Unser Leben mit dem Automower

Vor knapp zwei Monaten haben wir im Zuge der „Husqvarna Automower Tester“-Aktion einen Automower 420 bekommen.
Über die Installation und die ersten Erfahrungen habe ich ja bereits im vorherigen Artikel etwas erzählt. Seitdem dreht der Automower nun jeden Tag für vier Stunden seine Runden in unserem Garten. 

Was lässt sich jetzt, gut 10 Wochen später, alles sagen?
Vorab, der Automower ist auch Arbeit. Wer hofft, er spart sich künftig mit der Investition in so ein Gerät, viel Arbeit, der sollte vorab einen kritischen Blick auf seinen Garten werfen.
In unserem Fall ist es leider so, dass unsere Rasenfläche zu einem sehr verwinkelt ist und zum anderen an manchen Stellen nicht sehr breit, trotzdem kommt der Automower sehr gut damit zurecht. Leider erreicht er aufgrund der Gegebenheiten nicht jeden Tag alle Stelle, da es an manchen Ecken davon abhängt, in welchem Winkel der Automower das zu mähende Stück anfährt.
Zusätzlich haben wir bei der Gartenplanung nicht wirklich Wert darauf gelegt, dass jedes Beet mit Rasenkanten- oder Mähsteinen von der Rasenfläche getrennt ist. Dieser Umstand führt nun dazu, dass wir für den Automower an diversen Stellen im Garten nacharbeiten mussten und den übrig geblieben Streifen entweder mit dem Rasenmäher oder dem Rasenkantenschneider nacharbeiten mussten.

Problematisch an dieser Stelle ist die leichte Erhöhung des Rasens gegenüber der Terrasse. Da das Messer des Automowers leicht nach hinten versetzt unter dem Mäher liegt, muss dieser das Schleifenkabel ein ganzes Stück überfahren. Würde er dies an dieser Stelle tun, bestünde die Gefahr, dass die Vorderräder auf die Terrasse kippen und das Messer aufgrund der Randsteine beschädigt wird. Von daher haben wir diese und andere, ähnliche, Stellen in unserem Garten nun mit Rasenkantensteinen entschärft.

Bis auf einige, nicht weiter erwähnenswerte Zwischenfälle, dreht der Automower 420 nun problemlos seine Runden. Im Falle eines Fehler bleibt der Automower brav stehen und stellt die Arbeit sicherheitshalber ein, bis jemand kommt und für ihn die Situation auflöst.
Dies führt zwar zu einem kleinen Schreck, wenn der Mäher nach Feierabend nicht wieder in seiner Ladestation steht, ist aber nicht weiter tragisch, denn mittlerweile kennen wir die Stellen an denen er gerne mal hängenbleibt.

Nachdem man den Automower wieder aus seiner misslichen Situation befreit und auf eine freie Stelle gestellt hat, mäht dieser entweder weiter oder fährt alleine zur Ladestation zurück. Alternativ kann man ihn auch manuell zur Ladestation schicken, so dass man den Automower nicht durch den halben Garten tragen muss. 
Im Gegensatz zu anderen Mähern ist es auch egal, an welcher Stelle der Automower im Garten platziert wird. Da er sich zufallsmäßig innerhalb seines Schleifenkabels bewegt, findet er von alleine, und vor allem ohne zusätzlichen Zwischenstopp in der Ladestation, wieder zur Arbeit zurück.

Ist dann mal alles korrekt eingerichtet und sind die letzten Fallen und Stolperstellen beseitigt, dann ist das Mähergebnis des Automowers überragend. Nicht nur, dass man wöchentlich eine Stunde weniger fürs mähen aufwenden muss, man spart sich zusätzlich den Weg zum Recyclinghof und den Dünger für die Rasenfläche, da der Grasabfall einfach liegen bleibt.
Nachdem im letzten Jahr die Rasenfläche noch sehr löchrig war und keine Besserung abzusehen war, haben wir nun einen weichen und dichten Rasen. 

Aktuell kämpfen wir noch ein bisschen mit den gelben Spitzen. Ob es daran liegt, dass der Mäher immer Mittags fährt und die Sonne die geschnittenen Spitzen beeinträchtigt oder am aktuell etwas seltsamen Wetter, wissen wir noch nicht. Testweise werden wir demnächst die Mähzeit auf den späten Nachmittag legen und die Veränderung beobachten.
Interessanterweise kommen wir mit den empfohlenen 4cm Schnitthöhe nicht ganz hin. Wenn der Automower den Rasen auf 4cm kürzt, trocknet dieser innerhalb eine Woche, auch bei Regen, aus und wird gelb und strohig. Bei 6cm sieht die Sache deutlich entspannter aus. Leider mit dem Nebeneffekt, dass nun Kleeblumen und diverse Unkräuter wieder ihre Wachstumsmöglichkeiten haben.

Die Wartungsarbeiten am Automower selbst beschränken sich auf regelmäßiges saubermachen und die Messerkontrolle. Die Messer sehen ähnlich wie Rasierklingen aus und sind, im Regelfall, ziemlich schnell gewechselt. Fährt der Automower viel im Regen, so wie dieses Jahr, muss dieser öfters vom nassen und festgebackenen Gras befreit werden.


Damit ist eigentlich alles nennenswerte über den Automower schon beinahe gesagt und wir hoffen, dass wir das gute Stück am Ende der „Automower-Tester“-Aktion behalten dürfen. Voraussetzung dafür war die Abgabe von 10 Videos bis zum September diesen Jahres. Aktuell sind wir auf einem guten Weg. Fünf der Videos können bereits bei Youtube oder auf der Husqvarna Seite (http://www.automowertester.de) besichtigt werden.

Video 1: https://youtu.be/7CLbeKnmDF8

Video 2: https://youtu.be/RsEsBguQwIw

Video 3: https://youtu.be/oODvOpdScIc

Video 4: https://youtu.be/lGKVxLuar60

Video 5: https://youtu.be/JZ-WMLQqrNE