Renovierungsarbeiten und andere Dinge

„Nach der Hausübergaben beginnen die Renovierungsarbeiten“, so sagte man uns beim Einzug ins neue Heim.

Ganz so schlimm ist es glücklicherweise nicht geworden, trotzdem enthält die Aussage doch ein kleines Fünkchen Wahrheit. So hatten damals die Maler im Haus gerade ihre Farbrolle ausgewaschen, als der erste Fußball gegen die frisch gestrichene weiße Wand knallte und eine, nun ja, markante und auch auffällige Stelle hinterließ, welche es gleich wieder zu beseitigen galt.

Abgesehen davon blieb uns der „große“ angekündigte Renovierungsaufwand bisher erspart. Lediglich einige der turnusmäßigen normalen Wartungsarbeiten, wie z.B. das Nachstreichen des Carports oder anderer Holzelemente im Garten halten uns auf Trab.
Zu einem dieser Dinge, welches doch recht intensive Aufmerksamkeit benötigt, ist unsere Terrasse. Wir haben uns ja für einen Belag aus Douglasiendielen entschieden. Jetzt ist es aber nun mal so, dass Douglasie, im Gegensatz zu gewissen fragwürdigen Tropenhölzern, nicht unendlich haltbar ist und quasi nach Pflege schreit. Gut, man darf auch nicht vergessen, dass die Witterung in Deutschland ziemlich grenzwertig ist. Temperaturunterschiede von 60 Grad zwischen Sommer und Winter (-20 Grad bis + 40 Grad) sind keine Seltenheit, auch wenn die letzten Winter etwas milder waren. Kommt noch die Sonneneinstrahlung im Sommer dazu, erhitzt sich das Material deutlich über 40 Grad Celsius.
Dies bedeutet nun für uns, dass wir jedes Jahr mindestens einmal, besser zweimal die Terrassen mit einem Douglasienöl streichen müssen. Leider scheint es so, dass das Öl mit Gold gleichgesetzt ist und ungefähr auch dessen Kurs beim Einkauf verfolgt. Für die kleine Terrasse benötigen wir ca. 3 Liter, für die große Terrasse ca. 5 Liter. Entschieden haben wir uns, wie bereits beschrieben, für das Douglasien-Öl von Bondex.
In Ulm, um Ulm und um Ulm herum, haben wir grob gesagt 3 Baumarktketten, bei welchen man den täglichen Heimwerker-Bedarf decken kann. Zum einen die zwei üblichen Verdächtigen, Hornbach und Bauhaus, sowie einen eher unbekannten, welcher in Ulm-Lehr die Nachfolge von Max Bahr angetreten hat, den Schünke Baumarkt.
Alle drei haben sicherlich ihre unschätzbaren Vorteile. So besuchen wir das Bauhaus hauptsächlich um Pflanzen und Co. zu kaufen, Hornbach steht bei Baubedarf (Steine, Beton, etc.) ganz oben auf der Liste und am Schünke Baumarkt schätzen wir nicht nur die kurze Distanz, sondern auch das freundliche und hilfsbereite Personal, sowie das doch ein Stück weit im „Profi“-Segment angesiedelte Sortiment.
Eine Schwachstelle haben jedoch alle drei! Der Liter des Bondex-Douglasien-Öls liegt bei allen dreien deutlich über 13 Euro. Das bedeutet für uns, dass wir für die benötigte Menge an Öl, jedes Mal beinahe 100 Euro bezahlen müssten. Hochgerechnet auf 10 Jahre wäre es damit vermutlich günstiger die Terrasse vergammeln zu lassen und neu zu machen.
Glücklicherweise gibt es aber in #Neuland einige Alternativen. So haben sich in den letzten Jahren auch einige sogenannte Online-Baumärkte etabliert, welche stellenweise ein ausgezeichnetes Sortiment haben und bei denen man durchaus Schnäppchen machen kann. Vor allem bieten diese Baumärkte den Vorteil, dass unter Umständen, Rabatte an den Endkunden weitergegeben werden.
So haben wir z.B. jetzt bei ONLINEBAUFUCHS.de eine Möglichkeit gefunden, das Douglasien-Öl ziemlich günstig zu beziehen. Dort gibt es aktuell Aktions-Eimer mit 20% mehr Inhalt, so dass ein Literpreis von 7,50 Euro herauskommt. Bestellt man nun ein paar Eimer auf einmal, fallen auch Porto und Verpackungskosten nicht merklich ins Gewicht.

Ähnlich ging es uns auch am Anfang des Jahres, als wir unser Carport vollends wind- und wetterfest gemacht haben. Letztes Jahr im Herbst haben wir ja noch mit einem Flammgerät die oberste Schicht der Bitumenbahnen aufgebracht und fest verschweißt. Leider hat uns dann das Wetter bei den Blecharbeiten etwas im Stich gelassen, so dass wir mit einer provisorischen Abdeckung zwischen Haus und Carport in den Winter gehen mussten. Dies haben wir im Frühjahr dann ziemlich zügig korrigiert. Auch an dieser Stelle ist uns aufgefallen, dass die Preise für Abdichtungsmaterial im lokalen Baumarkt deutlich über denen im Internet liegen. Dieses Manko wiegt umso mehr, als dass wir nicht nur 1-2 Meter benötigen, sondern mehrere Rollen und Dosen für mehrere Meter Carport. Schlußendlich sind wir auf die Firma Hellweg mit ihrem Profi-Baumarkt aufmerksam geworden und haben uns dort mit dem notwendigen Dichtmaterial eingedeckt. Zum einen haben wir sicherheitshalber nochmals alle Stöße zu den Blechteilen und auch zur Hauswand mit einem Bitumenband der Firma MEM abgedichtet, zum anderen haben wir das an der Hauswand angeschraubte Blech mit MEM Gum-Dicht hinterfüttert und auch oberhalb den Spalt sauber geschlossen. Da das Blech nachträglich montiert wurde und nicht in den Putz eingebettet ist, muss an dieser Stelle für eine saubere Abdichtung gesorgt werden. Leider ist das verarbeiten des MEM Gum-Dicht eine riesige Sauerei, so dass wir von einer hübschen Fugenkante, wie z.B. im Bad, meilenweit Abstand genommen haben. Das Zeug klebt für ewig an Klamotten und Fingern 🙂

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