Planung, Vorarbeiten und jede Menge Arbeit

Es geht weiter und das nächste Baukapitel kann endlich geöffnet werden.
Nachdem es mit der Baufreigabe etwas gedauert hat und der Boden bis Ende Februar gefroren war, geht es jetzt richtig los mit dem Erd- und Bauarbeiten für den neuen Geräteschuppen.

Ich hatte ja in einem vorherigen Blogbeitrag bereits erwähnt, dass wir uns für ein Metallgerätehaus der Firma Biohort entschieden haben. Genauer gesagt für ein Avantgarde XL mit den Maßen 257x257cm. Überzeugt hierbei hat uns unter anderem die Wertigkeit und die Qualität der Ausstellungshäuser, welche wir uns im Vorfeld angeschaut haben.

Bestellt haben wir das Haus beim bekannten Onlineshop für Baustoffe (bausep.de). Die Bestellung über den Webshop funktioniert problemlos und man kann zwischen verschiedenen Zahlungarten wählen. Wir haben aufgrund des eigentlich für Ende Februar geplanten Liefertermins, den kann man bei der Bestellung auswählen, den Kauf auf Rechnung gewählt, da bei diesem laut Homepage die Zahlung erst bei Lieferung auf die Baustelle fällig wird. Seltsamerweise enthält aber die von BillSafe ausgestellte Rechnung ein anderes Zahlungsziel, nämlich ca. 2 Wochen nach Beauftragung. Unabhängig davon und aufgrund der schlechten Erfahrung mit solchen „Inkasso“-Unternehmen, haben wir den Rechnungsbetrag sofort überwiesen.
Lustigerweise hat sich dann am Montag darauf die Spedition gemeldet und wollte einen Anliefertermin für den vier Pakete von Biohort vereinbaren. Also flugs Carport freigeräumt und die Spedition auf Mittwoch Nachmittag bestellt. Die Einzelteile für das Gerätehaus werden in vier Pakte aufgeteilt, auf einer Europalette geliefert. Aufgrund der Größe ist es hilfreich, wenn man beim abladen zu Zweit ist, da die Lieferung nur frei Bordsteinkante ist. Der Fahrer hat trotzdem kurz geholfen das 2 Meter ins Carport zu tragen. Überrascht von der flotten Lieferung habe ich am nächsten Tag einen Brief von Biohort im Briefkasten gefunden, in welchem die Anlieferung in den nächsten Tagen angekündigt wurde 🙂

Nachdem das Gerätehaus nun geliefert wurde und die Spannung greifbar ist, mussten erstmal diverse Vorarbeitet geleistet werden.
Biohort schlägt vier verschiedene Varianten vor, wie das „Fundament“ für den Geräteschuppen aussehen könnte. Variante 1 beschreibt quasi Gerätehaus auf Wiese mit Bodenrahmen und Bodenanker, Variante 2 die Montage auf Betonplatten im Splitbett, Variante 3 ein Punktfundament und Variante 4 die Luxusvariante mit Bodenplatte. Daneben gibt es wohl auch noch einen Bodenrahmen mit Erdschrauben zu kaufen, der aber explizit (noch) nicht erwähnt wird.
Wir haben uns für Variante 5 entschieden und machen eine Art Streifenfundament aus Schalungsteinen, füllen die mit Stahl und Beton und machen innenliegend eine Folie und ein paar XPS-Dämmplatten rein. Glücklicherweise haben wir bereits vor knapp 4 Jahren die Stelle so vorbereiten lassen, dass wir nur noch die zwischenzeitlich aufgeschüttete Erde bis auf die Schotterpackung abtragen mussten.


„Nur“ abtragen ist bei Gartenarbeiten immer ein sehr, sehr dehnbarer Begriff. Man sollte nicht glauben, was am Schluß für ein Berg Erde am Schluß daneben liegt. Eine Schaufel aus dem Loch, sind gefühlt drei Schaufel auf dem Berg.


Schlussendlich und mit unerwartet Hilfe des Gartenbauers vom Nachbarn, war es dann geschafft und die überflüssige Erde war entfernt. Im Endeffekt dürften es ca. 4 m³ Erde gewesen sein.

Vom nächsten Schritt gibt es, aufgrund des knappen Zeitplans, leider keine ausführlichen und detaillierten Bild mehr.
Grob gesagt haben wir die kleine Baugrube mit folgenden Schritten vorbereitet

  • Split eingefüllt und abgezogen
  • sündhaft teures Geotextil Filterfließ eingelegt
  • Folie als Dampfsperre, um aufsteigende Feuchtigkeit zu unterbinden
  • jede Menge Klebeband

Anschließend wurden die Schalsteine auf Beton gesetzt und ausgerichtet. Jeder zweite Schalstein bekam noch eine Bodenverankerung mit einem Torstahlstab, welcher 80cm in die Tiefe geklopft wurde und eine waagerechte Verbindung mit einem Torstahlstab über alle Steine einer Reihe. Danach wurden die Steine mit Beton ausgegossen und plan oben abgezogen. Somit sollte für ausreichend Stabilität gesorgt sein.

Aufgrund des bevorstehenden Regens und eventuell auftretendem Frost in der kommenden Woche, kam noch eine Plane drüber, damit die Schalung in Ruhe austrocknen kann.

Wie geht es weiter?
Geplant ist, den Innenbereich der Schalung mit Split und XPS-Platten auszulegen um anschließend Betonplatten verlegen zu können. Bevor dies aber gemacht werden kann, müssen noch Strom und Wasser geplant und verlegt werden. Das Gerätehaus soll auch zukünftig unsere Zisternenpumpe aufnehmen (oranges KG-Rohr) und die Wasserversorgung im Garten übernehmen.