„Hausbau“ selbst gemacht

Seit geraumer Zeit wollte ich den nächsten Artikel und die eigentlich Erfolgsgeschichte zu unserem geplanten Gerätehaus veröffentlichen.

Nachdem Kontakt, Bestellung und Lieferung über bausep vorbildlich funktioniert haben und die mühsamen Vorbereitungen erfolgreich abgeschlossen waren, kam mit dem Zusammenbau des Gerätehauses, das eigentliche Highlight des ganzen Projekts. Ungeduldig, auch wegen des unbeständigen Wetters Ende März, Anfang April, haben wir uns an einem Samstag zu zweit an den Aufbau gewagt.

Vorab sei soviel gesagt, dass am Aufbau, auch mit diversen Tricks, mindestens zwei, besser drei Personen, beteiligt sein sollten. Für die Montage der Wand- und Dachteile ist es sinnvoll, wenn mehr als zwei Hände beteiligt sind.

Geliefert wurde das Gerätehaus in vier großen Packungen, welche einigermaßen logisch, und in der Reihenfolge der Arbeitsschritte, sortiert sind. Unglücklich ist allerdings, dass, zumindest ich, nirgends einen Aufkleber gefunden habe, in welchem der vier Pakete sich die Anleitung befindet. Aus diesem Grund, haben wir erstmal alle vier Pakete geöffnet und uns einen Überblick verschafft. Wenn ich es recht in Erinnerung habe, ist die Anleitung im Paket mit der Nummer 3.

Die Anleitung selbst ist sehr gut gemacht und verdeutlicht die einzelnen Schritte des Aufbaus sehr gut. Lediglich an manchen Stellen ist unklar, welche Schrauben in welche Löcher gehören. Wir haben am Schluß einfach in alle übrigen Löcher noch Schrauben eingedreht und mit Muttern und Unterlagscheiben gesichert.

Schrauben, Muttern und Unterlagscheiben sind übrigens in ausreichendem Maß in der Packung mitgeliefert. Die ganze Sache ist so durchdacht, dass sowohl die Schloßschrauben, als auch die Mutter die selbe Kopfgröße haben. Lästiger Werkzeugwechsel wärend des Aufbaus und der Verlust von Bits wird somit vermieden.

Sinnvoll ist es, die Schrauben in unterschiedliche Schüsseln oder in einen Sortimentskasten umzuschütten.

Im ersten Arbeitsschritt werden die zwei Seitenwände, das Türelement und die Rückwand zusammengeschraubt. Zu beachten ist, dass alle Schrauben nicht angezogen, sondern nur leicht gesichert werden, da das dadurch entstehende „Spiel“ für das Ausrichten am Schluss benötigt wird. Zusätzlich sollte genügen Platz für die Lagerung der Seitenteile vorhanden sein. Bereits bei diesem Schritt, sollte man mindestens zu zweit sein.

Nach dem Zusammenbau der Wandteile erfolgt bereits die stehende Montage der Elemente. Die Anleitung erwähnt explizit, dass die Montage an einem windstillen oder -ruhigen Tag erfolgen soll. Wir haben uns natürlich nicht daran gehalten, sondern den Aufbau bei mäßigem Wind durchgeführt, was stellenweise eine interessante Erfahrung war, da die Teile sich ungefähr wie ein Segel im Wind verhalten und einiges an Kraft und Geschick für die Montage notwendig war.




Zwei, drei Pflaster und einige Mililiter Blut weniger, kam auch die Erkenntnis, dass die mitgelieferten Handschuhe ihren Sinn und Berechtigung haben. Die Blechkanten sind, obwohl hochwertig bearbeitet, scharf wie ein Messer.

Weiters ist es sinnvoll, wenn für die Montage mindestens zwei Leitern zur Verfügung stehen, da das Gerätehaus doch eine Höhe erreicht, bei der nicht mehr jeder mal kurz auf die Zehenspitzen stehen kann. Gerade die Montage des Dachs wird dadurch ungemein erleichtert. Auch hier sollte man mindestens zu zweit sein, da ansonsten keine Chance besteht, die Schrauben durch die Dachelemente zu drücken.

Für den Aufbau haben wir zu zweit ca. 8 Stunden benötigt. In dieser Zeit war dann aber auch die letzte Schraube, inkl. Fundamentverschraubung, und Abdeckkappen montiert.
Das Gerätehaus haben wir übrigens nich direkt auf die Fundamentsteine gestellt, sondern haben einen Streifen Gummi (Terrassenpad (2.000 x 80 x 6mm) unterlegt. Mit den Terrassenpads haben wir schon bei der Montage der Terrasse sehr gute Erfahrungen gemacht.
Für die Befestigung haben wir anschließend einfach mit einem 8mm-Bohrer durch die vorgefertigten Löcher im Bodenblech gebohrt, Dübel eingehauen und mit Schrauben und Unterlagschreiben verschraubt. Dadurch wir der Boden zusätzlich gegen die Fundamentsteine gezogen und das Gummi zusammengepresst. An manchen Stellen war noch etwas Nacharbeit mit MEM Dach und Fugendicht notwendig.
Wie gut die Kombination funktioniert, konnten wir letzte Woche beim spontanen Wintereinbruch austesten.

Über den weiteren Innenausbau muss ich in den nächsten Tage noch etwas berichten.
Kurz gesagt, haben wir den Boden mit Split, Dämmplatten, Folie und Betonplatten umgesetzt und ein ziemlich gutes Ergebnis geschaffen.

Finanziell ist das Projekt nicht ganz ohne. Abgesehen von den Anschaffungskosten für das Gerätehaus, müssen zusätzlich, mehr oder weniger, folgende Posten berücksichtigt werden:

  • Evtl. Aushub und Entsorgungskosten (ca. 150 Euro)
  • 25 Fundamentsteine (ca. 3 Euro pro Stück ).
  • ca. zwanzig 40kg Säcke Estrichbeton (ca. 2,90 Euro pro Sack)
  • Folie für Dampfsperre und Geoflies (ca. 20 bis 40 Euro)
  • 8 XPS-Dämmplatten (ca. 8 Euro pro Platte)
  • 2 m³ Split für die „Füllung“ (ca. 60 Euro)
  • 25 Betonplatten als Bodenbelag (ca. 2,50 pro Stück)
  • KG-Rohr für Strom und Wasser (ca. 20 Euro)
  • Erdkabel für Strom (ca. 25 Euro)
  • Diverse Kleinteile und Zeugs …