Pleiten, Pech und Pannen …

… oder wo gehobelt wird, das fallen Späne.

Eines vorweg:

Wir würden mit FischerHaus auf jeden Fall wieder bauen.

Vor und während der Bauphase haben wir uns mit unseren Wünschen und Sorgen immer gut aufgehoben gefühlt. So gut wie alles lief nach (Termin-)Plan und war qualitativ in Ordnung und hochwertig. Zwar hat unsere Mängelliste bei der Hausübergabe ca. 50 – 60 Punkte umfasst, diese waren aber weder gravierend noch umfangreich. Hier und da musste noch jemand einen Pinsel ansetzen, wieder etwas abschrauben (Dachleiter) oder einstellen – Alles in allem Arbeiten eigentlich die man gleich hätte erledigen können.
Bildschirmfoto vom 2014-03-26 22:06:45

Auch den Entschluss FÜR ein Fertighaus in Holzständerbauweise haben wir nicht bereut und würden uns jederzeit wieder dafür entscheiden. Das Wohnklima ist sehr angenehm und wohnlich und dank der Gipskarton-Spanplatten-Bauweise lassen sich ruck-zuck Steckdosen nachrüsten, Bilder aufhängen und Lampen in die Decke einbauen. Lediglich die Montage an den Außenwänden ist etwas problematisch (Schraubenlänge beachten), da hier nicht die Dampfsperre verletzt werden sollte.

Trotz alledem sind auch wir nicht von kleineren Problemen verschont geblieben. Am schlimmsten hat es uns eigentlich im Bad im OG erwischt.
Zu allererst hat sich der Lichtschalter nicht an der passenden Stelle montieren lassen, da an dieser eben ein Ständer in der Wand war. Dies führt nun dazu, dass man heute einen Schritt ins Bad machen muss um den Lichtschalter rechts neben der Tür zu betätigen. Nicht schön, da man eigentlich intuitiv im Dunkeln so ca. 20 – 30 cm neben der Tür nach dem Lichtschalter sucht.
Der zweite Fauxpas betrift die Vorbeiwand des Waschbeckens im Bad. So gut wie alle Fliesen die ich gefunden habe, haben ein 15cm Raster. Warum dann die Vorbeiwand eine Höhe von 125 cm hat, erschließt sich mir bis heute nicht? 4 x 30 cm Fliese + 5 cm Bordüre? Warum dann die Vorbauwand im Bad im EG hingegen allerdings genau 120 cm hat und somit 4 Fliesen a 30 cm aufnehmen kann, hab ich dann nicht mehr hinterfragt. Schließlich ist auch dort der Träger für das WC 7 cm höher montiert als im Bad im OG.
Egal … Mussten wir uns halt was einfallen lassen und die Vorbauwand entsprechend erhöhen:2013-08-07 18.39.25

Das eigentlich ärgerlichere Problem war aber die Trennwand hinter der Badewand. Dass diese genau 80 cm hat, mag auf dem Plan im CAD perfekt zum eingezeichneten Badewannenrand passen. Dass aber in der Realität die Fliesen unter dem Badewannenrand liegen, hat weder unsere Architektin im Vorfeld, noch der/die Planfertiger(in) beim ausarbeiten der Details berücksichtigt. Leider ließ sich auch die Badewanne nicht wie vorgeschlagen 5 cm nach vorne rücken, da ansonsten hinten an der Wand eine etwas wagemutige Konstruktion entstanden wäre. Somit haben wir jetzt eine etwas kreative Sockelfliese und einen noch irgendwie zu verschönernden Abschluss an der Badewanne.2013-08-07 18.38.32

Etwas Pech hatten wir auch mit unserer Treppe bei der wir mit Absicht keine Wischleisten links und rechts bestellt hatten. Diese wurde ja, wie bereits ganz am Anfang berichtet, ziemlich früh eingebaut. So früh, dass die Wand natürlich nicht gestrichen und gespachtelt war. Dass sich dieser Arbeitsschritt gut ein dreiviertel Jahr später mit eingebauter Treppe etwas komplizierter gestalten könnte, hätte man damals, bzw. bei der Planung schon ahnen können.
Nach einer etwas aufwändigeren Nacharbeit im Januar sieht es momentan so aus:2014-01-30 16.49.53 2014-01-30 16.50.02 2014-01-30 16.50.10

Hübsch und professionell ist leider anders.
Da aber Wischleisten für uns nicht in Frage kommen und sich das Dilemma nicht ohne Abbau der Treppe beheben lässt, werden wir die Lücken wohl mir feinen Korkstreifen füllen. Schade … Gerade das Objekt, bei dem wir etwas mehr Geld ausgegeben haben als geplant, entspricht nicht ganz dem, was wir uns vorgestellt haben.

Am schlimmsten hat es eigentlich unseren Kamin erwischt. Nachdem irgendein Vollidiot von Handwerker seine Initialien in den Beton geritzt hat, war klar, dass die eigentlich geplante Betonoptik so nicht haltbar war.
Herr Grübener war so freundlich und hat uns über die Firma Sto ein Muster mit einem betonähnlichen Putz zukommen lassen. Dieses hat uns gefallen und wäre ein entsprechendes Trostpflaster gewesen, mit welchem die Optik des Kamins zu retten gewesen wäre.2014-02-05 21.27.30

Wäre … Denn hätte man das im Vorfeld ausprobiert, hätte man sich an das Ergebnis bei der Verarbeitung herantasten können und hätte unseren Kamin entsprechend aufbereiten können. Hätte, hätte, Fahrradk(ä)tte … Jetzt sieht es halt so aus.
Links die Musterplatte von Sto. Rechts das Ergebnis am Kamin.2014-02-05 21.27.06

Endeffektlich eine glatte und homogene graue Fläche, welche meilenweit von unsere Vorstellung entfernt ist. Da nun nichts mehr zu retten ist, haben wir mit der von FischerHaus beauftragten Fa.Vierling zumindest ausgemacht, dass die Fläche entsprechend aufgehübscht und nochmals überstrichen wird. Da beim verputzen des Kamins auch nicht die Hinweise der Fa.Schiedl bezüglich der Feuerraumtür beachtet wurden, muss auch hier nochmals nachgearbeitet werden.
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Ganz wichtig!!! Nie den Putz direkt an die Metallumrandung der Feuerraumtür anschließen. Diese dehnt sich bei Hitze aus und schiebt den Putz einfach beiseite. Schiedl empfiehlt hier die Schrauben zu lösen und hinter der Metallumrandung zu verputzen! Die Metallumrandung wird also AUF den Putz geschoben und kann sich dann entsprechend ausdehnen und zusammenziehen.

Etwas Kopfzerbrechen bereitet mir aktuell noch unsere Einfahrt. Ursprünglich war geplant, und auch extra im Architektengespräch so vermerkt, dass wir einen stufenlosen Eingang ins Haus möchten. Dies ist leider so ohne weiteres nicht möglich, denn …

a) Die Hauswand mit dem WDV-System kann nicht wie z.B. eine entsprechende Massivwand direkt angepflastert werden (sowohl mit Randstein, als auch ohne), da ansonsten das WDVS durch auftretende Kräfte (z.B. PKW) beschädigt werden könnte.
b) Irgendjemand bei der Planung nicht aufgepasst hat und den Fenstersims des Fensters UNTER die Eintrittshöhe der Haustür geplant und ausgeführt hat.2013-07-05 13.42.02

Somit müssen wir nun leider an dieser Stelle ein etwas aufwändigeres Entässerungssystem (mit Rinnen von Aco) und entsprechenden Tiefbordsteinen realisieren und werden uns vom Wunsch nach einem stufenlosen Zugang verabschieden.

Schade auch, dass die als KWL verbaute Comfoair 350 von Zehnder nur ein reduziertes Modell ist, bei welcher die Steuerplatine fehlt.
 – Warum im Jahr 2014 noch Haustechnikgeräte ohne Steuerbus (und entsprechender Software) gebaut werden, erschließt sich mir einfach nicht – 
Selbiges Problem hat übrigens auch unsere Fernwärmestation der SWU. Für nur 50 Euro mehr hätte man die kompletten Daten der Anlage auslesen können. So wurde von der SWU nur das „kleine“ Steuermodul ausgewählt und verbaut. Da die Kosten, inklusive eines happigen „Baukostenzuschusses“, aber sowieso an den Endverbraucher durchgereicht werden, hätte man das auslesbare Modul zumindest optional anbieten können.
Bei der Lüftungsanlage trifft uns das Problem fehlender Kommunikationsmöglichkeiten eigentlich extremer. Diese lässt sich nämlich dadurch nicht aus der Ferne steuern. Da unser „Massahaus“-Elektriker intelligenterweise den 3-Stufen-Schalter in den Technikraum neben die Anlage gebaut hat, bedeutet eine Umstellung der Lüfterstufe für uns nun eine Extraportion Fitness und einen Gang in den Keller.

Aktuell hakt eine Jalousie noch etwas. Diese springt beim hochfahren immer mit einem lauten „Däng“ um, da sich irgendwie die Führungsnippel in der Schiene verhaken. Ich vermute mal, dass es an der Einkerbung der Schiene liegt und diese getauscht werden muss.

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An dieser Stelle, und auch für unsere schlecht schließende Haustür, steht noch ein Besuch des FischerHaus-Kundendienstes aus.

 

Was sonst noch geschah

Leider waren die Beiträge nach der Hausübergabe ziemlich rar gesät.
Zum einen haben wir mit dem Punkt der Hausübergabe Ende Juli natürlich einen Meilenstein erreicht und erfolgreich abgeschlossen, zum anderen hat der Hausbau natürlich auf jede Menge Zeit und Kraft gekostet. Zeit, die wir im Herbst und Winter wieder intensiver für andere Dinge genutzt haben und Kraft, die erstmal wieder gesammelt werden musste.
Wer denkt, dass der Hausbau mit der Hausübergabe abgeschlossen ist, wird spätestens am nächsten Tag eines Besseren belehrt.
Wir haben, wie vermutlich die Mehrzahl der Baufamilien, welche das Risiko während des Baus einigermaßen beherschen möchten, nur soweit alles machen lassen, dass wir ohne größere Probleme von unserer Mietwohnung in unser Haus umziehen konnten. Die ganzen anderen zig-tausen Kleinigkeiten wie z.B. Lampen, Türen, Sanitärobjekte und Co. haben wir anschließend erledigt und fertiggestellt. So hat z.B. unser Fliesenleger während unseres Einzuges am Samstag und Sonntag noch kurz das Bad im EG fertiggestellt, damit wir passend zum Einzug zumindest duschen und auf die Toilette gehen konnten.
Weitere wichtige Punkte warum zum einen die Fertigstellung unseres Carports, zum anderen die Organisation einer Firma, welche uns die Mauerscheiben an der Kellerabgrabung gesetzt hat, und die Fertigstellung der Rasenfläche im Süden.
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Damit noch nicht genug. Damit das Haus wirklich Wind- und Wasserdicht ist, muss der Kellerbauer einen Streifen der Dämmung von ca. 50 cm bis zur Unterkante des Hauses freilassen. An dieser Stelle wird am Stelltag eine Folie der Außenwand mit Bitumenkleber angepappt. Den Streifen kann man dann für ca. 600 Euro schließen lassen oder selber zur Spachtel und Kreissäge greifen. Letzteres haben wir an 3 – 4 Tagen im Herbst noch gemacht und den Spalt entsprechend geschlossen.

Wie bereits geschrieben, haben wir uns auch noch dem „Rasen“ gewidmet. Nachdem wir uns 2013 während der Bauzeit mit einem Rasenteppich unterm Planschbecken beholfen haben, war klar, dass wir 2014 Rasen zum spielen brauchen.

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Was haben wir Steine gesammelt. Gefühlte unzählige Tonnen Steine haben wir aus dem Mutterboden herausgeschreddert und -gerecht, nur um nach dem nächsten Regenguss wieder von vorne anzufangen. Zwischenzeitlich hat sich die Mühe aber gelohnt. Einmal aussähen und düngen, dann sollte der Rasen dieses Jahr bespielbar sein.

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Dem Carport haben wir nicht nur einen zur Außenfarbe der Fenster passenden Anstrich gegeben, sondern auch mit Latten (in Weiß) und OSB-Platten als Eindeckung (auch in Weiß) verkleidet. Auf die OSB-Platten kamen dann vor dem Winter noch eine Schicht Dachpappe drauf und eine Regenrinne dran.

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Wir bauen wieder …

… oder eigentlich immer noch.
Nachdem wir im Herbst die Zeit für eine etwas längere Pause genutzt hatten und uns im etwas knappen Winter den „Innenbaustellen“ gewidmet haben, bauen wir nun außen weiter.
Letzten Freitag haben wir dazu bereits jede Menge Rand- und U-Steine bei der Firma Schwenk in Thalfingen abgeholt. Diese wollen wir als Terasseneinfassung verwenden. Da wir zu Straße hin einen Niveauunterschied von ca. 20 – 30cm zu überbrücken haben, werden wir an dieser Stelle eine Reihe U-Steine hinsetzen. Geplant ist, diese dann mit Terrassendielen zu belegen um dort eine Art Sitzbank zu schaffen.
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Glücklicherweise haben wir damals gleich vom Kellerbauer bei der Errichtung des Kellers  die Fläche für die Terrassen schottern und verdichten lassen. Dadurch haben wir zwischenzeitlich ein ziemlich festes Planum auf welchem sich die Steine perfekt setzen lassen. Da während der Bauphase der Kran und weitere Arbeitsmaschienen auf der Fläche standen, laufen wir an dieser Stelle keine Gefahr, dass sich irgendwas setzen oder heben wird. Aufgrund des eingbrachten Schotters kann auch das Wasser perfekt versickern, so dass wir später für unsere Holzterrasse keine Staunässe befürchten müssen.2014-03-26 16.22.29Bezüglich der Höhen kommen wir einigermaßen hin. Lediglich an der „großen“ Terrasse muss später noch etwas abgezogen werden, damit wir das passende Gefälle von 1,5 – 2% pro Meter hinbekommen.
Etwas unglücklich ist der Austritt an der Küchentür gestaltet worden. Diese wurde von FischerHaus mit einem Aluminumfenstersims geliefert. Dass diese Konstruktion für den dauerhaften Gebrauch leidlich instabil ist, haben wir bereits im letzten Juli feststellen dürfen.2013-07-03 20.46.26
Zwischenzeitlich hat sich der FischerHaus-Kundendienst dem Thema angenommen. So wurde der „Fenstersims“ so unterfüttert, dass er sich nicht mehr bewegt und der Schaden am Putz entsprechend behoben. Leider hatte der gute Herr die versprochene Riffelplatte, der Alusims ist bei Nässe entsprechend rutschig, zum aufkleben nicht dabei. Diese wollte irgendwann irgendwer nachliefern. Mittlerweile denke ich aber, dass wir uns an dieser Stelle irgendwas überlegen müssen.

Glücklicherweise haben wir letzen Sommer die noch zur Verfügung stehende Zeit genutzt um zumindest einen Teil unseres Gartens anzulegen. Auf diesem haben wir dann auch, in weiser Voraussicht, bereits Rasen eingesät, so dass wir jetzt Ende März bereits ein einigermaßen akzeptables Ergebnis haben. Zumindest ist das Ergebnis so gut, dass uns schon einige Leute darauf angesprochen haben, dass unser Grundstrück so klein sei, da sie der Meinung waren, die Grünfläche gehöre zum Nachbarn.