Husqvarna Automower – Der Start

Gestern, am 06.05.16, war es nun so weit. Gegen 14:00 Uhr stand der Techniker von der Gartenbaufirma, welche den Automower installiert, vor dem Haus.
Die Installation des Automowers übernimmt für alle „Husqavarna Automower Tester“ eine von Husqvarna beauftrage Fachfirma. In unserem Fall war es die Firma tewaga aus dem bayrischen Senden.
Der Techniker hatte nicht nur den Automower dabei, wir haben das Modell Automower 420 erhalten, sondern auch jede Menge Werkzeug und Kabel. Während Otto Normalverbraucher zum verlegen der Steuerleitung in 99% der Fälle vermutlich zum Hammer greifen wird, hat der Profi an dieser Stelle feines Werkzeug dabei.

20160506_140235

Mit Benzin und Muskelkraft wird eine Rille in den Rasen gefräst und und im Nachgang der Draht dort verlegt. Dies bietet nicht nur den Vorteil, dass der Draht geschützt vor Motorsense und Grasschneider verlegt ist, sondern auch unhübsche Stolperfallen vermieden werden. Laut dem Techniker der tewaga überlebt der Draht an dieser Stelle wohl auch das frühjährliche vertikutieren des Rasens.
Die erste Aktion nach dem auspacken des Automowers sollte die Standortwahl für die Ladestation sein. Im Vorfeld haben wir an dieser Stelle von den Gardena Mährobotern nichts positives gelesen. Deren Ladestation muss auf dem Rasen platziert werden. Glücklicherweise ist der Husqvarna Automower an dieser Stelle nicht so wählerisch und akzeptiert auch eine Stelle außerhalb der Grünfläche.
In unserem Fall fiel die Wahl auf eine Stelle nahe der Terrasse. Da nebenan gleich ein Steckdosenturm platziert ist, entfiel auch die Suche nach einer Steckdose.
Husqvarna liefert an dieser Stelle in Netzteil ähnlich vieler Laptopnetzteile mit. Das Netzteil ist wasserdicht und kann im freien platziert werden. Natürlich sollte das Netzteil etwas im Schatten liegen, da es beim laden doch sehr warm wird. Zusätzlich dazu sind noch ungefähr 10 Meter dünnes Kabel dabei um die Ladestation mit dem Netzteil zu verbinden. Alles in allem sauber gelöst. Husqvarna gibt für den Automower 420 einen monatlichen Strombedarf von ca. 19 kW/h an. Dies entspricht aktuell ca. sechs Euro an Stromkosten pro Monat.

20160506_140937

Die Ladestation selbst wird mit einer Art Kunststoffschrauben verankert und steht danach bombenfest auf dem Boden. Auch dies ist sehr gut gelöst und macht einen hochwertigen Eindruck, zumal auch gleich der passende Inbusschlüssel mitgeliefert wird.

20160506_140932

Der gelieferte Automower 420 hat ein Gewicht von ca. 11,5 kg und ist trotz seiner Größe sehr gut zu transportieren. Auf der Unterseite des Automowers befindet sich der Aus- und Einschalter. Dieser ist als einfacher Kippschalter ausgeführt, so dass er auch blind bedient werden kann. Auf der Oberseite ist eine große und orange Taste mit der Aufschrift STOP, welche nach betätigen nicht nur sofort den Mäher stoppt, sondern auch das Bedienfeld freigibt. Sämtliche Aktionen auf dem Bedienfeld müssen anschließend mit einem Druck auf die Starttaste quittiert werden. Dies soll verhindern, dass z.B. Kinder die Einstellungen des Mähers versehentlich durcheinander bringen. Zusätzlich sind die Systemeinstellungen noch mit einem vierstelligen Pin versehen. Dieser kann selbst gewählt und vergeben werden. 20160506_141205

Die Installation des Begrenzungsdrahtes verlief soweit reibungs- und problemlos. Mit etwas Muskelkraft findet die Maschine ihren Weg und verlegt, zumindest auf gerader Strecke, den Draht unsichtbar im Boden. Aktuell sind noch die Ecken und der Suchdraht sichtbar, da bei der Maschine kurz vor Verlegungsende der Getriebebolzen abgebrochen ist. Dies möchte die Firma tewaga die nächsten Tage noch richten.

20160506_142944

20160506_155407

20160506_183307

Nachdem der Automower einige Zeit in der Ladestation stand und den Akku gefüllt hat, kann dieser programmiert werden. Die Programmierung reduziert sich auf in Minimum. Lediglich Sprache, Land und Uhrzeit, sowie Schnitthöhe des Rasen und einige technischer Parameter sind zu setzen. Die Aktion selbst dauert keine 5 Minuten, dann ist der Automower einsatzbereit und verlässt zum ersten Mal kurz zur Kalibrierung die Station.

Ist die Kalibrierung fertig, so können im nächsten Zug die Betriebszeiten des Automowers im Menü eingestellt werden. Der Automower bietet an der Stelle pro Tag zwei unterschiedliche Betriebszeiten an. Diese können pro Wochentag unterschiedlich programmiert werden, so dass z.B. Mähzeiten von 07:00 bis 09:00 Uhr und von 20:00 bis 22:00 Uhr möglich sind.
In unserem Fall werden wir aber bevorzugt werktags in der Zeit von 10:00 bis 14:00 Uhr mähen lassen. Laut tewaga-Techniker sind wohl vier Stunden Mähzeit pro Tag bei unserer Größe ausreichend. Aktuell sind fünf von sieben Tage als aktiv markiert, so dass an zwei Tagen Mähpause herrscht.
Der Automower besitzt wohl auch Sensoren mit denen er die Kraft zum Halme schneiden messen kann. Benötigt er dazu weniger Energie, so fährt er früher in die Ladestation, da es in diesem Fall vermutlich nichts mehr zum mähen gibt.
Aktuell haben wir den Automower gestern Abend noch zwei Stunden und heute vier Stunden laufen lassen.
Das Ergebnis ist aktuell noch etwas gemischt. Der Großteil des Rasens hat mittlerweile eine Höhe. Lediglich manche Punkte scheint er bisher überfahren zu haben.

20160507_18345020160507_183453

Leider wurde der Automower ohne Autmower-Connect geliefert, so dass der Mäher nicht gesondert überwacht werden kann. Laut Techniker sind die Nachrüstsätze für ca. 260,00 Euro inkl. Einbau zu bekommen. An der Stelle muss ich mich noch ein bisschen einlesen, was der Einsatz der App und die erweiterten Überwachungsfunktionen so bringen werden. Eine „offizielle“ Einbindung in unsere OpenHAB-Heimautomatisierung ist wohl bisher leider nicht angedacht.

Unser Fazit bisher:

Der Husqvarna Automower 420 macht bisher einen sehr guten und vor allem robusten Eindruck. Der Mäheindruck und auch das Fahrerlebnis des Automowers sind ebenfalls sehr positiv. Der Automower fährt nicht, wie viele Geräte der Konkurrenz, planlos vor und zurück, wenn es nicht mehr weiter geht, sondern manövriert sehr souverän aus bisher jedem unserer Winkel im Garten heraus.
Einziger Wermutstropfen? Wir können nicht den ganzen Garten mähen lassen. Ein winzig kleiner, 50 cm und zwei Meter langer Streifen zwischen Sandkasten und Terrasse ist wohl nicht mähbar, da ansonsten die Gefahr besteht, dass der Automower die Kante überfährt und die 10 cm auf die Terrasse fällt. Dieses Problem werden wir aber spätestens in den nächsten Wochen mit dem Abbau des Sandkastens lösen.
Ein Video mit den Impressionen des Aufbaus werden wir die nächsten Tage noch auf Youtube hoch laden.

 

Husqvarna Automower – Die Details

In Kürze geht es los. Laut dem Willkommensschreiben wird sich die nächsten Tage ein Kollege, des von Husqvarna beauftragen Fachhändlers, per Telefon bei uns melden und einen Termin für die Installation des Automowers ausmachen.

2016-04-27 21.52.22

Da sich unser Garten die letzten drei Jahre prächtig entwickelt hat und mit dem ganzen Kinderspielzeug eine interessante Herausforderung für den Automower darstellt, werde ich die nächsten Wochen die von Husqvarna geforderten Videos bei Youtube online stellen und hier verlinken.
Ich bin echt gespannt, wie der Automower die ganzen Winkel und schmalen Stücke meistert. Vom Mähergebniss des Bosch Roborters unserer Nachbarn bin ich nicht ganz überzeugt. Da bleibt immer sehr viel am Rand stehen. Vielleicht wurde da aber auch nur ein bisschen beim verlegen des Drahts geschlampert.

20160427_170923 20160427_170952 20160427_170940 20160427_171002

Eine zusätliche Herausforderung wird sicher das demnächst in Betrieb gehende Planschbecken darstellen. Da dies nicht durch einen Fahrdraht ausgegrenzt werden kann, muss es der Mäher selbst erkennen. Da der Aufstellort des Planschbeckens jede Woche variiert, kann es da durchaus zu lustigen Situationen kommen. Auch wenn Gardena und Husqvarna für ihre Mäher unbedingt empfehlen die Rasenfläche zu räumen, muss er mit so etwas, genauso wie einem vergessenen Bobbycar, etc., klar kommen.

Husqvarna Automower

Wir sind als Automower-Test ausgewählt worden. Das bedeutet, dass demnächst einer dieser fast unbezahlbaren Männnerträume bei uns einzieht und sich um den Rasen kümmern wird. Vorerst befristet bis Ende September, denn Bedingung für den dauerhaften Einzug sind zehn selbstgedrehte Videos über den Husqvarna Automower in dieser Zeit. Leider ist die Erwartungshaltung von Husqvarna über die Art der Videos noch nicht so ganz veröffentlicht worden. Man(n) wird sehen …

Screenshot 2016-04-23 at 21.34.36

Smarthome-Update

Über das Thema „Smarthome“ muss ich demnächst mal einen längeren Beitrag verfassen und hier posten. Kurz gesagt, im letzten Jahr hat sich an der Stelle sehr viel bei uns im Haus getan. Angefangen hat es ja damals, abgesehen von der RWE-Smarthome-Lösung die nicht wirklich SMART ist, mit ein paar 1-Wire-Sensoren und FHEM.

Mittlerweile ist die Migration nach openHAB beendet und alle möglichen Sensoren, Aktoren, usw. sind miteinander über openHAB und die entsprechenden Bindings vernetzt und verbunden.

Aktuell, und weil ich danach gefragt worden bin, möchte ich an der Stelle mal unsere Anwesenheitserkennung auf Basis von openHAB vorstellen.
Das Projekt selbst, ist hier zu finden: https://github.com/jschanz/openhab-presence

Vorab sei vielleicht folgendes noch gesagt. Ich habe bei der Recherche zum Thema Anwesenheitsprüfung mit openHAB oder presence detection mit openHAB unzählige Anleitungen, Vorschläge, etc gefunden. Leider hat keine der vorgeschlagenen Lösungen bei mir fehlerfrei funktioniert. Von daher habe ich mir die Mühe gemacht und auf Basis von unseren Anforderungen eine Lösung gebastelt.
Die vorgestellte Lösung nutzt das networkhealth-binding von openHAB. Es werden keine gesonderten Hacks für Fritz!Box, TP-Link, Netgear, etc. verwendet. Alles basiert auf ICMP, wenn openHAB mit Root-Rechten läuft. Wenn nicht, wird ein TCP-Connect auf Port 7 durchgeführt. Das führt manchmal zu manch seltsamem Verhalten, da nicht jeder Netzwerkstack dies so implemetiert.

In diesem Beispiel werden zwei Mobiltelefone (Dave und Alice) erstellt. IP-Adressen bitte entsprechend anpassen. Die Datei hier kommt als presence.items in das configuration/items/-Verzeichnis.

Im nächsten Schritt werden die erstellten Items in der Sitemap sichtbar gemacht. Dazu entweder eine eigene presence.sitemap anlegen oder den Code entsprechend in die eigene Sitemap einbauen.

Wenn nach dem automatischen Reload der openHAB-Konfiguration (Logfile anschauen) alles funktioniert hat, kann der erste Test beginnen. Dazu einfach das WLAN an einem der Mobiltelefone deaktivieren und im events.log den Statuswechsel überprüfen. Der Schalter auf der Sitemap sollte danach ebenfalls den Status wechseln.

Komplizierter und mit etwas Logik versehen ist die dazugehörige Regel. Dieses Rule-Set steuert die Anwesenheit. Dazu werden pro Person zwei Schalter verwendet. Dies stellt sicher, dass es zu keinem „Flapping“ kommt, wenn das Mobiltelefon kurzzeitig die Verbindung zum WLAN verliert. Ist das Mobiltelefon länger als 5 Minuten abwesend, wird der Abwesenheitsstatus der Person auf OFF gesetzt. An der Stelle kann auch mit kürzeren Werten experimentiert werden, 5 Minuten sollten aber auf jeden Fall sicher sein.

Diese Art der Regel ist etwas aufwändig, da sich der Code an vielen Stellen wiederholt und für jede neue Person ein weiteres Mal dupliziert werden muss. Leider ist es mir nicht gelungen in openHAB dies auf eine bessere Version zu lösen. Ob es wirklich nur an mir lag, mag ich nicht ganz ausschließen. Allerdings verhält sich auch openHAB an vielen Stelle nicht ganz konsistent. So hat bei mir z.B. die vorgeschlagene Variante mit „changed from OFF to ON“ nicht zuverlässig funktioniert, da das Item stellenweise im Status undefiniert war, obwohl eine Sekunde zuvor der Wechsel von ON auf OFF problemlos funktioniert hat.

Dank der passenden Android-App, lässt sich der Status ebenfalls überprüfen.

Screenshot_2016-01-11-22-38-36

Wa lässt sich nun damit machen? Ein paar Beispiele, welche wir realisiert haben, möchte ich kurz zeigen:

  • Coming-Home-Funktion: Licht in der Einfahrt, Diele und Küche einschalten, wenn jemand nach Hause kommt (Telefon bucht sich ins WLAN ein).
  • Lüftungsanlage auf Stufe 1 stellen, wenn niemand Zuhause ist und die Luftfeuchtigkeit in Ordnung ist. Kommt jemand nach Hause, wird die Lüftungsanlage wieder auf Stufe 2 gestellt.
  • Diverse Geräte (Fernseh, Receiver, Radios, etc.) ausschalten, wenn niemand Zuhause ist.
  • Rolläden automatisch hochfahren, wenn morgens der letzte das Haus verlässt.
  • Licht in der Diele ausschalten, wenn ein Gerät die Verbindung zum WLAN verliert.

Comfoair 350 im Smarthome mit FHEM

In einem früheren Blogbeitrag habe ich mich ja etwas darüber ausgelassen, dass es mit der technischen Integration unserer Lüftungsanlage ins Haus nicht ganz so ausschaut, wie man sich das im Jahr 2015 wünschen würde. Das Hauptproblem der Anlage ist allerdings eigentlich weniger technischer Natur, sondern eher so eine bauliche Geschichte.
Die von FischerHaus verbaute Zehnder Comfoair 350 ist quasi das Basis-Modell der 350er-Reihe. Einziges Plus an Ausstattung, und dafür sind wir auch sehr dankbar, ist ein Vorheizregister. Fehlt dasVorheizregister, schaltet die Anlage im Winter bei frostigen Außentemperaturen auch gerne mal ab und begibt sich zum auftauen in den Ruhemodus. Die Wirkungsweise habe ich aber schon in irgendeinem anderen Blogeintrag genauer beschrieben.
Jetzt ist es halt so, dass bei der Basis-Ausstattung auch nicht wirklich viel mit programmieren der Anlage ist. Zur Bedienung wird ein simpler 3-Stufen-Schalter mitgeliefert, mit welchem man die Stufen niedrig, mittel und hoch schalten kann. Zusätzlich geht natürlich auch die Stellung AUS.
An und für sich kein wirkliches Problem, wenn man a) vom Schalter weiß und b) bei der Montage des Schalter anwesend ist. Ansonsten kann es passieren, dass sich der Schalter wie bei uns im hintersten Eck im Keller im Technikraum befindet und die Anlage sich für immer und ewig in der Standardeinstellung „mittel“ befindet, da sich niemand die Mühe macht und nach dem duschen/baden oder kochen in den Keller läuft und kurzzeitig eine Power-Lüftung durchführt.
Zehnder bietet zwar mit der ComfoSense 67, RF-Funkbedienung und dem Flaggschiff Luxe Comfoair 350 ein Lösung für eine Remote-Steuerung, allerdings zum einen unbezahlbar teuer, zum anderen eben kabelgebunden und damit auch wieder nachträglich nicht oder nur schwer realisierbar.

Glücklicherweise gibt es genügend findige Menschen die sich gerne das Leben einfacher machen, die Technik auseinander nehmen und eine Lösung suchen, finden und vor allem auch umsetzen.
Eine dieser Lösungen auf Basis von FHEM habe ich zwischenzeitlich erfolgreich umgesetzt. Wer möchte, kann die Anbindung auch über openHAB realisieren.
Für beide Smarthome-Lösungen gibt es ein Modul, welches die Ansteuerung der Comfoair 350 übernehmen kann.

Die Ausgangslage bei der Comfoair 350 von FischerHaus ist auf den zweiten Blick doch nicht ganz so schlecht. Aufgrund dessen, dass keine zusätzliche Steuerung verbaut ist, muss bei der Implementierung nicht auch noch zusätzlich Rücksicht auf diese genommen werden. Die Steuerung über die vorhandene RS-232-Schnittstelle ist auf ein Gerät begrenzt.

Realisieren kann dieses Projekt jeder, der ein bisschen Ahnung von Technik hat, einen Lötkolben besitzt und etwas Bastelgeschick mitbringt.


Zuerst wird eine funktionsfähige FHEM-Installation benötigt. Diese setze ich an der Stelle einfach mal voraus. Installationsanleitungen, gerade in Verbindung mit einem Raspberry Pi, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer.

Für die Kommunikation der Comfoair 350 mit FHEM ist eine ziemlich wilde Kabel-Kombination notwendig. An der Anlage liegt die RS-232-Schnittstelle in Form einer RJ45-Buchse vor. Diese findet man, wenn man an der Anlage die Frontplatte abnimmt.

20150926_130811

Die RJ45-Buchse sitzt ganz rechts auf der Platine (über der blau-schwarzen-Lüsterklemmen-Kombination).

20150926_130848

Hier mit bereits eingestecktem Netzwerkkabel.
Die Schnittstelle hat folgende Beschaltung, welche über ein Cat5-Kabel mit RJ45-Stecker auf einen SubD9-Stecker auf USB geführt wird. Alles klar? 🙂

Bildschirmfoto vom 2015-10-06 22:53:20

Quelle: http://www.see-solutions.de/sonstiges/Protokollbeschreibung_ComfoAir.pdf

Damit das ganze funktioniert, muss ausgehend vom RJ45-Stecker die Ader 2 (grün),3 (orange-weiß) und 8 (braun) auf einen SubD9-Stecker geführt werden.
Bei der Verschaltung muss RX mit TX gekreuzt werden. Bei mir sieht das aktuell so aus:

RJ45                             SubD9
2 (grün) – RX                 3 (orange) – TX
3 (orange-weiß) – TX    2 (rot) – RX
8 (braun) – GND            5 (grün) – GND

Anschließend wird der SubD9-Stecker auf einen USB-Adapter gesteckt und mit dem FHEM-Server verbunden. Der USB-Adapter sollte sich anschließend als /dev/ttyUSB0 melden.

usbcore: registered new interface driver usbserial
USB Serial support registered for generic
usbcore: registered new interface driver usbserial_generic
usbserial: USB Serial Driver core
USB Serial support registered for FTDI USB Serial Device
ftdi_sio 5-1:1.0: FTDI USB Serial Device converter detected
usb 5-1: Detected FT232RL
usb 5-1: Number of endpoints 2
usb 5-1: Endpoint 1 MaxPacketSize 64
usb 5-1: Endpoint 2 MaxPacketSize 64
usb 5-1: Setting MaxPacketSize 64
usb 5-1: FTDI USB Serial Device converter now attached to ttyUSB0

Im FHEM-Server kann dann das Device hinzugefügt werden. Wichtig ist an dieser Stelle der Wiki-Eintrag zum Comfoair-Modul: http://www.fhemwiki.de/wiki/ComfoAir

Folgende Definition muss in die fhem.cfg

#####################################################################
# Comfoair350
#####################################################################
define ComfoAir350 ComfoAir /dev/ttyUSB0@9600 60
attr ComfoAir350 icon vent_ventilation_control
attr ComfoAir350 poll-Betriebsstunden 1
attr ComfoAir350 poll-Sensordaten 1
attr ComfoAir350 poll-Status-Vorheizung 1
attr ComfoAir350 poll-Ventilation-Levels 1
attr ComfoAir350 poll-Ventilation-Status 1
attr ComfoAir350 room KG - Technikraum
attr ComfoAir350 stateFormat <table><tr><td>Lüftungsstufe</td><td>Stufe</td></tr><tr><td>Filter</td><td>Betriebsstunden_Filter</td></tr><tr><td>Temperatur Abluft</td><td>Temp_Abluft °C</td></tr><tr><td>Temperatur Zuluft</td><td>Temp_Zuluft °C</td></tr><tr><td>Temperatur Fortluft</td><td>Temp_Fortluft °C</td></tr><tr><td>Temperatur Aussen</td><td>Temp_Aussen °C</td></tr><td>Lüfter Abluft</td><td>UPM_Abluft rpm</td></tr><td>Lüfter Zuluft</td><td>UPM_Zuluft rpm</td></tr></table>
define FileLog_Lueftung FileLog ./log/Lueftung-%Y.log ComfoAir350

Nach dem speichern hat man die Anlage bereits eingebunden und sollte auf der FHEM-Weboberfläche die ersten Statusmeldungen sehen.

Bildschirmfoto vom 2015-10-06 23:09:55

Hat dies alles funktioniert, kann man sich nun an die Steuerung der Anlage machen.
Dazu ist es aber notwendig, dass die Lüfterstufe am 3-Stufen-Schalter fest auf die Position 1 eingestellt wird und bleibt. Ansonsten haben die Steuerbefehle keine Auswirkung, da anhand der zusätzlichen Phasen des 3-Stufen-Schalters eine elektronische Übersteuerung stattfinden. Wer möchte, kann sich dazu von der Zehnder-Homepage die Schaltpläne der Anlage ziehen.

Aktuell habe ich unser FHEM um folgende Funktionen erweitert.

# day
define ComfoAir350Day at *{sunrise(0,"06:00","10:00")} set ComfoAir350 Stufe mittel
attr ComfoAir350Day icon status_automatic
attr ComfoAir350Day room KG - Technikraum

Dies schaltet die Comfoair morgens pünktlich zum Sonnenaufgang (nicht vor 06:00 Uhr und nicht nach 10:00 Uhr) auf Stufe mittel. Zu diesem Zeitpunkt produziert unsere PV-Anlage bereits Strom und kann die Versorgung der Comfoair übernehmen.

Abends dann ab 22:00 Uhr schaltet die Anlage dann wieder zurück in den „Energiesparmodus“, also Stufe niedrig.

# night
define ComfoAir350Night at *22:00:00 set ComfoAir350 Stufe niedrig
attr ComfoAir350Night icon status_night
attr ComfoAir350Night room KG - Technikraum

Geplant ist, die Comfoair auch in Abhängigkeit der Luftfeuchtigkeit der Raumthermostate zu steuern. Zum Beispiel könnte die Anlage automatisch auf Stufe hoch schalten, wenn die Luftfeuchtigkeit im Bad oder in einem anderen Raum dauerhaft einen bestimmten Wert überschreitet.
Ein weiteres Szenario wäre die Koppelung an die Anwesenheit. FHEM bietet an dieser Stelle das Presence-Modul. Damit das reibungslos funktioniert, ist noch ein bisschen Hirnschmalz notwendig. Schließlich muss ja ausgeschlossen werden, dass sich die Profile gegenseitig beeinflussen.

Renovierungsarbeiten und andere Dinge

„Nach der Hausübergaben beginnen die Renovierungsarbeiten“, so sagte man uns beim Einzug ins neue Heim.

Ganz so schlimm ist es glücklicherweise nicht geworden, trotzdem enthält die Aussage doch ein kleines Fünkchen Wahrheit. So hatten damals die Maler im Haus gerade ihre Farbrolle ausgewaschen, als der erste Fußball gegen die frisch gestrichene weiße Wand knallte und eine, nun ja, markante und auch auffällige Stelle hinterließ, welche es gleich wieder zu beseitigen galt.

Abgesehen davon blieb uns der „große“ angekündigte Renovierungsaufwand bisher erspart. Lediglich einige der turnusmäßigen normalen Wartungsarbeiten, wie z.B. das Nachstreichen des Carports oder anderer Holzelemente im Garten halten uns auf Trab.
Zu einem dieser Dinge, welches doch recht intensive Aufmerksamkeit benötigt, ist unsere Terrasse. Wir haben uns ja für einen Belag aus Douglasiendielen entschieden. Jetzt ist es aber nun mal so, dass Douglasie, im Gegensatz zu gewissen fragwürdigen Tropenhölzern, nicht unendlich haltbar ist und quasi nach Pflege schreit. Gut, man darf auch nicht vergessen, dass die Witterung in Deutschland ziemlich grenzwertig ist. Temperaturunterschiede von 60 Grad zwischen Sommer und Winter (-20 Grad bis + 40 Grad) sind keine Seltenheit, auch wenn die letzten Winter etwas milder waren. Kommt noch die Sonneneinstrahlung im Sommer dazu, erhitzt sich das Material deutlich über 40 Grad Celsius.
Dies bedeutet nun für uns, dass wir jedes Jahr mindestens einmal, besser zweimal die Terrassen mit einem Douglasienöl streichen müssen. Leider scheint es so, dass das Öl mit Gold gleichgesetzt ist und ungefähr auch dessen Kurs beim Einkauf verfolgt. Für die kleine Terrasse benötigen wir ca. 3 Liter, für die große Terrasse ca. 5 Liter. Entschieden haben wir uns, wie bereits beschrieben, für das Douglasien-Öl von Bondex.
In Ulm, um Ulm und um Ulm herum, haben wir grob gesagt 3 Baumarktketten, bei welchen man den täglichen Heimwerker-Bedarf decken kann. Zum einen die zwei üblichen Verdächtigen, Hornbach und Bauhaus, sowie einen eher unbekannten, welcher in Ulm-Lehr die Nachfolge von Max Bahr angetreten hat, den Schünke Baumarkt.
Alle drei haben sicherlich ihre unschätzbaren Vorteile. So besuchen wir das Bauhaus hauptsächlich um Pflanzen und Co. zu kaufen, Hornbach steht bei Baubedarf (Steine, Beton, etc.) ganz oben auf der Liste und am Schünke Baumarkt schätzen wir nicht nur die kurze Distanz, sondern auch das freundliche und hilfsbereite Personal, sowie das doch ein Stück weit im „Profi“-Segment angesiedelte Sortiment.
Eine Schwachstelle haben jedoch alle drei! Der Liter des Bondex-Douglasien-Öls liegt bei allen dreien deutlich über 13 Euro. Das bedeutet für uns, dass wir für die benötigte Menge an Öl, jedes Mal beinahe 100 Euro bezahlen müssten. Hochgerechnet auf 10 Jahre wäre es damit vermutlich günstiger die Terrasse vergammeln zu lassen und neu zu machen.
Glücklicherweise gibt es aber in #Neuland einige Alternativen. So haben sich in den letzten Jahren auch einige sogenannte Online-Baumärkte etabliert, welche stellenweise ein ausgezeichnetes Sortiment haben und bei denen man durchaus Schnäppchen machen kann. Vor allem bieten diese Baumärkte den Vorteil, dass unter Umständen, Rabatte an den Endkunden weitergegeben werden.
So haben wir z.B. jetzt bei ONLINEBAUFUCHS.de eine Möglichkeit gefunden, das Douglasien-Öl ziemlich günstig zu beziehen. Dort gibt es aktuell Aktions-Eimer mit 20% mehr Inhalt, so dass ein Literpreis von 7,50 Euro herauskommt. Bestellt man nun ein paar Eimer auf einmal, fallen auch Porto und Verpackungskosten nicht merklich ins Gewicht.

Ähnlich ging es uns auch am Anfang des Jahres, als wir unser Carport vollends wind- und wetterfest gemacht haben. Letztes Jahr im Herbst haben wir ja noch mit einem Flammgerät die oberste Schicht der Bitumenbahnen aufgebracht und fest verschweißt. Leider hat uns dann das Wetter bei den Blecharbeiten etwas im Stich gelassen, so dass wir mit einer provisorischen Abdeckung zwischen Haus und Carport in den Winter gehen mussten. Dies haben wir im Frühjahr dann ziemlich zügig korrigiert. Auch an dieser Stelle ist uns aufgefallen, dass die Preise für Abdichtungsmaterial im lokalen Baumarkt deutlich über denen im Internet liegen. Dieses Manko wiegt umso mehr, als dass wir nicht nur 1-2 Meter benötigen, sondern mehrere Rollen und Dosen für mehrere Meter Carport. Schlußendlich sind wir auf die Firma Hellweg mit ihrem Profi-Baumarkt aufmerksam geworden und haben uns dort mit dem notwendigen Dichtmaterial eingedeckt. Zum einen haben wir sicherheitshalber nochmals alle Stöße zu den Blechteilen und auch zur Hauswand mit einem Bitumenband der Firma MEM abgedichtet, zum anderen haben wir das an der Hauswand angeschraubte Blech mit MEM Gum-Dicht hinterfüttert und auch oberhalb den Spalt sauber geschlossen. Da das Blech nachträglich montiert wurde und nicht in den Putz eingebettet ist, muss an dieser Stelle für eine saubere Abdichtung gesorgt werden. Leider ist das verarbeiten des MEM Gum-Dicht eine riesige Sauerei, so dass wir von einer hübschen Fugenkante, wie z.B. im Bad, meilenweit Abstand genommen haben. Das Zeug klebt für ewig an Klamotten und Fingern 🙂

20150505_201058

Restarbeiten 1 von 2

Gerade ist mir aufgefallen, dass der vorherige Artikel nicht wie geplant von WordPress veröffenticht worden ist und die dort angekündigte Arbeit eigentlich schon seit geraumer Zeit erledigt ist.
Das Ergebniss muss ich an der Stelle jetzt nachreichen.

Die guten Sachen hebt man sich bekanntlicherweise immer für den Schluß auf. In unserem Fall war das so ähnlich. Priorität in der Außengestaltung hatte im letzten Jahr Rasen, Sandkasten und Terrasse. Ungefähr in dieser Reihenfolge.
Nachdem letztes Jahr Anfang November ziemlich früh der Winter kam, haben wir uns entschlossen noch ein weiteres halbes Jahr mit einer provisorischen Einfahrt zu leben und die Pflasterarbeiten auf das Frühjar zu verschieben. Schlußendlich haben wir uns aber doch noch durchgerungen und zumindest den Stellplatz vor dem Haus mit Rasengittersteinen verlegt. Die sind groß, unkompliziert und lassen sich leicht verlegen. Da in Ulm die versiegelte Fläche mit Einleitung in den Kanal oder auf die Straße mit ca. 60 Cent pro m² veranschlagt wird, war die Wahl für solche Steine nicht wirklich schwer.

Anfang April fiel dann der Entschluß, die restliche Einfahrt zu komplettieren. Dazu mussten noch ein paar Randsteine gesetzt und die Einfahrt eben gezogen werden.

20150418_165253

 

 

Das Pflaster selbst war dann eigentlich ruck-zuck eingebaut. Als Unterbau haben wir weitere 4 Anhänger (2 Tonnen) Split verbaut. Es ist Wahnsinn, welche Mengen auf Fläche verbaut werden können 🙂IMG-20150425-WA0004 IMG-20150425-WA0003 IMG_20150424_174546

Wer genau hinsieht, kann erkennen, dass wir uns einen kleinen Fehler eingebaut haben, welchen wir am nächsten morgen noch korrigieren mussten. Glücklicherweise war dies aber der einzige Fauxpas, welchen wir uns geleistet haben.
Den Split haben wir über drei Dachlatten aus dem Baumarkt abgezogen. Das hat mit etwas Nachhilfe ziemlich gut und passabel funktioniert. IMG_20150424_170335

 

Höchst herausfordernd war der Revisionsschacht in der Einfahrt. Dieser wird vom Tiefbauer waagerecht und im Wasser verbaut. Dumm, dass die Einfahrt ein kleines Gefälle vorweist. Entweder macht man es sich in diesem Fall leicht und pflastert die ganze Sache etwas schräg und wild an, so dass man eine Art Stufe bekommt oder man geht den aufwendigen Weg und „schrägt“ den Schachtdecke dem Gefälle nach ab. Da letzteres die deutlich schickere Variante ist, haben wir uns für diese entschieden.

 

IMG_20150627_134223 IMG_20150627_134214Schlußendlich und zu nahezu guter Letzt haben wir jetzt auch eine „richtige“ Hausnummer. Und nein, die Nummer ist nicht schief. Die Buchstaben sind handgegossen aus Beton und etwas ungleichmäßig 🙂IMG_20150627_142245

 

 

Arbeit

Seit gestern (22.04.) steht wieder Arbeit vor dem Haus. Genauer gesagt sind endlich unsere Pflastersteine für die Hofeinfahrt eingetroffen. Damit können wir endlich Projekt 1 der zwei für dieses Jahr geplanten Projekte in Angriff nehmen.

20150422_161209

Zwischendurch bleibt mittlerweile auch noch Zeit für gewisse Spielereien im Bereich Smarthome. Aktueller Neuzugang ist ein Raspberry Pi 2 mit Hutschienengehäuse (http://www.pollin.de/shop/dt/ODc1NzkyOTk-/Bausaetze_Module/Entwicklerboards/Raspberry_Pi_2_Hutschienen_Set.html) und Display für die Montage im Zählerschrank.

20150422_210830

 

Warum der Artikel nicht von WordPress wie geplant bereits im April veröffentlich wurde, entzieht sich bisher meiner Kenntniss. Besser spät als nie, zumal es zwischenzeitlich ja schon jede Menge neues zu berichten gibt. Dazu mehr aber im nächsten Artikel.

Was vom Winter übrig blieb …

Notiz für die nächsten Winter:

Regelmäßig die Luftansaugung der Lüftungsanlage kontrollieren. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt besteht die Gefahr, dass das Einlassgitter der Comfoair an der Fassade außen vereist. Und zwar so vereist, dass sich das Gitter komplett zusetzt.
Leider bringt an der Stelle auch der Vorerwärmer für die Außenluft nichts, da dieser in der Anlage und nicht außen am Gitter sitzt.

20150214_083707

Dass das Heizregister tut, was es soll, konnte man dieses Jahr eindrucksvoll sehen.

chart

Bei Temperaturen um die -10°C sprang die „Heizung“ regelmäßig an und sorgte für 2-3 kWh „Mehrverbrauch“ an Strom am Tag.

Schlußendlich hatten wir auch kurzzeitg noch hübsche Eisblumen an einer Scheibe. Diese war wohl, so hat es sich herausgestellt, zwischen den beiden äußeren Scheiben undicht.20150204_065101

20141229_232448

Und zu guter Letzt fängt so langsam die Zeit an, wo man alles so ganz ohne schlechtes (naja, beinahe) Gewissen genießen kann.

20141231_220742_001-MOTION

Weihnachtszeit …

Wie schnell es mitunter gehen kann, haben wir heute morgen erlebt. Heilig Abend haben wir noch bei angenehmen 6 Grad und strahlendem Sonnenschein verbracht. Die ersten Blüten an den Bäumen waren bereits zu sehen und alles deutete darauf hin, dass der Winter wohl dieses Jahr auch wieder ausfallen würde.20141224_141529Weit gefehlt … Heute morgen war die weiße Pracht dann da und in der Ferne kündigen sich Temperaturen von -15 °C bis -10 °C an.20141226_093014 20141226_093045 20141226_093139Nachdem wir im ersten Jahr im Haus noch etwas unsicher waren, was den Wärmeverlust betrift, haben wir vorsorglich Ende September, wie von vielen Seiten vorgeschlagen, die Heizung eingeschalten und die Raumthermostate auf ca. 20°C eingestellt. Von unserer alten Wohnung her kannte ich das Problem, dass ab ca. 22:00 Uhr die Heizköper nicht mehr richtig warm wurden und Heißwasser nur noch begrenzt zur Verfügung stand. Dies war besonders ärgerlich für Bewohner, welche erst Abends gegen 20:00 oder 21:00 Uhr nach Hause kamen. Was gab es da Diskussionen um das Thema Nachtabsenkung. Mit diesen Diskussionen haben wir die Heizungsgrundeinstellung der Stadtwerke an der Fernwärmestation mehr oder weniger unverändert übernommen. Mit diesen Einstellungen läuft die Heizung in der Zeit von 04:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Laut dem Monteur völlig ausreichend, da die Fußbodenheizung die Wärme noch eine gewisse Zeit speichert, bzw. morgens Zeit zum aufheizen benötigt.

Nachdem dann letzes Jahr die restlichen Baustellen erledigt waren, der Winter kam und dadurch etwas Zeit zur Verfügung stand, habe ich mich einmal ein bisschen in das Thema eingelesen. Leider macht einen selbst das alles nicht wirklich schlauer, da an dieser Stelle viele unterschiedliche „Experten“-Meinungen aufeinander prallen und jeder von anderen Grundsätzen und Anforderungen ausgeht.
Aktuell benötigen wir, abhängig von ein paar Faktoren (Außentemperatur, Dusche oder Badewanne, etc.) zwischen 200 und 300 kWh Wärme pro Monat zur Wasseraufbereitung. Ob viel oder wenig, keine Ahnung. Das ist auf jeden Fall der Wert, auf den es sich, in unserem 4 -Personen-Haushalt, die letzten 12 Monate eingependelt hat und wir nutzen Dusche und Badewanne regelmäßig, stellenweise auch mehrmals am Tag :-). Der Rest davon fließt in die Heizung.
Wie geschrieben, haben wir uns im letzten Jahr auf die vorgeschlagenen Heizungseinstellungen verlassen und haben mit dem Kaminofen lediglich zugeheizt. Am Abrechnungsende standen dann ca. 8000 kWh Wärme (Heizung und Warmwasser) auf dem Zähler. Umgerechnet auf unsere beheizte Wohnfläche von 220 m² ergibt das einen Wert von ca. 36 kWh pro m² Wohnfläche. Im Energieausweis wurde ein Wert von 31 kWh pro m² errechnet. Ob es sich an der Stelle nur um den Wert der Heizung oder auch um das Warmwasser handelt, hat sich mir leider noch nicht erschlossen.
Umgerechnet auf Warmwasser un Heizung kommen ich ungefährt auf folgende Werte:

Warmwasser: ca. 250 kWh * 12 Monate = 3000 kWh
Heizung: 8000 kWh – 3000 kWh = 5000 kWh

Wir haben als ca. 22 kWh Wärme pro m² Wohnfläche für die/als Heizungs(unterstützung) benötigt. Ohne Kaminofen war dieser Aufwand ausreichend, das Haus auf einem Temperaturniveau von ca. 19 – 21 °C zu halten.
Somit sind die versprochenen Werte voll erfüllt worden.

Jetzt ist es halt so, dass 19 bis 21°C stellenweise einfach zu kalt sind, oder es halt eben einfach so ist, dass man es gerne wämer haben möchte, weil man es jetzt endlich kann. Gleichzeitig möchte man mit diesem Wunsch aber nur ungern die Stadtwerke über die, doch sehr teueren, Energiepreise subventionieren und sanieren.
Aus diesem Grund haben wir uns dieses Jahr eine andere Strategie ausgedacht. Wir schalten die Heizung zwar ein, lassen aber die Heizungsthermostate der Fußbodenheizung vorerst mal aus und nutzen einfach unseren Kaminofen mehr.
Dafür haben wir uns im November 1 1/2 RM Holz geholt und nutzen dies momentan als einzige Wärmequelle in unserem Haus (mit Ausnahme der FBH im Bad natürlich – diese MUSS sein).
Aufgrund unserer offenen Wohnsituation heizt die Wärme nicht nur die große Wohnküche, sondern zieht auch über die Treppe ins Obergeschoss hinauf und wärmt dort alle Räume. Wie toll das funktioniert, wird anhand dieser Grafiken deutlich.

render

Aktuell, und das ist wohl auch dem milden Dezember geschuldet, benötigen wir ca. 1/2 RM Holz pro Monat und erreichen damit angenehme Temperaturen im ganzen Haus. Gut, der Keller bildet an dieser Stelle natürlich eine Ausnahme. Hier sinken aktuell die Temperaturen ohne Heizung bis auf 18 °C ab.
Wie das ganze weiter funktioniert, wird sich in spätestens 3 bis 4 Tagen herausstellen, wenn die angekündigten -15 °C bei uns eintreffen werden.

Unschön ist, dass wir eine undichte Stelle am Fensterrahmen gefunden haben. Aufgrund der Größe unserer Hebe-Schiebe-Tür besteht der Fensterrahmen auf der Unterseite wohl aus 2 Abdeck-Teilen. Am Spalt kann man mit der Hand einen merklichen und kühlen Luftzug feststellen, welcher sich bei entsprechendem Außenwind verstäkrt. An dieser Stelle muss sich auf jeden Fall nochmal jemand etwas überlegen. Evtl. ist an dieser Stelle auch nur eine Dichtung oder ähnliches verloren gegangen. Die entsprechende Anfrage haben wir auf jeden Fall schon an FischerHaus gestellt und hoffen spätestens nach den Weihnachtsfeiertagen auf eine Antwort und baldige Behebung.

20141212_131335

 

In diesem Sinne wünschen wir allen Leseren noch frohe Weihnachten und viel Erfolg bei den eigenen Projekten im Jahr 2015.

20141226_152747