Weihnachtszeit …

Wie schnell es mitunter gehen kann, haben wir heute morgen erlebt. Heilig Abend haben wir noch bei angenehmen 6 Grad und strahlendem Sonnenschein verbracht. Die ersten Blüten an den Bäumen waren bereits zu sehen und alles deutete darauf hin, dass der Winter wohl dieses Jahr auch wieder ausfallen würde.20141224_141529Weit gefehlt … Heute morgen war die weiße Pracht dann da und in der Ferne kündigen sich Temperaturen von -15 °C bis -10 °C an.20141226_093014 20141226_093045 20141226_093139Nachdem wir im ersten Jahr im Haus noch etwas unsicher waren, was den Wärmeverlust betrift, haben wir vorsorglich Ende September, wie von vielen Seiten vorgeschlagen, die Heizung eingeschalten und die Raumthermostate auf ca. 20°C eingestellt. Von unserer alten Wohnung her kannte ich das Problem, dass ab ca. 22:00 Uhr die Heizköper nicht mehr richtig warm wurden und Heißwasser nur noch begrenzt zur Verfügung stand. Dies war besonders ärgerlich für Bewohner, welche erst Abends gegen 20:00 oder 21:00 Uhr nach Hause kamen. Was gab es da Diskussionen um das Thema Nachtabsenkung. Mit diesen Diskussionen haben wir die Heizungsgrundeinstellung der Stadtwerke an der Fernwärmestation mehr oder weniger unverändert übernommen. Mit diesen Einstellungen läuft die Heizung in der Zeit von 04:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Laut dem Monteur völlig ausreichend, da die Fußbodenheizung die Wärme noch eine gewisse Zeit speichert, bzw. morgens Zeit zum aufheizen benötigt.

Nachdem dann letzes Jahr die restlichen Baustellen erledigt waren, der Winter kam und dadurch etwas Zeit zur Verfügung stand, habe ich mich einmal ein bisschen in das Thema eingelesen. Leider macht einen selbst das alles nicht wirklich schlauer, da an dieser Stelle viele unterschiedliche „Experten“-Meinungen aufeinander prallen und jeder von anderen Grundsätzen und Anforderungen ausgeht.
Aktuell benötigen wir, abhängig von ein paar Faktoren (Außentemperatur, Dusche oder Badewanne, etc.) zwischen 200 und 300 kWh Wärme pro Monat zur Wasseraufbereitung. Ob viel oder wenig, keine Ahnung. Das ist auf jeden Fall der Wert, auf den es sich, in unserem 4 -Personen-Haushalt, die letzten 12 Monate eingependelt hat und wir nutzen Dusche und Badewanne regelmäßig, stellenweise auch mehrmals am Tag :-). Der Rest davon fließt in die Heizung.
Wie geschrieben, haben wir uns im letzten Jahr auf die vorgeschlagenen Heizungseinstellungen verlassen und haben mit dem Kaminofen lediglich zugeheizt. Am Abrechnungsende standen dann ca. 8000 kWh Wärme (Heizung und Warmwasser) auf dem Zähler. Umgerechnet auf unsere beheizte Wohnfläche von 220 m² ergibt das einen Wert von ca. 36 kWh pro m² Wohnfläche. Im Energieausweis wurde ein Wert von 31 kWh pro m² errechnet. Ob es sich an der Stelle nur um den Wert der Heizung oder auch um das Warmwasser handelt, hat sich mir leider noch nicht erschlossen.
Umgerechnet auf Warmwasser un Heizung kommen ich ungefährt auf folgende Werte:

Warmwasser: ca. 250 kWh * 12 Monate = 3000 kWh
Heizung: 8000 kWh – 3000 kWh = 5000 kWh

Wir haben als ca. 22 kWh Wärme pro m² Wohnfläche für die/als Heizungs(unterstützung) benötigt. Ohne Kaminofen war dieser Aufwand ausreichend, das Haus auf einem Temperaturniveau von ca. 19 – 21 °C zu halten.
Somit sind die versprochenen Werte voll erfüllt worden.

Jetzt ist es halt so, dass 19 bis 21°C stellenweise einfach zu kalt sind, oder es halt eben einfach so ist, dass man es gerne wämer haben möchte, weil man es jetzt endlich kann. Gleichzeitig möchte man mit diesem Wunsch aber nur ungern die Stadtwerke über die, doch sehr teueren, Energiepreise subventionieren und sanieren.
Aus diesem Grund haben wir uns dieses Jahr eine andere Strategie ausgedacht. Wir schalten die Heizung zwar ein, lassen aber die Heizungsthermostate der Fußbodenheizung vorerst mal aus und nutzen einfach unseren Kaminofen mehr.
Dafür haben wir uns im November 1 1/2 RM Holz geholt und nutzen dies momentan als einzige Wärmequelle in unserem Haus (mit Ausnahme der FBH im Bad natürlich – diese MUSS sein).
Aufgrund unserer offenen Wohnsituation heizt die Wärme nicht nur die große Wohnküche, sondern zieht auch über die Treppe ins Obergeschoss hinauf und wärmt dort alle Räume. Wie toll das funktioniert, wird anhand dieser Grafiken deutlich.

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Aktuell, und das ist wohl auch dem milden Dezember geschuldet, benötigen wir ca. 1/2 RM Holz pro Monat und erreichen damit angenehme Temperaturen im ganzen Haus. Gut, der Keller bildet an dieser Stelle natürlich eine Ausnahme. Hier sinken aktuell die Temperaturen ohne Heizung bis auf 18 °C ab.
Wie das ganze weiter funktioniert, wird sich in spätestens 3 bis 4 Tagen herausstellen, wenn die angekündigten -15 °C bei uns eintreffen werden.

Unschön ist, dass wir eine undichte Stelle am Fensterrahmen gefunden haben. Aufgrund der Größe unserer Hebe-Schiebe-Tür besteht der Fensterrahmen auf der Unterseite wohl aus 2 Abdeck-Teilen. Am Spalt kann man mit der Hand einen merklichen und kühlen Luftzug feststellen, welcher sich bei entsprechendem Außenwind verstäkrt. An dieser Stelle muss sich auf jeden Fall nochmal jemand etwas überlegen. Evtl. ist an dieser Stelle auch nur eine Dichtung oder ähnliches verloren gegangen. Die entsprechende Anfrage haben wir auf jeden Fall schon an FischerHaus gestellt und hoffen spätestens nach den Weihnachtsfeiertagen auf eine Antwort und baldige Behebung.

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In diesem Sinne wünschen wir allen Leseren noch frohe Weihnachten und viel Erfolg bei den eigenen Projekten im Jahr 2015.

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