Wir haben ein Haus …

… Zumindest mal als Steckbausatz.
Letzte Woche hat uns Herr Nanka angerufen und mitgeteilt, dass Donnerstag und am Dienstag nach Ostern unser Haus in Produktion gehen wird. Da wir vor einiger Zeit bereits den Wunsch geäußert hatten, dass wir dann gerne nochmal einen Besuch machen wollen, folgte auch gleich noch die Einladung für Karfreitag zu einer Besichtigung bei FischerHaus. Diese Einladung haben wir sehr gerne angenommen, da die bisherigen Besichtigungen irgendwie zwar immer spannend, aber doch nicht ganz so interessant waren, wie es bei den eigenen Hausteilen ist.

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Leider stapeln sich, aufgrund des langen Winters, bei der Firma FischerHaus gerade die Häuser, so dass wir leider nicht allzu viel sehen konnten. Die Teile für unser Haus liegen aber schon bereit, bzw. sind von der Abbundanlage schon bearbeitet und markiert worden.

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Beeindruckend, wieviele Einzelteile dafür doch notwendig sind, und dass die vielen Teile anschließend ein großes Ganzes ergeben. Auch wenn wir leider noch keine kompletten Wände gesehen haben, war es doch ein beruhigendes Gefühl, dass es nun endlich los geht.

Nachdem wir nochmals im Toskana-Haus, dieses Mal mit Kindern,  übernachten durften, haben wir Samstag auch gleich noch das Thema Fliesen erschlagen. Zwar noch nicht inklusive Auftrag, aber zumindest farbtechnisch haben wir jetzt eine gute Kombination heraus gesucht.

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Auf dem Boden liegt die Laminatdiele, welche auch in der Diele im OG verlegt wird. An der Wand hinten die Bodenfliesen fürs Bad und Dusch/WC im EG. Davor die zukünftige Wandfliese. Da ich kein Fan von allzu vielen unterschiedlichen Bodenbelägen bin, hat es jetzt doch noch ein bisschen gedauert bis wir eine passende Kombination aus Laminat und Fliesen gefunden haben.

Passend zu allem vorherigen haben wir ab nächste Woche Mittwoch auch endlich ein „Loch“ für den geplanten Keller. Nachdem der lange Winter (Vorzeichen Fehler bei der Prognose zur Klimaerwärmung?) nun doch irgendwie und endlich zu Ende geht, muss es nun endlich losgehen, da es sonst zu Problemen mit dem versprochenen Einzugstermin Mitte Juli kommt.
Donnerstag stand dann auch ganz im Zeichen der vielen Telefonate zum Thema „Aushub“ – Zukünftige und auch aktuelle Bauherren profitieren übrigens enorm von einer Flatrate in ALLE Netze.
Da wir nicht die komplette Erde abfahren möchten, schließlich müssen wir an der Ostseite auf 25x4m ca. 70cm auffüllen, muss diese irgendwo zwischengelagert werden. Meiner Laienmeinung nach, sollten sich zumindest mal 100 der veranschlagten Kubikmeter irgendwo als hübscher Hügel auf dem Grundstück parken lassen. Der Bitte, nach eine Alternativplatz bin ich trotzdem nachgekommen und hab bei der Stadt angefragt, ob auf dem Grundstück gegenüber Erde für 4 Woche geparkt werden kann. Mal sehen, ob die Kürze der Zeit für eine Entscheidung ausreicht.
So wie es aussieht müssen dann noch 100 – 150 Kubikmeter abgefahren werden. Das wiederum führte bei den Preisen für die Entsorgung dann doch schnell zu etwas zwiespältiger Laune. Entweder nehmen die Firmen und Deponien nichts von privat („Erst so ab 3000 oder 4000 Kubik“) oder es werden untereinander abgesprochene und damit fantastische Preise genannt und verlangt. Nächste Woche sind wir dann vermutlich schlauer und um einen nicht ganz unbeträchtlichen Teil ärmer. Dafür können wir dann darauf hoffen, dass Ende April, der 24.04 steht gerade im Raum, unser Haus kommt.
In diesem Sinne …Schub geben!

Frühling

Gerade habe ich gesehen, dass der letzte Blogeintrag fast einen Monat her ist. Leider hat sich seit dem nicht allzu viel getan. Obwohl mittlerweile auch der kalendarische Frühling eingezogen und der letzte Schnee abgetaut ist, herrscht auf der der geplanten Baustelle noch gähnende Leere.
Vor drei Wochen hatten wir die Baustellenbesprechung mit Herrn Schreiber von der Bamag. Dort haben wir neben zig Kleinigkeiten und der genauen Lage der Steckdosen und Lichtschalter (endlich), auch die Stützmauer aus L-Steinen nach Osten hin festgelegt. Da unser Haus knapp 70cm über dem momentanen Geländeverlauf liegt und das östliche Grundstück etwas tiefer liegt, müssen wir auf knapp 25m eine Abstützung in Form von Beton-L-Steinen anbringen.
Da es ansonsten keine größeren Fragen gab, hat der Plan von FischerHaus wohl soweit gepasst. Interessant wird auf jeden Fall der Punkt mit der Betontreppe in den Keller werden. Wir wünschen uns hier eine Sichtbetontreppe, welche nicht mit Holz oder Fliesen belegt wird. Dies stellt natürlich im Keller eine kleine Schwierigkeit da, da die Treppe an sich weder großartig naß, noch dreckig werden darf. An dieser Stelle zählen wir voll auf Herrn Schreiber, der schon ein paar gute Ideen bezüglich der Umsetzung hatte.
Ein paar Tage danach haben wir uns das Thema Photovoltaik nochmals durch den Kopf gehen lassen. Genauer eigentlich, nachdem die Rechnung der Lechwerke mit den neuen Abschlagszahlungen in den Briefkasten geflatter ist. Wir benötigen momentan in einem 4 Personen Haushalt (2 Erwachsene, 2 Kinder) ca. 3000 kWh pro Jahr. Der Verbrauch war bisher für uns eigentlich in Ordnung und auch ein bisschen der persönlichen Bequemlichkeit geschuldet (Schließlich soll der PVR auch Nachts die guten Sendungen auf die NAS aufnehmen). Mit der Erhöhung der EEG-Umlage steigt der Preis aber langsam in Regionen, wo es Sinn macht über Alternativen nachzudenken. Den benötigten Strom selbst zu erzeugen ist eine davon. Da eine unserer Dachflächen nach Süd-Osten ausgerichtet ist, haben wir uns hierfür ein Angebot von mehreren Herstellern machen lassen.
Interessanterweise gibt es Firmen die sich nach dem Erstkontakt NIE mehr melden. Das legt die Schlußfolgerung nahe, dass mit Photovoltaik noch genügend zu verdienen ist.
Die Berechnungen für unsere Dachflläche haben Werte zwischen 6 und 8 kWp mit einem Preis zwischen 1400 Euro pro kWp bis 1900 Euro pro kWp ergeben. Lustigerweise hat die eigentlich als Spaß an http://www.kaeuferportal.de/ formulierte Anfrage dann auch zum besten Preis-Leistungs-Angebot geführt. So wird jetzt ab dem Tag der abgeschlossenen Dacheindeckung, dank Herrn Bortmes, die Firma „S&H solare energiesysteme“ aus Ehingen die Montage einer 6,6 kWp-Anlage vornehmen. Verbaut wird Technik von SMA und Conergy.
Bildschirmfoto vom 2013-03-20 19:36:29 Laut Berechnung soll die Anlage ca. 6000 kWh Strom pro Jahr erzeugen. Damit hätten wir mindestens unseren Eigenbedarf plus etwas Überschuss produziert. Entgegen des ursprünglichen Angebotes sind wir jetzt bei 33 anstelle 32 Modulen gelandet. Der Kamin befindet sich nämlich geschickterweise auf der Nord-West-Seite des Daches und hat bezüglich der Verschattung keinerlei Auswirkungen.Bildschirmfoto vom 2013-03-20 19:30:22Auch wenn die Speichersysteme noch nicht zu 100% ausgereift sind und wir eigentlich den gesamten Strom einspeisen, haben wir dadurch doch gefühlt auch einen guten Beitrag für die Zukunft und zur Energiewende geschaffen.
Parallel dazu standen noch unzählige andere Entscheidungen an. So benötigt FischerHaus demnächst die genauen Abmessungen der zu verbauenden Sanitärobjekte und die Höhen der einzubringenden Fußböden. Bei letzterem sind wir uns auf jeden Fall schon einig. Wir werden vorerst alles, mit Ausnahme der beiden Bäder und Kinderzimmer der Einfach- und Robustheit halber mit Laminat ausstatten. In den beiden Kinderzimmern wird Klick-Kork verlegt. Das sollte den größten Lärm, zusätzlich zu Trittschall und Dämmung, dämpfen. Die beiden Bäder bekommen Fliesen in Holzdielen-Optik von Marazzi. Nachdem wir niemanden gefunden haben, der sowohl fachlich gut als auch preislich im Rahmen einen Zement-Spachtelboden aufbringen kann, wird jetzt auch die Küche und der Eingangsbereich mit Laminat versorgt. Zeit für Alternativen haben wir danach immer noch.
Mit den Türen als Eigenleistung sind wir auch ein großes Stück weiter gekommen und haben bei der Fa.Habisreutinger in Neu-Ulm die passenden gefunden.
Zur Ablenkung von der ganzen Warterei hat Herr Nanka zum Stelltermin nach Finningen geladen. Dort wird gerade ein Mehrgenerationhaus, ähnlich dem Musterhaus in München, aufgestellt. Auch wenn ich Montag und Mittwoch nur kurz vorbei schauen konnte, ist es sehr beeindruckend zu sehen, was dort in kurzer Zeit entsteht. Auf jeden Fall hatte ich heute einen richtigen Wow-Effekt als ich durch die provisorische Haustür ins Haus gelaufen bin.
Beim Thema Hausautomatisierung haben wir auch noch zugeschlagen. Da wir momentan bereits von RWE das Smarthome-System verwenden und gute Erfahrungen damit gemacht haben, lag der Gedanke nahe, dies auch in Zukunft im Haus zu verwenden. Als Basisinstallation werden wir alle Fußbodenheizungsverteiler mit entsprechender Steuerung ausstatten. Dies hat den Vorteil, dass in den Räumen eine Raumtemperatur an den Smarthome-Thermostaten eingestellt werden kann, welche die Steuerung dann entsprechend regelt. Zwar bietet auch die Standard-Installation einen vergleichbaren Funktionsumfang in der Regelung, kann aber nicht mit den erweiterten Funktionen der Remote- oder (Zeit-)Profilsteuerung glänzen. Die Rolläden werden wir ebenfalls mit dieser Technik ausstatten. Das bietet uns den Vorteil, dass Jalousien und Rolläden auch in unserer Abwesenheit oder bei starker Sonneneinstrahlung automatisch herunterfahren.Gekoppelt mit den Rauchmeldern, welche mittlerweile ja obligatorisch sind, und den passenden Fenstersensoren vermittelt die Installation ein gutes Gefühl was das Thema Einbruchschutz angeht.
Ansonsten heißt es gerade viel kalkulieren und die Kosten im Auge behalten. Nicht einfach, wenn selbst Institutionen wie die Stadtwerke Ulm keine abschließenden Preise für Erschließung, Fernwärme, etc. nennen können. Selbst der Verzögerung mit dem Baubeginn kann man, trotz aller aufgeregten Warterei, etwas positives abgewinnen: Die Kredite schlummern noch sicher und ohne Kosten bei der Kreisparkasse Heidenheim.