dem bayrischen Senden.
Der Techniker hatte nicht nur den Automower dabei, wir haben das Modell Automower 420 erhalten, sondern auch jede Menge Werkzeug und Kabel. Während Otto Normalverbraucher zum verlegen der Steuerleitung in 99% der Fälle vermutlich zum Hammer greifen wird, hat der Profi an dieser Stelle feines Werkzeug dabei.

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Mit Benzin und Muskelkraft wird eine Rille in den Rasen gefräst und und im Nachgang der Draht dort verlegt. Dies bietet nicht nur den Vorteil, dass der Draht geschützt vor Motorsense und Grasschneider verlegt ist, sondern auch unhübsche Stolperfallen vermieden werden. Laut dem Techniker der tewaga überlebt der Draht an dieser Stelle wohl auch das frühjährliche vertikutieren des Rasens.
Die erste Aktion nach dem auspacken des Automowers sollte die Standortwahl für die Ladestation sein. Im Vorfeld haben wir an dieser Stelle von den Gardena Mährobotern nichts positives gelesen. Deren Ladestation muss auf dem Rasen platziert werden. Glücklicherweise ist der Husqvarna Automower an dieser Stelle nicht so wählerisch und akzeptiert auch eine Stelle außerhalb der Grünfläche.
In unserem Fall fiel die Wahl auf eine Stelle nahe der Terrasse. Da nebenan gleich ein Steckdosenturm platziert ist, entfiel auch die Suche nach einer Steckdose.
Husqvarna liefert an dieser Stelle in Netzteil ähnlich vieler Laptopnetzteile mit. Das Netzteil ist wasserdicht und kann im freien platziert werden. Natürlich sollte das Netzteil etwas im Schatten liegen, da es beim laden doch sehr warm wird. Zusätzlich dazu sind noch ungefähr 10 Meter dünnes Kabel dabei um die Ladestation mit dem Netzteil zu verbinden. Alles in allem sauber gelöst. Husqvarna gibt für den Automower 420 einen monatlichen Strombedarf von ca. 19 kW/h an. Dies entspricht aktuell ca. sechs Euro an Stromkosten pro Monat.

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Die Ladestation selbst wird mit einer Art Kunststoffschrauben verankert und steht danach bombenfest auf dem Boden. Auch dies ist sehr gut gelöst und macht einen hochwertigen Eindruck, zumal auch gleich der passende Inbusschlüssel mitgeliefert wird.

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Der gelieferte Automower 420 hat ein Gewicht von ca. 11,5 kg und ist trotz seiner Größe sehr gut zu transportieren. Auf der Unterseite des Automowers befindet sich der Aus- und Einschalter. Dieser ist als einfacher Kippschalter ausgeführt, so dass er auch blind bedient werden kann. Auf der Oberseite ist eine große und orange Taste mit der Aufschrift STOP, welche nach betätigen nicht nur sofort den Mäher stoppt, sondern auch das Bedienfeld freigibt. Sämtliche Aktionen auf dem Bedienfeld müssen anschließend mit einem Druck auf die Starttaste quittiert werden. Dies soll verhindern, dass z.B. Kinder die Einstellungen des Mähers versehentlich durcheinander bringen. Zusätzlich sind die Systemeinstellungen noch mit einem vierstelligen Pin versehen. Dieser kann selbst gewählt und vergeben werden. 20160506_141205

Die Installation des Begrenzungsdrahtes verlief soweit reibungs- und problemlos. Mit etwas Muskelkraft findet die Maschine ihren Weg und verlegt, zumindest auf gerader Strecke, den Draht unsichtbar im Boden. Aktuell sind noch die Ecken und der Suchdraht sichtbar, da bei der Maschine kurz vor Verlegungsende der Getriebebolzen abgebrochen ist. Dies möchte die Firma tewaga die nächsten Tage noch richten.

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Nachdem der Automower einige Zeit in der Ladestation stand und den Akku gefüllt hat, kann dieser programmiert werden. Die Programmierung reduziert sich auf in Minimum. Lediglich Sprache, Land und Uhrzeit, sowie Schnitthöhe des Rasen und einige technischer Parameter sind zu setzen. Die Aktion selbst dauert keine 5 Minuten, dann ist der Automower einsatzbereit und verlässt zum ersten Mal kurz zur Kalibrierung die Station.

Ist die Kalibrierung fertig, so können im nächsten Zug die Betriebszeiten des Automowers im Menü eingestellt werden. Der Automower bietet an der Stelle pro Tag zwei unterschiedliche Betriebszeiten an. Diese können pro Wochentag unterschiedlich programmiert werden, so dass z.B. Mähzeiten von 07:00 bis 09:00 Uhr und von 20:00 bis 22:00 Uhr möglich sind.
In unserem Fall werden wir aber bevorzugt werktags in der Zeit von 10:00 bis 14:00 Uhr mähen lassen. Laut tewaga-Techniker sind wohl vier Stunden Mähzeit pro Tag bei unserer Größe ausreichend. Aktuell sind fünf von sieben Tage als aktiv markiert, so dass an zwei Tagen Mähpause herrscht.
Der Automower besitzt wohl auch Sensoren mit denen er die Kraft zum Halme schneiden messen kann. Benötigt er dazu weniger Energie, so fährt er früher in die Ladestation, da es in diesem Fall vermutlich nichts mehr zum mähen gibt.
Aktuell haben wir den Automower gestern Abend noch zwei Stunden und heute vier Stunden laufen lassen.
Das Ergebnis ist aktuell noch etwas gemischt. Der Großteil des Rasens hat mittlerweile eine Höhe. Lediglich manche Punkte scheint er bisher überfahren zu haben.

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Leider wurde der Automower ohne Autmower-Connect geliefert, so dass der Mäher nicht gesondert überwacht werden kann. Laut Techniker sind die Nachrüstsätze für ca. 260,00 Euro inkl. Einbau zu bekommen. An der Stelle muss ich mich noch ein bisschen einlesen, was der Einsatz der App und die erweiterten Überwachungsfunktionen so bringen werden. Eine „offizielle“ Einbindung in unsere OpenHAB-Heimautomatisierung ist wohl bisher leider nicht angedacht.

Unser Fazit bisher:

Der Husqvarna Automower 420 macht bisher einen sehr guten und vor allem robusten Eindruck. Der Mäheindruck und auch das Fahrerlebnis des Automowers sind ebenfalls sehr positiv. Der Automower fährt nicht, wie viele Geräte der Konkurrenz, planlos vor und zurück, wenn es nicht mehr weiter geht, sondern manövriert sehr souverän aus bisher jedem unserer Winkel im Garten heraus.
Einziger Wermutstropfen? Wir können nicht den ganzen Garten mähen lassen. Ein winzig kleiner, 50 cm und zwei Meter langer Streifen zwischen Sandkasten und Terrasse ist wohl nicht mähbar, da ansonsten die Gefahr besteht, dass der Automower die Kante überfährt und die 10 cm auf die Terrasse fällt. Dieses Problem werden wir aber spätestens in den nächsten Wochen mit dem Abbau des Sandkastens lösen.
Ein Video mit den Impressionen des Aufbaus werden wir die nächsten Tage noch auf Youtube hoch laden.

 

Husqvarna Automower – Die Details

In Kürze geht es los. Laut dem Willkommensschreiben wird sich die nächsten Tage ein Kollege, des von Husqvarna beauftragen Fachhändlers, per Telefon bei uns melden und einen Termin für die Installation des Automowers ausmachen.

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Da sich unser Garten die letzten drei Jahre prächtig entwickelt hat und mit dem ganzen Kinderspielzeug eine interessante Herausforderung für den Automower darstellt, werde ich die nächsten Wochen die von Husqvarna geforderten Videos bei Youtube online stellen und hier verlinken.
Ich bin echt gespannt, wie der Automower die ganzen Winkel und schmalen Stücke meistert. Vom Mähergebniss des Bosch Roborters unserer Nachbarn bin ich nicht ganz überzeugt. Da bleibt immer sehr viel am Rand stehen. Vielleicht wurde da aber auch nur ein bisschen beim verlegen des Drahts geschlampert.

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Eine zusätliche Herausforderung wird sicher das demnächst in Betrieb gehende Planschbecken darstellen. Da dies nicht durch einen Fahrdraht ausgegrenzt werden kann, muss es der Mäher selbst erkennen. Da der Aufstellort des Planschbeckens jede Woche variiert, kann es da durchaus zu lustigen Situationen kommen. Auch wenn Gardena und Husqvarna für ihre Mäher unbedingt empfehlen die Rasenfläche zu räumen, muss er mit so etwas, genauso wie einem vergessenen Bobbycar, etc., klar kommen.

Husqvarna Automower

Wir sind als Automower-Test ausgewählt worden. Das bedeutet, dass demnächst einer dieser fast unbezahlbaren Männnerträume bei uns einzieht und sich um den Rasen kümmern wird. Vorerst befristet bis Ende September, denn Bedingung für den dauerhaften Einzug sind zehn selbstgedrehte Videos über den Husqvarna Automower in dieser Zeit. Leider ist die Erwartungshaltung von Husqvarna über die Art der Videos noch nicht so ganz veröffentlicht worden. Man(n) wird sehen …

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Smarthome-Update

Über das Thema „Smarthome“ muss ich demnächst mal einen längeren Beitrag verfassen und hier posten. Kurz gesagt, im letzten Jahr hat sich an der Stelle sehr viel bei uns im Haus getan. Angefangen hat es ja damals, abgesehen von der RWE-Smarthome-Lösung die nicht wirklich SMART ist, mit ein paar 1-Wire-Sensoren und FHEM.

Mittlerweile ist die Migration nach openHAB beendet und alle möglichen Sensoren, Aktoren, usw. sind miteinander über openHAB und die entsprechenden Bindings vernetzt und verbunden.

Aktuell, und weil ich danach gefragt worden bin, möchte ich an der Stelle mal unsere Anwesenheitserkennung auf Basis von openHAB vorstellen.
Das Projekt selbst, ist hier zu finden: https://github.com/jschanz/openhab-presence

Vorab sei vielleicht folgendes noch gesagt. Ich habe bei der Recherche zum Thema Anwesenheitsprüfung mit openHAB oder presence detection mit openHAB unzählige Anleitungen, Vorschläge, etc gefunden. Leider hat keine der vorgeschlagenen Lösungen bei mir fehlerfrei funktioniert. Von daher habe ich mir die Mühe gemacht und auf Basis von unseren Anforderungen eine Lösung gebastelt.
Die vorgestellte Lösung nutzt das networkhealth-binding von openHAB. Es werden keine gesonderten Hacks für Fritz!Box, TP-Link, Netgear, etc. verwendet. Alles basiert auf ICMP, wenn openHAB mit Root-Rechten läuft. Wenn nicht, wird ein TCP-Connect auf Port 7 durchgeführt. Das führt manchmal zu manch seltsamem Verhalten, da nicht jeder Netzwerkstack dies so implemetiert.

In diesem Beispiel werden zwei Mobiltelefone (Dave und Alice) erstellt. IP-Adressen bitte entsprechend anpassen. Die Datei hier kommt als presence.items in das configuration/items/-Verzeichnis.

Im nächsten Schritt werden die erstellten Items in der Sitemap sichtbar gemacht. Dazu entweder eine eigene presence.sitemap anlegen oder den Code entsprechend in die eigene Sitemap einbauen.

Wenn nach dem automatischen Reload der openHAB-Konfiguration (Logfile anschauen) alles funktioniert hat, kann der erste Test beginnen. Dazu einfach das WLAN an einem der Mobiltelefone deaktivieren und im events.log den Statuswechsel überprüfen. Der Schalter auf der Sitemap sollte danach ebenfalls den Status wechseln.

Komplizierter und mit etwas Logik versehen ist die dazugehörige Regel. Dieses Rule-Set steuert die Anwesenheit. Dazu werden pro Person zwei Schalter verwendet. Dies stellt sicher, dass es zu keinem „Flapping“ kommt, wenn das Mobiltelefon kurzzeitig die Verbindung zum WLAN verliert. Ist das Mobiltelefon länger als 5 Minuten abwesend, wird der Abwesenheitsstatus der Person auf OFF gesetzt. An der Stelle kann auch mit kürzeren Werten experimentiert werden, 5 Minuten sollten aber auf jeden Fall sicher sein.

Diese Art der Regel ist etwas aufwändig, da sich der Code an vielen Stellen wiederholt und für jede neue Person ein weiteres Mal dupliziert werden muss. Leider ist es mir nicht gelungen in openHAB dies auf eine bessere Version zu lösen. Ob es wirklich nur an mir lag, mag ich nicht ganz ausschließen. Allerdings verhält sich auch openHAB an vielen Stelle nicht ganz konsistent. So hat bei mir z.B. die vorgeschlagene Variante mit „changed from OFF to ON“ nicht zuverlässig funktioniert, da das Item stellenweise im Status undefiniert war, obwohl eine Sekunde zuvor der Wechsel von ON auf OFF problemlos funktioniert hat.

Dank der passenden Android-App, lässt sich der Status ebenfalls überprüfen.

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Wa lässt sich nun damit machen? Ein paar Beispiele, welche wir realisiert haben, möchte ich kurz zeigen:

  • Coming-Home-Funktion: Licht in der Einfahrt, Diele und Küche einschalten, wenn jemand nach Hause kommt (Telefon bucht sich ins WLAN ein).
  • Lüftungsanlage auf Stufe 1 stellen, wenn niemand Zuhause ist und die Luftfeuchtigkeit in Ordnung ist. Kommt jemand nach Hause, wird die Lüftungsanlage wieder auf Stufe 2 gestellt.
  • Diverse Geräte (Fernseh, Receiver, Radios, etc.) ausschalten, wenn niemand Zuhause ist.
  • Rolläden automatisch hochfahren, wenn morgens der letzte das Haus verlässt.
  • Licht in der Diele ausschalten, wenn ein Gerät die Verbindung zum WLAN verliert.

Comfoair 350 im Smarthome mit FHEM

In einem früheren Blogbeitrag habe ich mich ja etwas darüber ausgelassen, dass es mit der technischen Integration unserer Lüftungsanlage ins Haus nicht ganz so ausschaut, wie man sich das im Jahr 2015 wünschen würde. Das Hauptproblem der Anlage ist allerdings eigentlich weniger technischer Natur, sondern eher so eine bauliche Geschichte.
Die von FischerHaus verbaute Zehnder Comfoair 350 ist quasi das Basis-Modell der 350er-Reihe. Einziges Plus an Ausstattung, und dafür sind wir auch sehr dankbar, ist ein Vorheizregister. Fehlt dasVorheizregister, schaltet die Anlage im Winter bei frostigen Außentemperaturen auch gerne mal ab und begibt sich zum auftauen in den Ruhemodus. Die Wirkungsweise habe ich aber schon in irgendeinem anderen Blogeintrag genauer beschrieben.
Jetzt ist es halt so, dass bei der Basis-Ausstattung auch nicht wirklich viel mit programmieren der Anlage ist. Zur Bedienung wird ein simpler 3-Stufen-Schalter mitgeliefert, mit welchem man die Stufen niedrig, mittel und hoch schalten kann. Zusätzlich geht natürlich auch die Stellung AUS.
An und für sich kein wirkliches Problem, wenn man a) vom Schalter weiß und b) bei der Montage des Schalter anwesend ist. Ansonsten kann es passieren, dass sich der Schalter wie bei uns im hintersten Eck im Keller im Technikraum befindet und die Anlage sich für immer und ewig in der Standardeinstellung „mittel“ befindet, da sich niemand die Mühe macht und nach dem duschen/baden oder kochen in den Keller läuft und kurzzeitig eine Power-Lüftung durchführt.
Zehnder bietet zwar mit der ComfoSense 67, RF-Funkbedienung und dem Flaggschiff Luxe Comfoair 350 ein Lösung für eine Remote-Steuerung, allerdings zum einen unbezahlbar teuer, zum anderen eben kabelgebunden und damit auch wieder nachträglich nicht oder nur schwer realisierbar.

Glücklicherweise gibt es genügend findige Menschen die sich gerne das Leben einfacher machen, die Technik auseinander nehmen und eine Lösung suchen, finden und vor allem auch umsetzen.
Eine dieser Lösungen auf Basis von FHEM habe ich zwischenzeitlich erfolgreich umgesetzt. Wer möchte, kann die Anbindung auch über openHAB realisieren.
Für beide Smarthome-Lösungen gibt es ein Modul, welches die Ansteuerung der Comfoair 350 übernehmen kann.

Die Ausgangslage bei der Comfoair 350 von FischerHaus ist auf den zweiten Blick doch nicht ganz so schlecht. Aufgrund dessen, dass keine zusätzliche Steuerung verbaut ist, muss bei der Implementierung nicht auch noch zusätzlich Rücksicht auf diese genommen werden. Die Steuerung über die vorhandene RS-232-Schnittstelle ist auf ein Gerät begrenzt.

Realisieren kann dieses Projekt jeder, der ein bisschen Ahnung von Technik hat, einen Lötkolben besitzt und etwas Bastelgeschick mitbringt.


Zuerst wird eine funktionsfähige FHEM-Installation benötigt. Diese setze ich an der Stelle einfach mal voraus. Installationsanleitungen, gerade in Verbindung mit einem Raspberry Pi, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer.

Für die Kommunikation der Comfoair 350 mit FHEM ist eine ziemlich wilde Kabel-Kombination notwendig. An der Anlage liegt die RS-232-Schnittstelle in Form einer RJ45-Buchse vor. Diese findet man, wenn man an der Anlage die Frontplatte abnimmt.

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Die RJ45-Buchse sitzt ganz rechts auf der Platine (über der blau-schwarzen-Lüsterklemmen-Kombination).

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Hier mit bereits eingestecktem Netzwerkkabel.
Die Schnittstelle hat folgende Beschaltung, welche über ein Cat5-Kabel mit RJ45-Stecker auf einen SubD9-Stecker auf USB geführt wird. Alles klar? 🙂

Bildschirmfoto vom 2015-10-06 22:53:20

Quelle: http://www.see-solutions.de/sonstiges/Protokollbeschreibung_ComfoAir.pdf

Damit das ganze funktioniert, muss ausgehend vom RJ45-Stecker die Ader 2 (grün),3 (orange-weiß) und 8 (braun) auf einen SubD9-Stecker geführt werden.
Bei der Verschaltung muss RX mit TX gekreuzt werden. Bei mir sieht das aktuell so aus:

RJ45                             SubD9
2 (grün) – RX                 3 (orange) – TX
3 (orange-weiß) – TX    2 (rot) – RX
8 (braun) – GND            5 (grün) – GND

Anschließend wird der SubD9-Stecker auf einen USB-Adapter gesteckt und mit dem FHEM-Server verbunden. Der USB-Adapter sollte sich anschließend als /dev/ttyUSB0 melden.

usbcore: registered new interface driver usbserial
USB Serial support registered for generic
usbcore: registered new interface driver usbserial_generic
usbserial: USB Serial Driver core
USB Serial support registered for FTDI USB Serial Device
ftdi_sio 5-1:1.0: FTDI USB Serial Device converter detected
usb 5-1: Detected FT232RL
usb 5-1: Number of endpoints 2
usb 5-1: Endpoint 1 MaxPacketSize 64
usb 5-1: Endpoint 2 MaxPacketSize 64
usb 5-1: Setting MaxPacketSize 64
usb 5-1: FTDI USB Serial Device converter now attached to ttyUSB0

Im FHEM-Server kann dann das Device hinzugefügt werden. Wichtig ist an dieser Stelle der Wiki-Eintrag zum Comfoair-Modul: http://www.fhemwiki.de/wiki/ComfoAir

Folgende Definition muss in die fhem.cfg

#####################################################################
# Comfoair350
#####################################################################
define ComfoAir350 ComfoAir /dev/ttyUSB0@9600 60
attr ComfoAir350 icon vent_ventilation_control
attr ComfoAir350 poll-Betriebsstunden 1
attr ComfoAir350 poll-Sensordaten 1
attr ComfoAir350 poll-Status-Vorheizung 1
attr ComfoAir350 poll-Ventilation-Levels 1
attr ComfoAir350 poll-Ventilation-Status 1
attr ComfoAir350 room KG - Technikraum
attr ComfoAir350 stateFormat <table><tr><td>Lüftungsstufe</td><td>Stufe</td></tr><tr><td>Filter</td><td>Betriebsstunden_Filter</td></tr><tr><td>Temperatur Abluft</td><td>Temp_Abluft °C</td></tr><tr><td>Temperatur Zuluft</td><td>Temp_Zuluft °C</td></tr><tr><td>Temperatur Fortluft</td><td>Temp_Fortluft °C</td></tr><tr><td>Temperatur Aussen</td><td>Temp_Aussen °C</td></tr><td>Lüfter Abluft</td><td>UPM_Abluft rpm</td></tr><td>Lüfter Zuluft</td><td>UPM_Zuluft rpm</td></tr></table>
define FileLog_Lueftung FileLog ./log/Lueftung-%Y.log ComfoAir350

Nach dem speichern hat man die Anlage bereits eingebunden und sollte auf der FHEM-Weboberfläche die ersten Statusmeldungen sehen.

Bildschirmfoto vom 2015-10-06 23:09:55

Hat dies alles funktioniert, kann man sich nun an die Steuerung der Anlage machen.
Dazu ist es aber notwendig, dass die Lüfterstufe am 3-Stufen-Schalter fest auf die Position 1 eingestellt wird und bleibt. Ansonsten haben die Steuerbefehle keine Auswirkung, da anhand der zusätzlichen Phasen des 3-Stufen-Schalters eine elektronische Übersteuerung stattfinden. Wer möchte, kann sich dazu von der Zehnder-Homepage die Schaltpläne der Anlage ziehen.

Aktuell habe ich unser FHEM um folgende Funktionen erweitert.

# day
define ComfoAir350Day at *{sunrise(0,"06:00","10:00")} set ComfoAir350 Stufe mittel
attr ComfoAir350Day icon status_automatic
attr ComfoAir350Day room KG - Technikraum

Dies schaltet die Comfoair morgens pünktlich zum Sonnenaufgang (nicht vor 06:00 Uhr und nicht nach 10:00 Uhr) auf Stufe mittel. Zu diesem Zeitpunkt produziert unsere PV-Anlage bereits Strom und kann die Versorgung der Comfoair übernehmen.

Abends dann ab 22:00 Uhr schaltet die Anlage dann wieder zurück in den „Energiesparmodus“, also Stufe niedrig.

# night
define ComfoAir350Night at *22:00:00 set ComfoAir350 Stufe niedrig
attr ComfoAir350Night icon status_night
attr ComfoAir350Night room KG - Technikraum

Geplant ist, die Comfoair auch in Abhängigkeit der Luftfeuchtigkeit der Raumthermostate zu steuern. Zum Beispiel könnte die Anlage automatisch auf Stufe hoch schalten, wenn die Luftfeuchtigkeit im Bad oder in einem anderen Raum dauerhaft einen bestimmten Wert überschreitet.
Ein weiteres Szenario wäre die Koppelung an die Anwesenheit. FHEM bietet an dieser Stelle das Presence-Modul. Damit das reibungslos funktioniert, ist noch ein bisschen Hirnschmalz notwendig. Schließlich muss ja ausgeschlossen werden, dass sich die Profile gegenseitig beeinflussen.

Renovierungsarbeiten und andere Dinge

„Nach der Hausübergaben beginnen die Renovierungsarbeiten“, so sagte man uns beim Einzug ins neue Heim.

Ganz so schlimm ist es glücklicherweise nicht geworden, trotzdem enthält die Aussage doch ein kleines Fünkchen Wahrheit. So hatten damals die Maler im Haus gerade ihre Farbrolle ausgewaschen, als der erste Fußball gegen die frisch gestrichene weiße Wand knallte und eine, nun ja, markante und auch auffällige Stelle hinterließ, welche es gleich wieder zu beseitigen galt.

Abgesehen davon blieb uns der „große“ angekündigte Renovierungsaufwand bisher erspart. Lediglich einige der turnusmäßigen normalen Wartungsarbeiten, wie z.B. das Nachstreichen des Carports oder anderer Holzelemente im Garten halten uns auf Trab.
Zu einem dieser Dinge, welches doch recht intensive Aufmerksamkeit benötigt, ist unsere Terrasse. Wir haben uns ja für einen Belag aus Douglasiendielen entschieden. Jetzt ist es aber nun mal so, dass Douglasie, im Gegensatz zu gewissen fragwürdigen Tropenhölzern, nicht unendlich haltbar ist und quasi nach Pflege schreit. Gut, man darf auch nicht vergessen, dass die Witterung in Deutschland ziemlich grenzwertig ist. Temperaturunterschiede von 60 Grad zwischen Sommer und Winter (-20 Grad bis + 40 Grad) sind keine Seltenheit, auch wenn die letzten Winter etwas milder waren. Kommt noch die Sonneneinstrahlung im Sommer dazu, erhitzt sich das Material deutlich über 40 Grad Celsius.
Dies bedeutet nun für uns, dass wir jedes Jahr mindestens einmal, besser zweimal die Terrassen mit einem Douglasienöl streichen müssen. Leider scheint es so, dass das Öl mit Gold gleichgesetzt ist und ungefähr auch dessen Kurs beim Einkauf verfolgt. Für die kleine Terrasse benötigen wir ca. 3 Liter, für die große Terrasse ca. 5 Liter. Entschieden haben wir uns, wie bereits beschrieben, für das Douglasien-Öl von Bondex.
In Ulm, um Ulm und um Ulm herum, haben wir grob gesagt 3 Baumarktketten, bei welchen man den täglichen Heimwerker-Bedarf decken kann. Zum einen die zwei üblichen Verdächtigen, Hornbach und Bauhaus, sowie einen eher unbekannten, welcher in Ulm-Lehr die Nachfolge von Max Bahr angetreten hat, den Schünke Baumarkt.
Alle drei haben sicherlich ihre unschätzbaren Vorteile. So besuchen wir das Bauhaus hauptsächlich um Pflanzen und Co. zu kaufen, Hornbach steht bei Baubedarf (Steine, Beton, etc.) ganz oben auf der Liste und am Schünke Baumarkt schätzen wir nicht nur die kurze Distanz, sondern auch das freundliche und hilfsbereite Personal, sowie das doch ein Stück weit im „Profi“-Segment angesiedelte Sortiment.
Eine Schwachstelle haben jedoch alle drei! Der Liter des Bondex-Douglasien-Öls liegt bei allen dreien deutlich über 13 Euro. Das bedeutet für uns, dass wir für die benötigte Menge an Öl, jedes Mal beinahe 100 Euro bezahlen müssten. Hochgerechnet auf 10 Jahre wäre es damit vermutlich günstiger die Terrasse vergammeln zu lassen und neu zu machen.
Glücklicherweise gibt es aber in #Neuland einige Alternativen. So haben sich in den letzten Jahren auch einige sogenannte Online-Baumärkte etabliert, welche stellenweise ein ausgezeichnetes Sortiment haben und bei denen man durchaus Schnäppchen machen kann. Vor allem bieten diese Baumärkte den Vorteil, dass unter Umständen, Rabatte an den Endkunden weitergegeben werden.
So haben wir z.B. jetzt bei ONLINEBAUFUCHS.de eine Möglichkeit gefunden, das Douglasien-Öl ziemlich günstig zu beziehen. Dort gibt es aktuell Aktions-Eimer mit 20% mehr Inhalt, so dass ein Literpreis von 7,50 Euro herauskommt. Bestellt man nun ein paar Eimer auf einmal, fallen auch Porto und Verpackungskosten nicht merklich ins Gewicht.

Ähnlich ging es uns auch am Anfang des Jahres, als wir unser Carport vollends wind- und wetterfest gemacht haben. Letztes Jahr im Herbst haben wir ja noch mit einem Flammgerät die oberste Schicht der Bitumenbahnen aufgebracht und fest verschweißt. Leider hat uns dann das Wetter bei den Blecharbeiten etwas im Stich gelassen, so dass wir mit einer provisorischen Abdeckung zwischen Haus und Carport in den Winter gehen mussten. Dies haben wir im Frühjahr dann ziemlich zügig korrigiert. Auch an dieser Stelle ist uns aufgefallen, dass die Preise für Abdichtungsmaterial im lokalen Baumarkt deutlich über denen im Internet liegen. Dieses Manko wiegt umso mehr, als dass wir nicht nur 1-2 Meter benötigen, sondern mehrere Rollen und Dosen für mehrere Meter Carport. Schlußendlich sind wir auf die Firma Hellweg mit ihrem Profi-Baumarkt aufmerksam geworden und haben uns dort mit dem notwendigen Dichtmaterial eingedeckt. Zum einen haben wir sicherheitshalber nochmals alle Stöße zu den Blechteilen und auch zur Hauswand mit einem Bitumenband der Firma MEM abgedichtet, zum anderen haben wir das an der Hauswand angeschraubte Blech mit MEM Gum-Dicht hinterfüttert und auch oberhalb den Spalt sauber geschlossen. Da das Blech nachträglich montiert wurde und nicht in den Putz eingebettet ist, muss an dieser Stelle für eine saubere Abdichtung gesorgt werden. Leider ist das verarbeiten des MEM Gum-Dicht eine riesige Sauerei, so dass wir von einer hübschen Fugenkante, wie z.B. im Bad, meilenweit Abstand genommen haben. Das Zeug klebt für ewig an Klamotten und Fingern 🙂

20150505_201058

Restarbeiten 1 von 2

Gerade ist mir aufgefallen, dass der vorherige Artikel nicht wie geplant von WordPress veröffenticht worden ist und die dort angekündigte Arbeit eigentlich schon seit geraumer Zeit erledigt ist.
Das Ergebniss muss ich an der Stelle jetzt nachreichen.

Die guten Sachen hebt man sich bekanntlicherweise immer für den Schluß auf. In unserem Fall war das so ähnlich. Priorität in der Außengestaltung hatte im letzten Jahr Rasen, Sandkasten und Terrasse. Ungefähr in dieser Reihenfolge.
Nachdem letztes Jahr Anfang November ziemlich früh der Winter kam, haben wir uns entschlossen noch ein weiteres halbes Jahr mit einer provisorischen Einfahrt zu leben und die Pflasterarbeiten auf das Frühjar zu verschieben. Schlußendlich haben wir uns aber doch noch durchgerungen und zumindest den Stellplatz vor dem Haus mit Rasengittersteinen verlegt. Die sind groß, unkompliziert und lassen sich leicht verlegen. Da in Ulm die versiegelte Fläche mit Einleitung in den Kanal oder auf die Straße mit ca. 60 Cent pro m² veranschlagt wird, war die Wahl für solche Steine nicht wirklich schwer.

Anfang April fiel dann der Entschluß, die restliche Einfahrt zu komplettieren. Dazu mussten noch ein paar Randsteine gesetzt und die Einfahrt eben gezogen werden.

20150418_165253

 

 

Das Pflaster selbst war dann eigentlich ruck-zuck eingebaut. Als Unterbau haben wir weitere 4 Anhänger (2 Tonnen) Split verbaut. Es ist Wahnsinn, welche Mengen auf Fläche verbaut werden können 🙂IMG-20150425-WA0004 IMG-20150425-WA0003 IMG_20150424_174546

Wer genau hinsieht, kann erkennen, dass wir uns einen kleinen Fehler eingebaut haben, welchen wir am nächsten morgen noch korrigieren mussten. Glücklicherweise war dies aber der einzige Fauxpas, welchen wir uns geleistet haben.
Den Split haben wir über drei Dachlatten aus dem Baumarkt abgezogen. Das hat mit etwas Nachhilfe ziemlich gut und passabel funktioniert. IMG_20150424_170335

 

Höchst herausfordernd war der Revisionsschacht in der Einfahrt. Dieser wird vom Tiefbauer waagerecht und im Wasser verbaut. Dumm, dass die Einfahrt ein kleines Gefälle vorweist. Entweder macht man es sich in diesem Fall leicht und pflastert die ganze Sache etwas schräg und wild an, so dass man eine Art Stufe bekommt oder man geht den aufwendigen Weg und „schrägt“ den Schachtdecke dem Gefälle nach ab. Da letzteres die deutlich schickere Variante ist, haben wir uns für diese entschieden.

 

IMG_20150627_134223 IMG_20150627_134214Schlußendlich und zu nahezu guter Letzt haben wir jetzt auch eine „richtige“ Hausnummer. Und nein, die Nummer ist nicht schief. Die Buchstaben sind handgegossen aus Beton und etwas ungleichmäßig 🙂IMG_20150627_142245