Versorgt

Wir sind „versorgt“. Seit heute liegt unsere Fernwärmestation im Keller. Daneben steht der 200 Liter Speicher. Auch die Hausanschlüsse sind fertig. Zur Fernwärme und dem Trinkwasser, hat sich heute noch Strom, Glasfaser und kurioserweise der Telekom ÜP gesellt. Kurioserweise deswegen, da wir der Erschließung des Telekom-Anschluss widersprochen haben. Die Verlegung der Leitung ins Haus hätte irgendetwas um die 380,00 Euro gekostet und da die Telekom bei uns nicht mal ihre angedrohten, gedrosselten 2 MBit/s erreichen kann, hätten wir gerne auf den Spaß verzichtet. Warum der Anschluss nun doch ins Haus gelegt wurde, kann ich nicht nachvollziehen und muss morgen geklärt werden.
Auf jeden Fall haben wir das Haus und den Technikraum an den richtigen Ort geplant. Für die Entsorgungsleitungen haben wir auf jeder Seite des Revisionsschachtes nicht einmal 1 Meter Abwasserrohr benötigt. Die Erschließung kommt mit maximal 4 Meter aus 🙂

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Seit heute Nachmittag haben wir auch keinen Baustrom mehr. Hoffen wir, dass gleich Anfang nächster Woche die Fa. Fehl+Sohn und die Sanitärunion auf der Baustelle aufschlagen und sowohl Strom, als auch Wasser wieder an den Start bringen.
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Morgen werden wir nochmal den Radlader holen und den restlichen Humus aufs Grundstück karren. Eventuell haut es ja hin und wir können schon mit dem eben schieben beginnen. Hoffen wir mal, dass das Wetter hält und es heute Nacht nicht regnet oder gewittert.

Die Stadtwerke sind da …

… oder auch nicht, da die Verlegung der Hausanschlüsse heute bereits wieder ins stocken gekommen ist.
Der Graben ist zu tief und nicht korrekt ausgeschachtet. Also steigt die Nachfolgefirma nicht runter und setzt somit auch nicht den Mehrspartenanschluss. Große Konfusion und viele Telefonate laufen gerade auf der Baustelle ab …

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Update:

Man hat wohl zwischenzeitlich eine Lösung gefunden und den Schotter vom Graben weggezogen. Leider mal wieder voll auf unseren Zisternendeckel drauf.

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Dafür war heute Abend bereits die Mehrsparteneinführung fertig. Wasser und Fernwärme sind bereits angeschlossen. Strom soll wohl auch diese Woche dann eingeführt werden. Bei der SWU Telenet nimmt man das mit dem Glasfaserkabel ziemlich locker: „Wird irgendwann danach eingepustet!“.

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Sicherheitshalber habe ich mal die verlegte Leitungslänge vermessen. Aktuell sind wir bei 3,60m von der Straße bis zur Mehrsparteneinführung. Das Angebot der Stadtwerke beinhaltet 6m Leitungslänge. Von daher bin ich mal gespannt, was tatsächlich auf der Endabrechnung steht.

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Nerven …

… braucht man als Bauherr und Auftraggeber.
Spontan hat mich der heutige Tag ein Stück weit an dieses Bild erinnert:
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Manchmal ist es glaube ich nicht so gut, wenn man als Bauherr nur ca. 5 Minuten  zur Baustelle hat und eigentlich jederzeit zu vorbei schauen kann.
Gestern, am Sonntag, haben wir die Beleuchtung in Bad, Dusch/WC und der Diele vor Ort ausprobiert. Wir haben hierfür mega coole und energiesparende LED-Lampen gekauft, welche ein verhältnismäßig helles Licht produzieren. Aus diesem Grund haben wir im Bad auch einen der Einbau-Spots gestrichen und kurzerhand in 3-facher Ausführung in die Diele im EG verfrachtet. Beim rumbasteln im DG fällt der Blick dann auf die Fensterdämmung unterhalb des Fensters …

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Man glaubt es kaum, durch einen Spalt am Stoß der beiden Dämmplatten sieht man die Straße. Da die anderen Platten an dieser Stelle eine dicke Klebeschicht haben, hat unser Bauleiter gleich darauf eine E-Mail mit der Bitte um Überprüfung bekommen.
Und heute? Tada … Problem gelöst und verklebt.

Heute Vormittag war dann auch großer Treppeneinbautag. Als ich gegen 10 Uhr auf die Baustelle gekommen bin, waren bereits die Treppenwangen und die ersten Stufen montiert. 1 Stunde und 45 Minuten später war die Treppe fix und fertig eingepackt und voll begehbar. Respekt … Tolle Leistung.
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Weniger erfreulich war das Zusammentreffen mit dem Elektriker auf der Baustelle. An und für sich ein netter Mensch, welcher sehr bemüht ist alles richtig zu machen.
Leider gab es neben einigen Unstimmigkeiten mit der Jalousiensteuerung, dem Windwächter und unseren RWE Smarthome Schaltern auch noch gravierendere Probleme. Mal abgesehen davon, dass einige Schalter und Steckdosen nicht an den in der Bemusterung festgelegten Stellen montiert werden konnten, da genau an dieser Stelle Balken waren, bzw. Abstände falsche eingeplant wurden, kam es bei der Besichtigung heute Abend dann richtig dick.
FischerHaus verlegt an den Montagestellen für die Steckdosen und Schalter hinter den Gipskarton- und Spanplatte etwas mehr Dampfsperre, so dass die Montage der Dosen an dieser Stelle möglich wird. An und für sich eine sehr gute Idee. Wenn man allerdings mit zuviel Schwung und einem etwas schiefen Meterstab bohrt, geht die Dampfsperre kaputt und muss für den anschließenden Blower-Door-Test aufwändig repariert werden.
Sind die mittigen Bohrlöcher noch verhältnismäßig einfach zu „verkleben“ …
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… wird es bei den drei folgenden Löchern laut dem Montagetrupp von FischerHaus sehr aufwändig, da die Folie direkt am Balken abgerissen ist. An diversen Stellen wurde nicht nur die Dampfsperre komplett verbohrt, sondern auch gleich noch ein Stück des Balkens.
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Ansonsten möchten wir an dieser Stelle nochmals dem Stell- und Montagetrupp von FischerHaus herzlich für die geleistete Arbeit in den letzten 6 Tage danken. Wenn alle Handwerker so arbeiten würden, könnte ich völlig entspannt auf die Fertigstellung warten.
Perfekt lief auch der Einbau der Treppe ins DG. Die Treppe wurde sauber montiert und vollständig eingepackt. Danke auch hierfür.

Offen ist jetzt noch die Frage, wie der von FischerHaus eingeplante Wind- und Sonnenwächter funktioniert und vor allem mit unseren eingeplanten RWE Smarthome Rolladensteuerung harmoniert. Da uns bei der Bemusterung – Wir hatten bereits dort die technischen Unterlagen für die RWE Rolladenschalter dabei – nur die „Standard“ Busch und Jäger Rolladenschalter gutgeschrieben wurden, sollte man annehmen, dass der Wind- und Sonnenwächter mehr als nur einen Propeller und eine Fotodiode mitbringt. Zumal auch der Aufpreis damals im Angebot nicht von ungefähr kommen kann.

Passend zum allgemeinen Baufortschritt hat sich heute auch erfreulicherweise die SWU gemeldet und einen Bautermin in 2 Wochen abstimmen wollen. Leider steht zu diesem Zeitpunkt noch das Gerüst, so dass vermutlich erst Ende Mai die Hausanschlüße gelegt werden können.
Wer übrigens für die Planung und Abstimmung eine passende Projektplanungssoftware benötigt: http://gantter.com/
Bildschirmfoto vom 2013-04-29 22:34:49

Apropos SWU … Wer gerade baut und die Berichte in der Südwest Presse über angebliche Millionenverluste liest, kann sich eigentlich nur an den Kopf fassen.
Da zwar Zahlen für die Hausanschlüße „Wasser“ und „Strom“ auf der SWU-Seite zu finden sind, nicht aber für die Fernwärme, werde ich nur kurz unsere Rechnungen hier wiedergeben:

  • Herstellung Trinkwasser Bauanschluß (ohne Tiefbauarbeiten – Das hat der Kellerbauer erledigt): 267,00 Euro
  • Herstellung Strom Bauanschluß (ohne Tiefbauarbeiten – Das hat der Kellerbauer erledigt): 250,00 Euro (ohne 19% MwST)
  • Montage eines prov. Hausanschluss – Sicherung auf Baugrundstück: 190,00 Euro  (ohne 19% MwST)

Die Montage des Trinkwasser Bauanschluß umfasst neben ca. 2m Leitung eine Wasseruhr und einen Absperrhahn … Für 267,00 Euro.
Genauso unfassbar ist der Preis für den Bauanschluß Strom, welcher aus einem 1m Holzpflock, einer verplombten Box, welche das Erdkabel mit dem Anschlußkabel verbindet, und einem Zähler besteht.
Alleine 790,60 Euro sind für die Bereistellung zu bezahlen. Dazu kommen noch ca. 700 Euro Miete für den Baustromverteiler und den bauseitigen Elektriker, der den ganzen Quatsch dann auch noch anschließen muss.

Faszinierend wird es aber dann, wenn diese Posten alle erledigt sind und die SWU mit den Hausanschlüssen ums Eck biegt.
Am günstigsten ist noch der Strom-Netzanschluß mit läppischen. 1250,70 Euro. Kreativ wird es dann beim Trinkwasseranschluß. Neben 1981,64 für den Anschluß und geplanten 6m Leitung werden noch schlappe 598,64 Euro „Baukostenzuschuss“ für die SWU fällig.
Den Vogel schießt aber die Fern-, bzw. Nahwärme ab. Nachdem wir von verschiedenen Seiten schon entsprechend vorgewarnt wurden – „Kann euch niemand sagen, was das kostet“, „Gibt es keine Pläne“, „War scheiße teuer und kann nix“ – sorgte die Auftragsbestätigung trotzdem kurz für hysterisches Lachen und ungläubige Blicke. So werden für den Netzanschluß (Netto) fällig:

  • Baukostenzuschuss: 2812,00 Euro
  • Netzanschlußkosten bei DN 25: 1980,00 Euro
  • 6x Meterpauschale Tiefbau bei DN 25: 1026,00 Euro
  • Kosten für Übergabestation (bis 15kW): 4090,00 Euro

Dazu kommen dann noch 1882,52 Euro Mehrwertsteuer (natürlich 19% – Wärme ist ja Luxus im Gegensatz zu einer Hotelübernachtung – Gell, liebe FDP?), so dass am Schluß unglaubliche 11.790,52 Euro auf dem Blatt stehen.

Ach ja … Letzte Woche hat dann auch der Schornsteinfeger noch gemerkt, dass ihm die gut 6m bis zur Traufe eigentlich zu hoch sind und er nicht mit der Leiter auf das Dach möchte. Herr Grübener, unsere Bauleiter klärt auch hier, warum er im Dezember bei der Planung noch der Meinung war, es würde gehen. Schlußendlich wird es dann wohl auf eine Reinigungsklappe im Kinderzimmer rauslaufen. Ist dann halt so …