Husqvarna Automower – Der Start

Gestern, am 06.05.16, war es nun so weit. Gegen 14:00 Uhr stand der Techniker von der Gartenbaufirma, welche den Automower installiert, vor dem Haus.
Die Installation des Automowers übernimmt für alle „Husqavarna Automower Tester“ eine von Husqvarna beauftrage Fachfirma. In unserem Fall war es die Firma tewaga aus dem bayrischen Senden.
Der Techniker hatte nicht nur den Automower dabei, wir haben das Modell Automower 420 erhalten, sondern auch jede Menge Werkzeug und Kabel. Während Otto Normalverbraucher zum verlegen der Steuerleitung in 99% der Fälle vermutlich zum Hammer greifen wird, hat der Profi an dieser Stelle feines Werkzeug dabei.

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Mit Benzin und Muskelkraft wird eine Rille in den Rasen gefräst und und im Nachgang der Draht dort verlegt. Dies bietet nicht nur den Vorteil, dass der Draht geschützt vor Motorsense und Grasschneider verlegt ist, sondern auch unhübsche Stolperfallen vermieden werden. Laut dem Techniker der tewaga überlebt der Draht an dieser Stelle wohl auch das frühjährliche vertikutieren des Rasens.
Die erste Aktion nach dem auspacken des Automowers sollte die Standortwahl für die Ladestation sein. Im Vorfeld haben wir an dieser Stelle von den Gardena Mährobotern nichts positives gelesen. Deren Ladestation muss auf dem Rasen platziert werden. Glücklicherweise ist der Husqvarna Automower an dieser Stelle nicht so wählerisch und akzeptiert auch eine Stelle außerhalb der Grünfläche.
In unserem Fall fiel die Wahl auf eine Stelle nahe der Terrasse. Da nebenan gleich ein Steckdosenturm platziert ist, entfiel auch die Suche nach einer Steckdose.
Husqvarna liefert an dieser Stelle in Netzteil ähnlich vieler Laptopnetzteile mit. Das Netzteil ist wasserdicht und kann im freien platziert werden. Natürlich sollte das Netzteil etwas im Schatten liegen, da es beim laden doch sehr warm wird. Zusätzlich dazu sind noch ungefähr 10 Meter dünnes Kabel dabei um die Ladestation mit dem Netzteil zu verbinden. Alles in allem sauber gelöst. Husqvarna gibt für den Automower 420 einen monatlichen Strombedarf von ca. 19 kW/h an. Dies entspricht aktuell ca. sechs Euro an Stromkosten pro Monat.

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Die Ladestation selbst wird mit einer Art Kunststoffschrauben verankert und steht danach bombenfest auf dem Boden. Auch dies ist sehr gut gelöst und macht einen hochwertigen Eindruck, zumal auch gleich der passende Inbusschlüssel mitgeliefert wird.

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Der gelieferte Automower 420 hat ein Gewicht von ca. 11,5 kg und ist trotz seiner Größe sehr gut zu transportieren. Auf der Unterseite des Automowers befindet sich der Aus- und Einschalter. Dieser ist als einfacher Kippschalter ausgeführt, so dass er auch blind bedient werden kann. Auf der Oberseite ist eine große und orange Taste mit der Aufschrift STOP, welche nach betätigen nicht nur sofort den Mäher stoppt, sondern auch das Bedienfeld freigibt. Sämtliche Aktionen auf dem Bedienfeld müssen anschließend mit einem Druck auf die Starttaste quittiert werden. Dies soll verhindern, dass z.B. Kinder die Einstellungen des Mähers versehentlich durcheinander bringen. Zusätzlich sind die Systemeinstellungen noch mit einem vierstelligen Pin versehen. Dieser kann selbst gewählt und vergeben werden. 20160506_141205

Die Installation des Begrenzungsdrahtes verlief soweit reibungs- und problemlos. Mit etwas Muskelkraft findet die Maschine ihren Weg und verlegt, zumindest auf gerader Strecke, den Draht unsichtbar im Boden. Aktuell sind noch die Ecken und der Suchdraht sichtbar, da bei der Maschine kurz vor Verlegungsende der Getriebebolzen abgebrochen ist. Dies möchte die Firma tewaga die nächsten Tage noch richten.

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Nachdem der Automower einige Zeit in der Ladestation stand und den Akku gefüllt hat, kann dieser programmiert werden. Die Programmierung reduziert sich auf in Minimum. Lediglich Sprache, Land und Uhrzeit, sowie Schnitthöhe des Rasen und einige technischer Parameter sind zu setzen. Die Aktion selbst dauert keine 5 Minuten, dann ist der Automower einsatzbereit und verlässt zum ersten Mal kurz zur Kalibrierung die Station.

Ist die Kalibrierung fertig, so können im nächsten Zug die Betriebszeiten des Automowers im Menü eingestellt werden. Der Automower bietet an der Stelle pro Tag zwei unterschiedliche Betriebszeiten an. Diese können pro Wochentag unterschiedlich programmiert werden, so dass z.B. Mähzeiten von 07:00 bis 09:00 Uhr und von 20:00 bis 22:00 Uhr möglich sind.
In unserem Fall werden wir aber bevorzugt werktags in der Zeit von 10:00 bis 14:00 Uhr mähen lassen. Laut tewaga-Techniker sind wohl vier Stunden Mähzeit pro Tag bei unserer Größe ausreichend. Aktuell sind fünf von sieben Tage als aktiv markiert, so dass an zwei Tagen Mähpause herrscht.
Der Automower besitzt wohl auch Sensoren mit denen er die Kraft zum Halme schneiden messen kann. Benötigt er dazu weniger Energie, so fährt er früher in die Ladestation, da es in diesem Fall vermutlich nichts mehr zum mähen gibt.
Aktuell haben wir den Automower gestern Abend noch zwei Stunden und heute vier Stunden laufen lassen.
Das Ergebnis ist aktuell noch etwas gemischt. Der Großteil des Rasens hat mittlerweile eine Höhe. Lediglich manche Punkte scheint er bisher überfahren zu haben.

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Leider wurde der Automower ohne Autmower-Connect geliefert, so dass der Mäher nicht gesondert überwacht werden kann. Laut Techniker sind die Nachrüstsätze für ca. 260,00 Euro inkl. Einbau zu bekommen. An der Stelle muss ich mich noch ein bisschen einlesen, was der Einsatz der App und die erweiterten Überwachungsfunktionen so bringen werden. Eine „offizielle“ Einbindung in unsere OpenHAB-Heimautomatisierung ist wohl bisher leider nicht angedacht.

Unser Fazit bisher:

Der Husqvarna Automower 420 macht bisher einen sehr guten und vor allem robusten Eindruck. Der Mäheindruck und auch das Fahrerlebnis des Automowers sind ebenfalls sehr positiv. Der Automower fährt nicht, wie viele Geräte der Konkurrenz, planlos vor und zurück, wenn es nicht mehr weiter geht, sondern manövriert sehr souverän aus bisher jedem unserer Winkel im Garten heraus.
Einziger Wermutstropfen? Wir können nicht den ganzen Garten mähen lassen. Ein winzig kleiner, 50 cm und zwei Meter langer Streifen zwischen Sandkasten und Terrasse ist wohl nicht mähbar, da ansonsten die Gefahr besteht, dass der Automower die Kante überfährt und die 10 cm auf die Terrasse fällt. Dieses Problem werden wir aber spätestens in den nächsten Wochen mit dem Abbau des Sandkastens lösen.
Ein Video mit den Impressionen des Aufbaus werden wir die nächsten Tage noch auf Youtube hoch laden.

 

Husqvarna Automower – Die Details

In Kürze geht es los. Laut dem Willkommensschreiben wird sich die nächsten Tage ein Kollege, des von Husqvarna beauftragen Fachhändlers, per Telefon bei uns melden und einen Termin für die Installation des Automowers ausmachen.

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Da sich unser Garten die letzten drei Jahre prächtig entwickelt hat und mit dem ganzen Kinderspielzeug eine interessante Herausforderung für den Automower darstellt, werde ich die nächsten Wochen die von Husqvarna geforderten Videos bei Youtube online stellen und hier verlinken.
Ich bin echt gespannt, wie der Automower die ganzen Winkel und schmalen Stücke meistert. Vom Mähergebniss des Bosch Roborters unserer Nachbarn bin ich nicht ganz überzeugt. Da bleibt immer sehr viel am Rand stehen. Vielleicht wurde da aber auch nur ein bisschen beim verlegen des Drahts geschlampert.

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Eine zusätliche Herausforderung wird sicher das demnächst in Betrieb gehende Planschbecken darstellen. Da dies nicht durch einen Fahrdraht ausgegrenzt werden kann, muss es der Mäher selbst erkennen. Da der Aufstellort des Planschbeckens jede Woche variiert, kann es da durchaus zu lustigen Situationen kommen. Auch wenn Gardena und Husqvarna für ihre Mäher unbedingt empfehlen die Rasenfläche zu räumen, muss er mit so etwas, genauso wie einem vergessenen Bobbycar, etc., klar kommen.