Renovierungsarbeiten und andere Dinge

„Nach der Hausübergaben beginnen die Renovierungsarbeiten“, so sagte man uns beim Einzug ins neue Heim.

Ganz so schlimm ist es glücklicherweise nicht geworden, trotzdem enthält die Aussage doch ein kleines Fünkchen Wahrheit. So hatten damals die Maler im Haus gerade ihre Farbrolle ausgewaschen, als der erste Fußball gegen die frisch gestrichene weiße Wand knallte und eine, nun ja, markante und auch auffällige Stelle hinterließ, welche es gleich wieder zu beseitigen galt.

Abgesehen davon blieb uns der „große“ angekündigte Renovierungsaufwand bisher erspart. Lediglich einige der turnusmäßigen normalen Wartungsarbeiten, wie z.B. das Nachstreichen des Carports oder anderer Holzelemente im Garten halten uns auf Trab.
Zu einem dieser Dinge, welches doch recht intensive Aufmerksamkeit benötigt, ist unsere Terrasse. Wir haben uns ja für einen Belag aus Douglasiendielen entschieden. Jetzt ist es aber nun mal so, dass Douglasie, im Gegensatz zu gewissen fragwürdigen Tropenhölzern, nicht unendlich haltbar ist und quasi nach Pflege schreit. Gut, man darf auch nicht vergessen, dass die Witterung in Deutschland ziemlich grenzwertig ist. Temperaturunterschiede von 60 Grad zwischen Sommer und Winter (-20 Grad bis + 40 Grad) sind keine Seltenheit, auch wenn die letzten Winter etwas milder waren. Kommt noch die Sonneneinstrahlung im Sommer dazu, erhitzt sich das Material deutlich über 40 Grad Celsius.
Dies bedeutet nun für uns, dass wir jedes Jahr mindestens einmal, besser zweimal die Terrassen mit einem Douglasienöl streichen müssen. Leider scheint es so, dass das Öl mit Gold gleichgesetzt ist und ungefähr auch dessen Kurs beim Einkauf verfolgt. Für die kleine Terrasse benötigen wir ca. 3 Liter, für die große Terrasse ca. 5 Liter. Entschieden haben wir uns, wie bereits beschrieben, für das Douglasien-Öl von Bondex.
In Ulm, um Ulm und um Ulm herum, haben wir grob gesagt 3 Baumarktketten, bei welchen man den täglichen Heimwerker-Bedarf decken kann. Zum einen die zwei üblichen Verdächtigen, Hornbach und Bauhaus, sowie einen eher unbekannten, welcher in Ulm-Lehr die Nachfolge von Max Bahr angetreten hat, den Schünke Baumarkt.
Alle drei haben sicherlich ihre unschätzbaren Vorteile. So besuchen wir das Bauhaus hauptsächlich um Pflanzen und Co. zu kaufen, Hornbach steht bei Baubedarf (Steine, Beton, etc.) ganz oben auf der Liste und am Schünke Baumarkt schätzen wir nicht nur die kurze Distanz, sondern auch das freundliche und hilfsbereite Personal, sowie das doch ein Stück weit im „Profi“-Segment angesiedelte Sortiment.
Eine Schwachstelle haben jedoch alle drei! Der Liter des Bondex-Douglasien-Öls liegt bei allen dreien deutlich über 13 Euro. Das bedeutet für uns, dass wir für die benötigte Menge an Öl, jedes Mal beinahe 100 Euro bezahlen müssten. Hochgerechnet auf 10 Jahre wäre es damit vermutlich günstiger die Terrasse vergammeln zu lassen und neu zu machen.
Glücklicherweise gibt es aber in #Neuland einige Alternativen. So haben sich in den letzten Jahren auch einige sogenannte Online-Baumärkte etabliert, welche stellenweise ein ausgezeichnetes Sortiment haben und bei denen man durchaus Schnäppchen machen kann. Vor allem bieten diese Baumärkte den Vorteil, dass unter Umständen, Rabatte an den Endkunden weitergegeben werden.
So haben wir z.B. jetzt bei ONLINEBAUFUCHS.de eine Möglichkeit gefunden, das Douglasien-Öl ziemlich günstig zu beziehen. Dort gibt es aktuell Aktions-Eimer mit 20% mehr Inhalt, so dass ein Literpreis von 7,50 Euro herauskommt. Bestellt man nun ein paar Eimer auf einmal, fallen auch Porto und Verpackungskosten nicht merklich ins Gewicht.

Ähnlich ging es uns auch am Anfang des Jahres, als wir unser Carport vollends wind- und wetterfest gemacht haben. Letztes Jahr im Herbst haben wir ja noch mit einem Flammgerät die oberste Schicht der Bitumenbahnen aufgebracht und fest verschweißt. Leider hat uns dann das Wetter bei den Blecharbeiten etwas im Stich gelassen, so dass wir mit einer provisorischen Abdeckung zwischen Haus und Carport in den Winter gehen mussten. Dies haben wir im Frühjahr dann ziemlich zügig korrigiert. Auch an dieser Stelle ist uns aufgefallen, dass die Preise für Abdichtungsmaterial im lokalen Baumarkt deutlich über denen im Internet liegen. Dieses Manko wiegt umso mehr, als dass wir nicht nur 1-2 Meter benötigen, sondern mehrere Rollen und Dosen für mehrere Meter Carport. Schlußendlich sind wir auf die Firma Hellweg mit ihrem Profi-Baumarkt aufmerksam geworden und haben uns dort mit dem notwendigen Dichtmaterial eingedeckt. Zum einen haben wir sicherheitshalber nochmals alle Stöße zu den Blechteilen und auch zur Hauswand mit einem Bitumenband der Firma MEM abgedichtet, zum anderen haben wir das an der Hauswand angeschraubte Blech mit MEM Gum-Dicht hinterfüttert und auch oberhalb den Spalt sauber geschlossen. Da das Blech nachträglich montiert wurde und nicht in den Putz eingebettet ist, muss an dieser Stelle für eine saubere Abdichtung gesorgt werden. Leider ist das verarbeiten des MEM Gum-Dicht eine riesige Sauerei, so dass wir von einer hübschen Fugenkante, wie z.B. im Bad, meilenweit Abstand genommen haben. Das Zeug klebt für ewig an Klamotten und Fingern 🙂

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Restarbeiten 1 von 2

Gerade ist mir aufgefallen, dass der vorherige Artikel nicht wie geplant von WordPress veröffenticht worden ist und die dort angekündigte Arbeit eigentlich schon seit geraumer Zeit erledigt ist.
Das Ergebniss muss ich an der Stelle jetzt nachreichen.

Die guten Sachen hebt man sich bekanntlicherweise immer für den Schluß auf. In unserem Fall war das so ähnlich. Priorität in der Außengestaltung hatte im letzten Jahr Rasen, Sandkasten und Terrasse. Ungefähr in dieser Reihenfolge.
Nachdem letztes Jahr Anfang November ziemlich früh der Winter kam, haben wir uns entschlossen noch ein weiteres halbes Jahr mit einer provisorischen Einfahrt zu leben und die Pflasterarbeiten auf das Frühjar zu verschieben. Schlußendlich haben wir uns aber doch noch durchgerungen und zumindest den Stellplatz vor dem Haus mit Rasengittersteinen verlegt. Die sind groß, unkompliziert und lassen sich leicht verlegen. Da in Ulm die versiegelte Fläche mit Einleitung in den Kanal oder auf die Straße mit ca. 60 Cent pro m² veranschlagt wird, war die Wahl für solche Steine nicht wirklich schwer.

Anfang April fiel dann der Entschluß, die restliche Einfahrt zu komplettieren. Dazu mussten noch ein paar Randsteine gesetzt und die Einfahrt eben gezogen werden.

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Das Pflaster selbst war dann eigentlich ruck-zuck eingebaut. Als Unterbau haben wir weitere 4 Anhänger (2 Tonnen) Split verbaut. Es ist Wahnsinn, welche Mengen auf Fläche verbaut werden können 🙂IMG-20150425-WA0004 IMG-20150425-WA0003 IMG_20150424_174546

Wer genau hinsieht, kann erkennen, dass wir uns einen kleinen Fehler eingebaut haben, welchen wir am nächsten morgen noch korrigieren mussten. Glücklicherweise war dies aber der einzige Fauxpas, welchen wir uns geleistet haben.
Den Split haben wir über drei Dachlatten aus dem Baumarkt abgezogen. Das hat mit etwas Nachhilfe ziemlich gut und passabel funktioniert. IMG_20150424_170335

 

Höchst herausfordernd war der Revisionsschacht in der Einfahrt. Dieser wird vom Tiefbauer waagerecht und im Wasser verbaut. Dumm, dass die Einfahrt ein kleines Gefälle vorweist. Entweder macht man es sich in diesem Fall leicht und pflastert die ganze Sache etwas schräg und wild an, so dass man eine Art Stufe bekommt oder man geht den aufwendigen Weg und „schrägt“ den Schachtdecke dem Gefälle nach ab. Da letzteres die deutlich schickere Variante ist, haben wir uns für diese entschieden.

 

IMG_20150627_134223 IMG_20150627_134214Schlußendlich und zu nahezu guter Letzt haben wir jetzt auch eine „richtige“ Hausnummer. Und nein, die Nummer ist nicht schief. Die Buchstaben sind handgegossen aus Beton und etwas ungleichmäßig 🙂IMG_20150627_142245

 

 

Arbeit

Seit gestern (22.04.) steht wieder Arbeit vor dem Haus. Genauer gesagt sind endlich unsere Pflastersteine für die Hofeinfahrt eingetroffen. Damit können wir endlich Projekt 1 der zwei für dieses Jahr geplanten Projekte in Angriff nehmen.

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Zwischendurch bleibt mittlerweile auch noch Zeit für gewisse Spielereien im Bereich Smarthome. Aktueller Neuzugang ist ein Raspberry Pi 2 mit Hutschienengehäuse (http://www.pollin.de/shop/dt/ODc1NzkyOTk-/Bausaetze_Module/Entwicklerboards/Raspberry_Pi_2_Hutschienen_Set.html) und Display für die Montage im Zählerschrank.

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Warum der Artikel nicht von WordPress wie geplant bereits im April veröffentlich wurde, entzieht sich bisher meiner Kenntniss. Besser spät als nie, zumal es zwischenzeitlich ja schon jede Menge neues zu berichten gibt. Dazu mehr aber im nächsten Artikel.

Was vom Winter übrig blieb …

Notiz für die nächsten Winter:

Regelmäßig die Luftansaugung der Lüftungsanlage kontrollieren. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt besteht die Gefahr, dass das Einlassgitter der Comfoair an der Fassade außen vereist. Und zwar so vereist, dass sich das Gitter komplett zusetzt.
Leider bringt an der Stelle auch der Vorerwärmer für die Außenluft nichts, da dieser in der Anlage und nicht außen am Gitter sitzt.

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Dass das Heizregister tut, was es soll, konnte man dieses Jahr eindrucksvoll sehen.

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Bei Temperaturen um die -10°C sprang die „Heizung“ regelmäßig an und sorgte für 2-3 kWh „Mehrverbrauch“ an Strom am Tag.

Schlußendlich hatten wir auch kurzzeitg noch hübsche Eisblumen an einer Scheibe. Diese war wohl, so hat es sich herausgestellt, zwischen den beiden äußeren Scheiben undicht.20150204_065101

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Und zu guter Letzt fängt so langsam die Zeit an, wo man alles so ganz ohne schlechtes (naja, beinahe) Gewissen genießen kann.

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Weihnachtszeit …

Wie schnell es mitunter gehen kann, haben wir heute morgen erlebt. Heilig Abend haben wir noch bei angenehmen 6 Grad und strahlendem Sonnenschein verbracht. Die ersten Blüten an den Bäumen waren bereits zu sehen und alles deutete darauf hin, dass der Winter wohl dieses Jahr auch wieder ausfallen würde.20141224_141529Weit gefehlt … Heute morgen war die weiße Pracht dann da und in der Ferne kündigen sich Temperaturen von -15 °C bis -10 °C an.20141226_093014 20141226_093045 20141226_093139Nachdem wir im ersten Jahr im Haus noch etwas unsicher waren, was den Wärmeverlust betrift, haben wir vorsorglich Ende September, wie von vielen Seiten vorgeschlagen, die Heizung eingeschalten und die Raumthermostate auf ca. 20°C eingestellt. Von unserer alten Wohnung her kannte ich das Problem, dass ab ca. 22:00 Uhr die Heizköper nicht mehr richtig warm wurden und Heißwasser nur noch begrenzt zur Verfügung stand. Dies war besonders ärgerlich für Bewohner, welche erst Abends gegen 20:00 oder 21:00 Uhr nach Hause kamen. Was gab es da Diskussionen um das Thema Nachtabsenkung. Mit diesen Diskussionen haben wir die Heizungsgrundeinstellung der Stadtwerke an der Fernwärmestation mehr oder weniger unverändert übernommen. Mit diesen Einstellungen läuft die Heizung in der Zeit von 04:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Laut dem Monteur völlig ausreichend, da die Fußbodenheizung die Wärme noch eine gewisse Zeit speichert, bzw. morgens Zeit zum aufheizen benötigt.

Nachdem dann letzes Jahr die restlichen Baustellen erledigt waren, der Winter kam und dadurch etwas Zeit zur Verfügung stand, habe ich mich einmal ein bisschen in das Thema eingelesen. Leider macht einen selbst das alles nicht wirklich schlauer, da an dieser Stelle viele unterschiedliche „Experten“-Meinungen aufeinander prallen und jeder von anderen Grundsätzen und Anforderungen ausgeht.
Aktuell benötigen wir, abhängig von ein paar Faktoren (Außentemperatur, Dusche oder Badewanne, etc.) zwischen 200 und 300 kWh Wärme pro Monat zur Wasseraufbereitung. Ob viel oder wenig, keine Ahnung. Das ist auf jeden Fall der Wert, auf den es sich, in unserem 4 -Personen-Haushalt, die letzten 12 Monate eingependelt hat und wir nutzen Dusche und Badewanne regelmäßig, stellenweise auch mehrmals am Tag :-). Der Rest davon fließt in die Heizung.
Wie geschrieben, haben wir uns im letzten Jahr auf die vorgeschlagenen Heizungseinstellungen verlassen und haben mit dem Kaminofen lediglich zugeheizt. Am Abrechnungsende standen dann ca. 8000 kWh Wärme (Heizung und Warmwasser) auf dem Zähler. Umgerechnet auf unsere beheizte Wohnfläche von 220 m² ergibt das einen Wert von ca. 36 kWh pro m² Wohnfläche. Im Energieausweis wurde ein Wert von 31 kWh pro m² errechnet. Ob es sich an der Stelle nur um den Wert der Heizung oder auch um das Warmwasser handelt, hat sich mir leider noch nicht erschlossen.
Umgerechnet auf Warmwasser un Heizung kommen ich ungefährt auf folgende Werte:

Warmwasser: ca. 250 kWh * 12 Monate = 3000 kWh
Heizung: 8000 kWh – 3000 kWh = 5000 kWh

Wir haben als ca. 22 kWh Wärme pro m² Wohnfläche für die/als Heizungs(unterstützung) benötigt. Ohne Kaminofen war dieser Aufwand ausreichend, das Haus auf einem Temperaturniveau von ca. 19 – 21 °C zu halten.
Somit sind die versprochenen Werte voll erfüllt worden.

Jetzt ist es halt so, dass 19 bis 21°C stellenweise einfach zu kalt sind, oder es halt eben einfach so ist, dass man es gerne wämer haben möchte, weil man es jetzt endlich kann. Gleichzeitig möchte man mit diesem Wunsch aber nur ungern die Stadtwerke über die, doch sehr teueren, Energiepreise subventionieren und sanieren.
Aus diesem Grund haben wir uns dieses Jahr eine andere Strategie ausgedacht. Wir schalten die Heizung zwar ein, lassen aber die Heizungsthermostate der Fußbodenheizung vorerst mal aus und nutzen einfach unseren Kaminofen mehr.
Dafür haben wir uns im November 1 1/2 RM Holz geholt und nutzen dies momentan als einzige Wärmequelle in unserem Haus (mit Ausnahme der FBH im Bad natürlich – diese MUSS sein).
Aufgrund unserer offenen Wohnsituation heizt die Wärme nicht nur die große Wohnküche, sondern zieht auch über die Treppe ins Obergeschoss hinauf und wärmt dort alle Räume. Wie toll das funktioniert, wird anhand dieser Grafiken deutlich.

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Aktuell, und das ist wohl auch dem milden Dezember geschuldet, benötigen wir ca. 1/2 RM Holz pro Monat und erreichen damit angenehme Temperaturen im ganzen Haus. Gut, der Keller bildet an dieser Stelle natürlich eine Ausnahme. Hier sinken aktuell die Temperaturen ohne Heizung bis auf 18 °C ab.
Wie das ganze weiter funktioniert, wird sich in spätestens 3 bis 4 Tagen herausstellen, wenn die angekündigten -15 °C bei uns eintreffen werden.

Unschön ist, dass wir eine undichte Stelle am Fensterrahmen gefunden haben. Aufgrund der Größe unserer Hebe-Schiebe-Tür besteht der Fensterrahmen auf der Unterseite wohl aus 2 Abdeck-Teilen. Am Spalt kann man mit der Hand einen merklichen und kühlen Luftzug feststellen, welcher sich bei entsprechendem Außenwind verstäkrt. An dieser Stelle muss sich auf jeden Fall nochmal jemand etwas überlegen. Evtl. ist an dieser Stelle auch nur eine Dichtung oder ähnliches verloren gegangen. Die entsprechende Anfrage haben wir auf jeden Fall schon an FischerHaus gestellt und hoffen spätestens nach den Weihnachtsfeiertagen auf eine Antwort und baldige Behebung.

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In diesem Sinne wünschen wir allen Leseren noch frohe Weihnachten und viel Erfolg bei den eigenen Projekten im Jahr 2015.

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Luftfeuchtigkeit

Die letzten Tage bekam ich eine Anfragen, wie es sich denn so mit der Luftfeuchtigkeit im Haus verhalten würde.
Da ich denke, dass die Antwort vielleicht mehr Leute interessiert, möchte ich hier ein paar Punkte dazu verlieren.

Unsere „alte“ Mietwohnung war ja eher feucht. Das bedeutete, dass wir im Winter, trotz richtigem heizen und lüften, eine Luftfeuchtigkeit zwischen 70 und 80% in der Wohnung hatten. Dass es keinen geigneten Wäscheraum gab, war hierfür nicht gerade hilfreich. Die Feuchtigkeit in der Wohnung führte dazu, dass die Wände ruck-zuck gesättigt waren und sich der Dampf in Form von Kondeswasser an den kaltesten Stellen im Haus (den Fenster) niedergeschlagen hat. Die Folge waren vergammelte Fenstergummis und Schimmel am Fensterkit.
Zusätzlich kam noch die Problematik dazu, dass selbst Raum-Temperaturen von 22°C, aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit, als kühl empfunden wurden.

Die Hoffnung, diesesem Dilemma zu entfliehen stieg also mit der Option auf eine Lüftungsanlage im neuen Heim. Diese war für mich fest vorgesehen und eigentlich auch verpflichtend notwendig, wenn man einen gewissen Energiestandard erreichen möchte (z.B. KfW-55 oder KfW-40 (Passivhaus, etc.)).

In unseren Alternativangeboten aus dem Massivbau wurde hiergegen, unter anderem, jedoch massiv Stimmung gemacht:

„Eine Lüftungsanlage benötigt kein Mensch, die macht nur so trockene Luft im Winter!“

Das war der Standardsatz, den wir nicht nur einmal zu hören bekommen haben.

Jetzt, knapp 1 1/2 Jahre später können wir sagen, dass dies beinahe gelogen ist. Trotz Lüftungsanlage ist auch im Winter so viel Feuchtigkeit in der Luft, dass weder die Augen brennen, noch die Pflanzen  sofort eingehen.
Schließlich sorgen nicht nur duschen, baden und kochen für Nachschub, nein auch die Wäsche die im Haus getrocknet wird, das schwitzen beim Sport und auch das kurze Fenster aufmachen bei schönem Wetter sorgen dafür, dass alles ganz angenehm bleibt.

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Im Luftfeuchtigkeitsgraph des Bades kann man sogar erkennen, wann geduscht und gebadet wurde. Hier steigt die Luftfeuchtigkeit von ca. 51% auf 66% an und fällt danach aufgrund der Lüftunganlage kontinuierlich wieder ab auf ihren Ursprungswert von 51%.

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Über den Monat gesehen sieht man, dass zwischen 50% und 77% so alles möglich ist.

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Selbst übers Jahr gesehen, lag der die Mindestfeuchtigkeit bei 43%.
Blättert man ein bisschen im Internet, findet man schnell heraus, dass der untere Grenzwert der Behaglichkeit bei ca. 30% liegt. Empfohlen wird eine kontinuierliche Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 65%.

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Unsere große Wohnküche hingegen landet stellenweise unter den empfohlenen 40% Luftfeuchtigkeit. Aber auch hier ist uns der Wert noch nie unangenehm aufgefallen.

In einem eher weniger benutzten Raum, unserem Wohnzimmer, sieht die Situation so aus.

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Werte zwischen 39.5 und 65 % liegen völlig im normalen Rahmen.

Als letztes noch die Meßwerte des Sensors im Spitzboden. Dieser ist ja nicht gedämmt und gut durchlüftet, aus diesem Grund bekommt der Sensor beinahe die Qualität der Aussenluft mit.

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Hier sieht man seht schön, wie die allgemeine Aussenluftfeuchtigkeit im Sommer (Ende Mai / Juni) absinkt und ab Juli (viel Regen) zum Herbst hin wieder ansteigt.

Vergleicht man die Graphen oben mit der Aussenluftfeuchtigkeit, so kann man erkennen, dass die Luftfeuchtigkeit im Haus sich mehr oder weniger immer im selben Rahmen bewegt. Abhängig von der Aussen- und Abluft gelangt nämlich auch über die Lüftungsanlage (abhängig von der Aussentemperatur) ein gewisser Teil an Feuchtigkeit ins Haus.
Dies lässt sich sicherlich anhand der über die Comfoair gewonnen Daten berechnen, führt aber hier zu weit 🙂 Nur soviel. Mit sinkender Temperatur steigt der prozentuale Anteil der Luftfeuchtigkeit in der Luft. Aus diesem Grund versinken wir in Ulm im Herbst immer im Nebel. Man kann „quasi“ die Luftfeuchtigkeit bei einer Sättigung von 100% sehen und vor allem fühlen.

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Bei den Werten der Comfoair handelt es sich um geglättete Daten. Bei der Kompression wird ein Mitterlwert des Tages generiert und abgespeichert. Aus diesem Grund hatten wir laut Grafik einen eher mittelmäßigen Sommer mit Höchstwerten von 22°C. Hierfür gelobe ich fürs nächste Jahr Besserung. Der Umstieg von Munin auf Graphite ermöglich an dieser Stelle ganz neue Auswertungen 🙂

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Dank Graphite lassen sich Werte auch berechnen. Hier z.B. der errechnete Wirkungsgrad der Lüftungsanlage in den letzten 2 Stunden. Die versprochenen 90% sind keine Utopie.
Für die Berechnung des Wirkungsgrads wird die Aussenluft (4 °C) von der Raumtemperatur (21°C) abgezogen und durch die Temperatur der Zuluft (19°C) geteilt.

Wirkungsgrad = (Zuluft – Außenluft) / (Abluft – Außenluft) * 100

Abluft ist die Luft, welche den Wohnraum verlässt, Zuluft jene, welche über die Ventile wieder eingeblasen wird. Fortluft wäre dementsprechen die Luft, welche nach dem Wärmetauscher auf die Straße geblasen wird.

Dieses noch mit 100 multipliziert, ergibt einen aktuellen Wirkungsgrad von ~ 89.4 %. Nicht schlecht, für eine Marketingversprechen.

Wer sich näher mit dem Thema Luftfeuchtigkeit näher auseinandersetzen möchte, der wird hier sicherlich fündig:

http://de.wikipedia.org/wiki/Luftfeuchtigkeit

 

Restaufgaben

Nachdem es hier im Blog seit längerer Zeit, eigentlich seit Anfang August, keine regelmäßigen Updates mehr gab, muss ich doch mal wieder von unserem aktuellen Stand berichten. Passend zu den zwei heißesten Monaten (Juni und Juli) im Jahr 2014 haben wir unsere beiden Terassen fertiggestellt. Die Wahl, diese aus Holz zu machen, hat sich mittlerweile mehr als bestätigt. Das Holz ist selbst bei voller Sonneneinstrahlung warm, trocknet nach dem Regen schnell ab und fühlt sich einfach nur wunderbar an. Für nächstes Jahr haben wir zur Pflege die Beschaffung eines Hochdruckreinigers mit Bürste eingeplant. Schließlich sollte man die Terrasse mindestens einmal im Jahr mit Douglasienöl behandeln und pflegen. Die genaue Pflegeanleitung haben wir netterweise von unserem Holzlieferanten gleich mitbekommen.

Im August hatten wir dann so das erste Mal richtig Zeit, Haus und Garten zu genießen und einfach nur Urlaub zu machen. Das Gras ist gut angewachsen, die Terrassen waren fertig und die Baustelle in der Einfahrt und vor dem Haus hat uns schlichtweg nicht interessiert.

Mitte September haben wir dann angefangen die restlichen Randsteine ums Haus zu setzen. Dazu haben wir wieder bei Lithon Plus Tiefbordsteine im Maß 100 x 40 x 8 bestellt und abgeholt. Diese sehen einfach schicker und wertiger aus, als die meistens verwendeten Rasenkantensteine.

IMG_20141012_155326 Die Randsteine selbst haben wir in wieder, wie auch an der Terrasse, in ein Betonbett gesetzt. Leider sind im Herbst die Öffnungszeiten der lokalen Betonwerke nicht mehr ganz so flexibel wie im Frühjahr oder Sommer, was leider dazu geführt hat, dass wir ca. 40 Sack Fertigbeton im Schubkarren anrühren mussten.
Bei dieser Variante ist zu beachten, dass es zweierlei Fertigbeton gibt. Die günstigere Variante ist zum anrühren gedacht und die perfekte Variante zum setzen der Randsteine. Der Sack kostetet hier zwischen 2,95 und 3,95 Euro. Die teuerere Variante muss nicht mehr gemischt werden. Diese schüttet man aus dem Sack ins Lock und gießt Wasser drüber – Fertig. Hier kostet der Sack aber locker mal 7,95 Euro.IMG_20141012_155428Die Einfahr selbst ist ja so ein bisschen unser Sorgenkind. Ursprünglich hatten wir einen stufenlosen Zugang eingeplant und auch in allen Besprechungen darauf verwiesen. Dieser ist auch im Bauantrag noch so eingezeichnet. Vermutlich bei der Bemusterung muss das dann aber übersehen worden sein, denn das Fenster neben der Haustür liegt mit dem Fensterbrett unter der Haustürschwelle.
Nach reiflicher Überlegung haben wir uns dann dafür entschieden, dass wir mit dem Niveau der Einfahrt unter der Oberkante des Erdgeschossfussbodens bleiben und eine Stufe von ca. 15 – 17cm einplanen. Der Breite des Carports (3,50m) geschuldet, werden wir an der Stelle ein Holzpodest ähnlich unserer Terrassen bauen. Zum einen haben wir so einen ungefähr gleichen Stil ums Haus, zum anderen verzeiht das Holzpodest vielleicht zukünftig auch den einen oder anderen Einparkfehler im Carport.IMG_20141012_155336Der provisorische Holzstapel wird vermutlich in den nächsten 2 Jahren einem Gartenhaus weichen müssen. Die aktuelle Variante mit Rasenmäher im Carport und Gartenpumpe unter Plastikwanne ist nicht dauerhaft geeignet.

IMG_20141024_102138Die Randsteine haben wir in einem Abstand von ungefähr 15cm zur Hauswand gesetzt. Wir haben die Höhe der Steine so eingeplant, dass wir mit der zum Spritzschutz notwendigen Kiespackung unter dem Wärmedämmverbundsystem der Hauswand bleiben und schließend damit direkt an die Noppenbahn an der Kellerwand anschließen. Dadurch sparen wir uns den Putz an der Kelleraussenwand und bleiben weit genug vom WDVS der Hauswand weg.

20141010_131357 20141010_131402Passend dazu haben wir als Vorarbeit das Carport an die Entwässerung über die Zisterne angeschlossen. Ob dieses (verordnete) System so ganz clever ist, wird sich noch herausstellen. Die Entsorgungsbetriebe in Ulm schreiben vor, dass jedwegliche Hausentwässerung von Regenwasser über die Zisterne zu erfolgen hat. Gleichzeitig müssen Flachdächer, wie unser Carport, aber begrünt werden. In wie weit das Grünzeugs Auswirkungen auf die Verschmutzung der Zisterne hat, wird sich nächstes Jahr heraustellen. Vielleicht lohnt sich aber genau zu diesem Zeitpunkt die unverschämt teuere Anschaffung des Textilfilters 🙂

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Bevor der Platz vor dem Haus bekiest werden konnte, mussten wir noch ca. 4 Anhängerladungen an Schotter, kaputten L-Steinen und sonstigem Material auf die unterschiedlichen Ulmer Receyclinghöfe verteilen. Wie ich festgestellt habe, haben von diesem „Schandfleck“ kein Foto gemacht, dabei war die Entsorgung so eine elende Schufterei.
Den Split für den Unterbau haben wir beim mehr oder weniger örtlichen Baustoffhändler bekommen. Die halbe Tonne Split liegt dort bei ca. 15 Euro. Prinzipiell hätten wir den Split anliefern lassen können, hätten dann jedoch zu minimal günstigerem Preis gleich einen Berg mit 5 Tonnen vor dem Haus liegen gehabt.

IMG_20141030_141213Die Fläche selbst haben wir dann mit ein paar restlichen Latten plan abgezogen und mit Rasengittersteinen aus Beton belegt. Die Zwischenräume haben wir auf der Stellfläche mit Split gefüllt, am Laufweg zwischen Terrasse und Straße mit speziellen Füllsteinen. Dabei ist es ganz interessant wieviel Material auf einer Fläche von ca. 27 m² verschwinden kann. Den Unterbau an Schotter nicht mitgerechnet, haben wir ca. 2 Tonnen Split verteilt, 105 Rasengittersteine mit je 27 Kilo und 180 Füllsteine verlegt. Die Kosten lagen bei ca. 300 Euro für die gesamte Fläche.

20141114_163959Die Frage, warum Rasengittersteine und nicht normles Pflaster lässt sich ziemlich einfach mit dem Begriff „Niederschlagsgebühr“ beantworten. Aktuell kostet der Quadratmeter versiegelte Fläche mit Einleitung in den Kanal 0,52 €. Flächen die nicht eingeleitet, aber über öffentliche Flächen entwässert werden, liegen bei 0,26 €. Kosten, welche sich mit dem Lauf der Jahre aufsummieren und sicherlich nicht günstiger werden. Hinzu kommt, dass diese Fläche lediglich als Stellplatz für Auto, Anhänger und Holz eingeplant ist. Die „Gefahr“, dass Besuch mit High-Heels an dieser Stelle aussteigt, ist ziemlich unwahrscheinlich 🙂

20141104_165741Für die restliche Einfahrt haben wir „normales“ geplant. So ganz sicher sind wir uns noch nicht über Form und Farbe. Von daher weiß ich nicht, ob das im Jahr 2014 noch etwas wird und schließlich müssen wir ja auch noch etwas Arbeit nach 2015 retten. Aktuell sieht die Einfahrt so aus.

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Eines der Dinge, welche 2014 auch komplett unterging ist unser Kellerfenster an der Abgrabung. Mitte August ist mir aufgefallen, dass wir das auch noch verputzen müssen.

20141102_095935Vielleicht lag es aber auch eher an der schönen Rose, welche gekonnt vom eigentlich Problem ablenkt.

 

 

Statistik(en)

Seit dem Start des Baublog vor 2 Jahren habe ich Piwik im Einsatz umd einen Überblick über die Besucherzahlen zu bekommen. Schließlich möchte man ja wissen, ob das was geschrieben wird, überhaupt angenommen wird.
Beim Update gerade auf die Version 2.9 habe ich mal wieder ein bisschen mit den Statistiken, welche Piwik bietet, gespielt.
Interessant ist, dass mittlerweile zwischen 50 und 75 Besucher pro Tag auf die Seite kommen. Die meisten Benutzer werden über Google weitergeleitet. Minimal, im Gegensatz zur Direkteingabe der URL, ist der Anteil jener, welcher über die im Internet verbreiteten „Baublog-Portale“ aufschlagen. Im Jahr 2014 haben sich auf diese unterschiedlichen Art und Weise bereits über 13.000 Besucher hier informiert. 2013 waren es noch 9500 Besucher.
Auch wenn die Rückmeldungen sehr spärlich sind, hoffe ich, dass wir mit unserem Baublog dem/der einen oder anderen, auch bei einer Entscheidung für FischerHaus weiterhelfen konnten 🙂

Download

 

Download (1)

Terrasse, die Zweite

Mit ist gerade aufgefallen, dassd er Artikel ja bereits seit geraumer Zeit als Entwurf im WordPress herum liegt und eigentlich nur noch veröffentlicht werden muss.

yea-fuck-yea

Fuck … Yeah … Die Terrassen sind komplett fertig!

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Den Unterbau der Terrasse haben wir wieder auf Betonplatten im Splitbett gelegt und mit den K&R IsoPats von den Platten entkoppelt. Alternativ können die Pats auch direkt bei http://www.terrassenbauen.com bezogen werden. Wir haben uns für 2 Sorten Pats in den Größen 20x60x90mm und 3x60x90mm entschieden. Mit den 3mm Pats haben wir anschließend die Unebenheiten ausgeglichen.24.06.14 - 2

Zwischen Platten und Unterkonstruktion haben wir auch an dieser Stelle wieder ein schwarzes Unkrautstoppfließ eingezogen. Zwar besteht der komplette Untergrund aus Schotter und Splitt, jedoch hat sich in unserer noch nicht fertigen Einfahrt gezeigt, dass Pflanzen mitunter deutlich genügsamer bei der Wahl ihres Standorts sind als gedacht.24.06.14 - 1IMG_20140627_210125IMG_20140627_210101

Etwas aufwändig war der Anschluss an die bodentiefe Hebe-Schiebe-Tür. Fischerhaus, oder besser gesagt der Fensterbauer, hat an dieser Stelle ein Blech mit einer Nase montiert. Wie der Anschluss an dieser Stelle statt finden soll, erschließt sich dem Laien nicht. Wir haben die Dielen an dieser Stelle jetzt 45 Grad eingesägt und so dan Anschluss geschafft.
Spannend zu lösen war auch die Abdichtung der Kellerdämmung nach oben hin. Diese haben wir mit XPS-Platten abgedeckt und mit Bitumenkleber und Bitumendichtbändern abgedichtet.
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Am Regenfallrohr und am Abschluss muss noch nachgearbeitet werden. Für die Ausschnitte am Regenfallrohr sind uns leider die Dielen ausgegangen. Den Abschluß selbst können wir erst fertigestellen, wenn wir die restlichen Randsteine am Haus entlang setzen.2014-07-28 17.13.09

Der Laufsteg muss noch geölt werden. Wir haben uns dafür BONDEX Douglasien Öl verwendet. Die Terrasse haben wir jetzt in Summe dreimal gestrichen, da das Holz das Öl sehr gut aufnimmt. Aufgrund des Gefälles von 1-1,5% pro Meter läuft das Wasser sehr gut ab.2014-07-28 17.13.24

Fliesenkleber

„Mein Gott, wer hat denn den Kamin mit Fliesenkleber verputzt?“

Das war mehr oder weniger die Reaktion der langerwarteten Rettungstruppe, welche unseren arg geschundenen Kamin wieder auf Vordermann bringen sollte.
Der Kamin als Blickfang in der Wohn-Ess-Küche hat sich ja zwischenzeitlich schon irgendwie zum Running-Gag entwickelt. Dass RTFM (Read-The-Fucking-Manual) nicht nur in der IT seine Berechtigung hat, zeigt folgende Geschichte 🙂

Irgendwie ging mit dem guten Teil, zumindest optisch gesehen, so gut wie alles schief, was nur schief gehen kann.
Beim Einbau, oder besser gesagt vor dem Einbau, wurde bereits die komplette Transportsicherung entfernt. Die Firma Schiedl gibt in der Montageanleitung vor, dass zumindest mal die Hölzer an den Kanten während des Einbau dran bleiben sollten. Das aus gutem Grund, denn wenn der Kranfahrer nicht aufpasst und mit dem Kamin irgendwo hinknallt, platzt halt schnell ein Eck ab. So war es auch bei uns. Glücklicherweise ist dieses Malheur an einer Stelle passiert, die vom Estrich, der Sockelleiste und etwas Betonspachtel schnell kaschiert war.

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Steht der Kamin einmal auf dem Erdgeschossboden, so muss er natürlich noch mit dem Haus selbst verbunden werden. Es möchte ja schließlich niemand einen schwankenden Kamin beim nächsten Herbststurm. Bei diesem Vorgang werden sowohl in der Decke zwischen EG und OG, als auch am Dachfirst selbst, ein paar Eisen mit dem Kamin verschweißt und ans Haus geschraubt. Leider hat bei der Montage keiner daran gedacht, dass es beim schweißen etwas spritzt und auch dadurch der Kamin in Mitleidenschaft gezogen wird.
Das selbst war auch nicht ganz so tragisch, hat doch der Aufbau der Decke viele dieser Spritzer kaschiert. Den Rest hätte man sicherlich noch weggeschliffen bekommen.

Nachdem der Kamin nun etwas ramponiert aussah, war irgendjemand der Meinung der Kamin benötige eine Verschönerung.

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Damit war dem „Vandalismus“ natürlich Tür und Tor geöffnet 🙂
Es folgten nun diverse Klebebänder für die Dichtigkeit beim Blower-Door-Test, Farbspritzer beim malern, etc.

Schlußendlich sah der Kamin  bei der Hausübergabe irgendwie leicht unfertig und bemitleidenswert aus. Unser Bauleiter hat uns aber versichert, dass wir auch an dieser Stelle eine schnelle und unkomplizierte Lösung finden werden.

Die „schnelle und unkomplizierte Lösung“ hat sich nun leider bis ins Folgejahr hingeschleppt, da die Restaurierung des Kamins wohl nicht so ganz einfach war. Mal abgesehen davon, dass wir bereits Ende August 2013 eine Musterplatte von Sto mit einem entsprechenden Putz hatten, stellte die Verarbeitung dessen die ausführenden Mitarbeiter vor ein Rätsel.

Der erste Versuch endete eigentlich mehr oder weniger in einem kleinen Desaster. Der Putz war aufgetragen, zeigte aber keinen betonähnlichen Effekt, sondern sah eben aus wie – nun ja – Fliesenkleber eben.

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Mal abgesehen davon, war es auch keine sonderlich gute Idee, an den Verblendrahmen des Ofens hin zu verputzen, da sich dieser beim ersten heizen entsprechend ausdehnte und den aufgetragenen Putz, frei nach dem Motto – „Platz da, hier komm ich“ – einfach mal beseite schob.

Aber auch hier stimmt mal wieder der Spruch: „Was länge währt wird endlich gut“.
Ein ausgedehnter Blick in die Verarbeitungsanleitung von Sto und in die Anleitung des Kamins zeigte die ursprünglichen Fehler auf.

a) Der Putz muss nach dem auftragen einfach nur angeschliffen werden und schon offenbart er die auf der Musterplatte so bewunderte Struktur.
b) Man kann die Blende demontieren, darunter verputzen und anschließend die Blende auf den Putz schieben.

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So haben wir nun zumindest einen Kompormiss erreicht, mit welchem wir die nächsten Jahre auf jeden Fall leben können.
Leicht war der Weg dahin allerdings nicht. Aus diesem Grund vielen Dank an alle diejenigen, welche sich tagtäglich die Mühe machen und zuerst die Anleitung lesen 🙂