Terrasse, die Zweite

Mit ist gerade aufgefallen, dassd er Artikel ja bereits seit geraumer Zeit als Entwurf im WordPress herum liegt und eigentlich nur noch veröffentlicht werden muss.

yea-fuck-yea

Fuck … Yeah … Die Terrassen sind komplett fertig!

IMG_20140618_113303IMG_20140621_153419

Den Unterbau der Terrasse haben wir wieder auf Betonplatten im Splitbett gelegt und mit den K&R IsoPats von den Platten entkoppelt. Alternativ können die Pats auch direkt bei http://www.terrassenbauen.com bezogen werden. Wir haben uns für 2 Sorten Pats in den Größen 20x60x90mm und 3x60x90mm entschieden. Mit den 3mm Pats haben wir anschließend die Unebenheiten ausgeglichen.24.06.14 - 2

Zwischen Platten und Unterkonstruktion haben wir auch an dieser Stelle wieder ein schwarzes Unkrautstoppfließ eingezogen. Zwar besteht der komplette Untergrund aus Schotter und Splitt, jedoch hat sich in unserer noch nicht fertigen Einfahrt gezeigt, dass Pflanzen mitunter deutlich genügsamer bei der Wahl ihres Standorts sind als gedacht.24.06.14 - 1IMG_20140627_210125IMG_20140627_210101

Etwas aufwändig war der Anschluss an die bodentiefe Hebe-Schiebe-Tür. Fischerhaus, oder besser gesagt der Fensterbauer, hat an dieser Stelle ein Blech mit einer Nase montiert. Wie der Anschluss an dieser Stelle statt finden soll, erschließt sich dem Laien nicht. Wir haben die Dielen an dieser Stelle jetzt 45 Grad eingesägt und so dan Anschluss geschafft.
Spannend zu lösen war auch die Abdichtung der Kellerdämmung nach oben hin. Diese haben wir mit XPS-Platten abgedeckt und mit Bitumenkleber und Bitumendichtbändern abgedichtet.
IMG-20140617-WA00032014-06-28 14.48.132014-07-28 17.12.55

Am Regenfallrohr und am Abschluss muss noch nachgearbeitet werden. Für die Ausschnitte am Regenfallrohr sind uns leider die Dielen ausgegangen. Den Abschluß selbst können wir erst fertigestellen, wenn wir die restlichen Randsteine am Haus entlang setzen.2014-07-28 17.13.09

Der Laufsteg muss noch geölt werden. Wir haben uns dafür BONDEX Douglasien Öl verwendet. Die Terrasse haben wir jetzt in Summe dreimal gestrichen, da das Holz das Öl sehr gut aufnimmt. Aufgrund des Gefälles von 1-1,5% pro Meter läuft das Wasser sehr gut ab.2014-07-28 17.13.24

Fliesenkleber

„Mein Gott, wer hat denn den Kamin mit Fliesenkleber verputzt?“

Das war mehr oder weniger die Reaktion der langerwarteten Rettungstruppe, welche unseren arg geschundenen Kamin wieder auf Vordermann bringen sollte.
Der Kamin als Blickfang in der Wohn-Ess-Küche hat sich ja zwischenzeitlich schon irgendwie zum Running-Gag entwickelt. Dass RTFM (Read-The-Fucking-Manual) nicht nur in der IT seine Berechtigung hat, zeigt folgende Geschichte 🙂

Irgendwie ging mit dem guten Teil, zumindest optisch gesehen, so gut wie alles schief, was nur schief gehen kann.
Beim Einbau, oder besser gesagt vor dem Einbau, wurde bereits die komplette Transportsicherung entfernt. Die Firma Schiedl gibt in der Montageanleitung vor, dass zumindest mal die Hölzer an den Kanten während des Einbau dran bleiben sollten. Das aus gutem Grund, denn wenn der Kranfahrer nicht aufpasst und mit dem Kamin irgendwo hinknallt, platzt halt schnell ein Eck ab. So war es auch bei uns. Glücklicherweise ist dieses Malheur an einer Stelle passiert, die vom Estrich, der Sockelleiste und etwas Betonspachtel schnell kaschiert war.

12DCDAC7-7812-4F5A-B4A2-AC788E6060F4

Steht der Kamin einmal auf dem Erdgeschossboden, so muss er natürlich noch mit dem Haus selbst verbunden werden. Es möchte ja schließlich niemand einen schwankenden Kamin beim nächsten Herbststurm. Bei diesem Vorgang werden sowohl in der Decke zwischen EG und OG, als auch am Dachfirst selbst, ein paar Eisen mit dem Kamin verschweißt und ans Haus geschraubt. Leider hat bei der Montage keiner daran gedacht, dass es beim schweißen etwas spritzt und auch dadurch der Kamin in Mitleidenschaft gezogen wird.
Das selbst war auch nicht ganz so tragisch, hat doch der Aufbau der Decke viele dieser Spritzer kaschiert. Den Rest hätte man sicherlich noch weggeschliffen bekommen.

Nachdem der Kamin nun etwas ramponiert aussah, war irgendjemand der Meinung der Kamin benötige eine Verschönerung.

5CC9E37E-6DFC-4549-B6EB-93E356ACE0C2

Damit war dem „Vandalismus“ natürlich Tür und Tor geöffnet 🙂
Es folgten nun diverse Klebebänder für die Dichtigkeit beim Blower-Door-Test, Farbspritzer beim malern, etc.

Schlußendlich sah der Kamin  bei der Hausübergabe irgendwie leicht unfertig und bemitleidenswert aus. Unser Bauleiter hat uns aber versichert, dass wir auch an dieser Stelle eine schnelle und unkomplizierte Lösung finden werden.

Die „schnelle und unkomplizierte Lösung“ hat sich nun leider bis ins Folgejahr hingeschleppt, da die Restaurierung des Kamins wohl nicht so ganz einfach war. Mal abgesehen davon, dass wir bereits Ende August 2013 eine Musterplatte von Sto mit einem entsprechenden Putz hatten, stellte die Verarbeitung dessen die ausführenden Mitarbeiter vor ein Rätsel.

Der erste Versuch endete eigentlich mehr oder weniger in einem kleinen Desaster. Der Putz war aufgetragen, zeigte aber keinen betonähnlichen Effekt, sondern sah eben aus wie – nun ja – Fliesenkleber eben.

20140131_13384320140131_133856

Mal abgesehen davon, war es auch keine sonderlich gute Idee, an den Verblendrahmen des Ofens hin zu verputzen, da sich dieser beim ersten heizen entsprechend ausdehnte und den aufgetragenen Putz, frei nach dem Motto – „Platz da, hier komm ich“ – einfach mal beseite schob.

Aber auch hier stimmt mal wieder der Spruch: „Was länge währt wird endlich gut“.
Ein ausgedehnter Blick in die Verarbeitungsanleitung von Sto und in die Anleitung des Kamins zeigte die ursprünglichen Fehler auf.

a) Der Putz muss nach dem auftragen einfach nur angeschliffen werden und schon offenbart er die auf der Musterplatte so bewunderte Struktur.
b) Man kann die Blende demontieren, darunter verputzen und anschließend die Blende auf den Putz schieben.

IMG_20140711_085557 IMG_20140711_085442 IMG_20140711_085517

So haben wir nun zumindest einen Kompormiss erreicht, mit welchem wir die nächsten Jahre auf jeden Fall leben können.
Leicht war der Weg dahin allerdings nicht. Aus diesem Grund vielen Dank an alle diejenigen, welche sich tagtäglich die Mühe machen und zuerst die Anleitung lesen 🙂