Comfoair 350 im Smarthome mit FHEM

In einem früheren Blogbeitrag habe ich mich ja etwas darüber ausgelassen, dass es mit der technischen Integration unserer Lüftungsanlage ins Haus nicht ganz so ausschaut, wie man sich das im Jahr 2015 wünschen würde. Das Hauptproblem der Anlage ist allerdings eigentlich weniger technischer Natur, sondern eher so eine bauliche Geschichte.
Die von FischerHaus verbaute Zehnder Comfoair 350 ist quasi das Basis-Modell der 350er-Reihe. Einziges Plus an Ausstattung, und dafür sind wir auch sehr dankbar, ist ein Vorheizregister. Fehlt dasVorheizregister, schaltet die Anlage im Winter bei frostigen Außentemperaturen auch gerne mal ab und begibt sich zum auftauen in den Ruhemodus. Die Wirkungsweise habe ich aber schon in irgendeinem anderen Blogeintrag genauer beschrieben.
Jetzt ist es halt so, dass bei der Basis-Ausstattung auch nicht wirklich viel mit programmieren der Anlage ist. Zur Bedienung wird ein simpler 3-Stufen-Schalter mitgeliefert, mit welchem man die Stufen niedrig, mittel und hoch schalten kann. Zusätzlich geht natürlich auch die Stellung AUS.
An und für sich kein wirkliches Problem, wenn man a) vom Schalter weiß und b) bei der Montage des Schalter anwesend ist. Ansonsten kann es passieren, dass sich der Schalter wie bei uns im hintersten Eck im Keller im Technikraum befindet und die Anlage sich für immer und ewig in der Standardeinstellung „mittel“ befindet, da sich niemand die Mühe macht und nach dem duschen/baden oder kochen in den Keller läuft und kurzzeitig eine Power-Lüftung durchführt.
Zehnder bietet zwar mit der ComfoSense 67, RF-Funkbedienung und dem Flaggschiff Luxe Comfoair 350 ein Lösung für eine Remote-Steuerung, allerdings zum einen unbezahlbar teuer, zum anderen eben kabelgebunden und damit auch wieder nachträglich nicht oder nur schwer realisierbar.

Glücklicherweise gibt es genügend findige Menschen die sich gerne das Leben einfacher machen, die Technik auseinander nehmen und eine Lösung suchen, finden und vor allem auch umsetzen.
Eine dieser Lösungen auf Basis von FHEM habe ich zwischenzeitlich erfolgreich umgesetzt. Wer möchte, kann die Anbindung auch über openHAB realisieren.
Für beide Smarthome-Lösungen gibt es ein Modul, welches die Ansteuerung der Comfoair 350 übernehmen kann.

Die Ausgangslage bei der Comfoair 350 von FischerHaus ist auf den zweiten Blick doch nicht ganz so schlecht. Aufgrund dessen, dass keine zusätzliche Steuerung verbaut ist, muss bei der Implementierung nicht auch noch zusätzlich Rücksicht auf diese genommen werden. Die Steuerung über die vorhandene RS-232-Schnittstelle ist auf ein Gerät begrenzt.

Realisieren kann dieses Projekt jeder, der ein bisschen Ahnung von Technik hat, einen Lötkolben besitzt und etwas Bastelgeschick mitbringt.


Zuerst wird eine funktionsfähige FHEM-Installation benötigt. Diese setze ich an der Stelle einfach mal voraus. Installationsanleitungen, gerade in Verbindung mit einem Raspberry Pi, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer.

Für die Kommunikation der Comfoair 350 mit FHEM ist eine ziemlich wilde Kabel-Kombination notwendig. An der Anlage liegt die RS-232-Schnittstelle in Form einer RJ45-Buchse vor. Diese findet man, wenn man an der Anlage die Frontplatte abnimmt.

20150926_130811

Die RJ45-Buchse sitzt ganz rechts auf der Platine (über der blau-schwarzen-Lüsterklemmen-Kombination).

20150926_130848

Hier mit bereits eingestecktem Netzwerkkabel.
Die Schnittstelle hat folgende Beschaltung, welche über ein Cat5-Kabel mit RJ45-Stecker auf einen SubD9-Stecker auf USB geführt wird. Alles klar? 🙂

Bildschirmfoto vom 2015-10-06 22:53:20

Quelle: http://www.see-solutions.de/sonstiges/Protokollbeschreibung_ComfoAir.pdf

Damit das ganze funktioniert, muss ausgehend vom RJ45-Stecker die Ader 2 (grün),3 (orange-weiß) und 8 (braun) auf einen SubD9-Stecker geführt werden.
Bei der Verschaltung muss RX mit TX gekreuzt werden. Bei mir sieht das aktuell so aus:

RJ45                             SubD9
2 (grün) – RX                 3 (orange) – TX
3 (orange-weiß) – TX    2 (rot) – RX
8 (braun) – GND            5 (grün) – GND

Anschließend wird der SubD9-Stecker auf einen USB-Adapter gesteckt und mit dem FHEM-Server verbunden. Der USB-Adapter sollte sich anschließend als /dev/ttyUSB0 melden.

usbcore: registered new interface driver usbserial
USB Serial support registered for generic
usbcore: registered new interface driver usbserial_generic
usbserial: USB Serial Driver core
USB Serial support registered for FTDI USB Serial Device
ftdi_sio 5-1:1.0: FTDI USB Serial Device converter detected
usb 5-1: Detected FT232RL
usb 5-1: Number of endpoints 2
usb 5-1: Endpoint 1 MaxPacketSize 64
usb 5-1: Endpoint 2 MaxPacketSize 64
usb 5-1: Setting MaxPacketSize 64
usb 5-1: FTDI USB Serial Device converter now attached to ttyUSB0

Im FHEM-Server kann dann das Device hinzugefügt werden. Wichtig ist an dieser Stelle der Wiki-Eintrag zum Comfoair-Modul: http://www.fhemwiki.de/wiki/ComfoAir

Folgende Definition muss in die fhem.cfg

#####################################################################
# Comfoair350
#####################################################################
define ComfoAir350 ComfoAir /dev/ttyUSB0@9600 60
attr ComfoAir350 icon vent_ventilation_control
attr ComfoAir350 poll-Betriebsstunden 1
attr ComfoAir350 poll-Sensordaten 1
attr ComfoAir350 poll-Status-Vorheizung 1
attr ComfoAir350 poll-Ventilation-Levels 1
attr ComfoAir350 poll-Ventilation-Status 1
attr ComfoAir350 room KG - Technikraum
attr ComfoAir350 stateFormat <table><tr><td>Lüftungsstufe</td><td>Stufe</td></tr><tr><td>Filter</td><td>Betriebsstunden_Filter</td></tr><tr><td>Temperatur Abluft</td><td>Temp_Abluft °C</td></tr><tr><td>Temperatur Zuluft</td><td>Temp_Zuluft °C</td></tr><tr><td>Temperatur Fortluft</td><td>Temp_Fortluft °C</td></tr><tr><td>Temperatur Aussen</td><td>Temp_Aussen °C</td></tr><td>Lüfter Abluft</td><td>UPM_Abluft rpm</td></tr><td>Lüfter Zuluft</td><td>UPM_Zuluft rpm</td></tr></table>
define FileLog_Lueftung FileLog ./log/Lueftung-%Y.log ComfoAir350

Nach dem speichern hat man die Anlage bereits eingebunden und sollte auf der FHEM-Weboberfläche die ersten Statusmeldungen sehen.

Bildschirmfoto vom 2015-10-06 23:09:55

Hat dies alles funktioniert, kann man sich nun an die Steuerung der Anlage machen.
Dazu ist es aber notwendig, dass die Lüfterstufe am 3-Stufen-Schalter fest auf die Position 1 eingestellt wird und bleibt. Ansonsten haben die Steuerbefehle keine Auswirkung, da anhand der zusätzlichen Phasen des 3-Stufen-Schalters eine elektronische Übersteuerung stattfinden. Wer möchte, kann sich dazu von der Zehnder-Homepage die Schaltpläne der Anlage ziehen.

Aktuell habe ich unser FHEM um folgende Funktionen erweitert.

# day
define ComfoAir350Day at *{sunrise(0,"06:00","10:00")} set ComfoAir350 Stufe mittel
attr ComfoAir350Day icon status_automatic
attr ComfoAir350Day room KG - Technikraum

Dies schaltet die Comfoair morgens pünktlich zum Sonnenaufgang (nicht vor 06:00 Uhr und nicht nach 10:00 Uhr) auf Stufe mittel. Zu diesem Zeitpunkt produziert unsere PV-Anlage bereits Strom und kann die Versorgung der Comfoair übernehmen.

Abends dann ab 22:00 Uhr schaltet die Anlage dann wieder zurück in den „Energiesparmodus“, also Stufe niedrig.

# night
define ComfoAir350Night at *22:00:00 set ComfoAir350 Stufe niedrig
attr ComfoAir350Night icon status_night
attr ComfoAir350Night room KG - Technikraum

Geplant ist, die Comfoair auch in Abhängigkeit der Luftfeuchtigkeit der Raumthermostate zu steuern. Zum Beispiel könnte die Anlage automatisch auf Stufe hoch schalten, wenn die Luftfeuchtigkeit im Bad oder in einem anderen Raum dauerhaft einen bestimmten Wert überschreitet.
Ein weiteres Szenario wäre die Koppelung an die Anwesenheit. FHEM bietet an dieser Stelle das Presence-Modul. Damit das reibungslos funktioniert, ist noch ein bisschen Hirnschmalz notwendig. Schließlich muss ja ausgeschlossen werden, dass sich die Profile gegenseitig beeinflussen.

Pleiten, Pech und Pannen …

… oder wo gehobelt wird, das fallen Späne.

Eines vorweg:

Wir würden mit FischerHaus auf jeden Fall wieder bauen.

Vor und während der Bauphase haben wir uns mit unseren Wünschen und Sorgen immer gut aufgehoben gefühlt. So gut wie alles lief nach (Termin-)Plan und war qualitativ in Ordnung und hochwertig. Zwar hat unsere Mängelliste bei der Hausübergabe ca. 50 – 60 Punkte umfasst, diese waren aber weder gravierend noch umfangreich. Hier und da musste noch jemand einen Pinsel ansetzen, wieder etwas abschrauben (Dachleiter) oder einstellen – Alles in allem Arbeiten eigentlich die man gleich hätte erledigen können.
Bildschirmfoto vom 2014-03-26 22:06:45

Auch den Entschluss FÜR ein Fertighaus in Holzständerbauweise haben wir nicht bereut und würden uns jederzeit wieder dafür entscheiden. Das Wohnklima ist sehr angenehm und wohnlich und dank der Gipskarton-Spanplatten-Bauweise lassen sich ruck-zuck Steckdosen nachrüsten, Bilder aufhängen und Lampen in die Decke einbauen. Lediglich die Montage an den Außenwänden ist etwas problematisch (Schraubenlänge beachten), da hier nicht die Dampfsperre verletzt werden sollte.

Trotz alledem sind auch wir nicht von kleineren Problemen verschont geblieben. Am schlimmsten hat es uns eigentlich im Bad im OG erwischt.
Zu allererst hat sich der Lichtschalter nicht an der passenden Stelle montieren lassen, da an dieser eben ein Ständer in der Wand war. Dies führt nun dazu, dass man heute einen Schritt ins Bad machen muss um den Lichtschalter rechts neben der Tür zu betätigen. Nicht schön, da man eigentlich intuitiv im Dunkeln so ca. 20 – 30 cm neben der Tür nach dem Lichtschalter sucht.
Der zweite Fauxpas betrift die Vorbeiwand des Waschbeckens im Bad. So gut wie alle Fliesen die ich gefunden habe, haben ein 15cm Raster. Warum dann die Vorbeiwand eine Höhe von 125 cm hat, erschließt sich mir bis heute nicht? 4 x 30 cm Fliese + 5 cm Bordüre? Warum dann die Vorbauwand im Bad im EG hingegen allerdings genau 120 cm hat und somit 4 Fliesen a 30 cm aufnehmen kann, hab ich dann nicht mehr hinterfragt. Schließlich ist auch dort der Träger für das WC 7 cm höher montiert als im Bad im OG.
Egal … Mussten wir uns halt was einfallen lassen und die Vorbauwand entsprechend erhöhen:2013-08-07 18.39.25

Das eigentlich ärgerlichere Problem war aber die Trennwand hinter der Badewand. Dass diese genau 80 cm hat, mag auf dem Plan im CAD perfekt zum eingezeichneten Badewannenrand passen. Dass aber in der Realität die Fliesen unter dem Badewannenrand liegen, hat weder unsere Architektin im Vorfeld, noch der/die Planfertiger(in) beim ausarbeiten der Details berücksichtigt. Leider ließ sich auch die Badewanne nicht wie vorgeschlagen 5 cm nach vorne rücken, da ansonsten hinten an der Wand eine etwas wagemutige Konstruktion entstanden wäre. Somit haben wir jetzt eine etwas kreative Sockelfliese und einen noch irgendwie zu verschönernden Abschluss an der Badewanne.2013-08-07 18.38.32

Etwas Pech hatten wir auch mit unserer Treppe bei der wir mit Absicht keine Wischleisten links und rechts bestellt hatten. Diese wurde ja, wie bereits ganz am Anfang berichtet, ziemlich früh eingebaut. So früh, dass die Wand natürlich nicht gestrichen und gespachtelt war. Dass sich dieser Arbeitsschritt gut ein dreiviertel Jahr später mit eingebauter Treppe etwas komplizierter gestalten könnte, hätte man damals, bzw. bei der Planung schon ahnen können.
Nach einer etwas aufwändigeren Nacharbeit im Januar sieht es momentan so aus:2014-01-30 16.49.53 2014-01-30 16.50.02 2014-01-30 16.50.10

Hübsch und professionell ist leider anders.
Da aber Wischleisten für uns nicht in Frage kommen und sich das Dilemma nicht ohne Abbau der Treppe beheben lässt, werden wir die Lücken wohl mir feinen Korkstreifen füllen. Schade … Gerade das Objekt, bei dem wir etwas mehr Geld ausgegeben haben als geplant, entspricht nicht ganz dem, was wir uns vorgestellt haben.

Am schlimmsten hat es eigentlich unseren Kamin erwischt. Nachdem irgendein Vollidiot von Handwerker seine Initialien in den Beton geritzt hat, war klar, dass die eigentlich geplante Betonoptik so nicht haltbar war.
Herr Grübener war so freundlich und hat uns über die Firma Sto ein Muster mit einem betonähnlichen Putz zukommen lassen. Dieses hat uns gefallen und wäre ein entsprechendes Trostpflaster gewesen, mit welchem die Optik des Kamins zu retten gewesen wäre.2014-02-05 21.27.30

Wäre … Denn hätte man das im Vorfeld ausprobiert, hätte man sich an das Ergebnis bei der Verarbeitung herantasten können und hätte unseren Kamin entsprechend aufbereiten können. Hätte, hätte, Fahrradk(ä)tte … Jetzt sieht es halt so aus.
Links die Musterplatte von Sto. Rechts das Ergebnis am Kamin.2014-02-05 21.27.06

Endeffektlich eine glatte und homogene graue Fläche, welche meilenweit von unsere Vorstellung entfernt ist. Da nun nichts mehr zu retten ist, haben wir mit der von FischerHaus beauftragten Fa.Vierling zumindest ausgemacht, dass die Fläche entsprechend aufgehübscht und nochmals überstrichen wird. Da beim verputzen des Kamins auch nicht die Hinweise der Fa.Schiedl bezüglich der Feuerraumtür beachtet wurden, muss auch hier nochmals nachgearbeitet werden.
2014-02-05 23.10.29

Ganz wichtig!!! Nie den Putz direkt an die Metallumrandung der Feuerraumtür anschließen. Diese dehnt sich bei Hitze aus und schiebt den Putz einfach beiseite. Schiedl empfiehlt hier die Schrauben zu lösen und hinter der Metallumrandung zu verputzen! Die Metallumrandung wird also AUF den Putz geschoben und kann sich dann entsprechend ausdehnen und zusammenziehen.

Etwas Kopfzerbrechen bereitet mir aktuell noch unsere Einfahrt. Ursprünglich war geplant, und auch extra im Architektengespräch so vermerkt, dass wir einen stufenlosen Eingang ins Haus möchten. Dies ist leider so ohne weiteres nicht möglich, denn …

a) Die Hauswand mit dem WDV-System kann nicht wie z.B. eine entsprechende Massivwand direkt angepflastert werden (sowohl mit Randstein, als auch ohne), da ansonsten das WDVS durch auftretende Kräfte (z.B. PKW) beschädigt werden könnte.
b) Irgendjemand bei der Planung nicht aufgepasst hat und den Fenstersims des Fensters UNTER die Eintrittshöhe der Haustür geplant und ausgeführt hat.2013-07-05 13.42.02

Somit müssen wir nun leider an dieser Stelle ein etwas aufwändigeres Entässerungssystem (mit Rinnen von Aco) und entsprechenden Tiefbordsteinen realisieren und werden uns vom Wunsch nach einem stufenlosen Zugang verabschieden.

Schade auch, dass die als KWL verbaute Comfoair 350 von Zehnder nur ein reduziertes Modell ist, bei welcher die Steuerplatine fehlt.
 – Warum im Jahr 2014 noch Haustechnikgeräte ohne Steuerbus (und entsprechender Software) gebaut werden, erschließt sich mir einfach nicht – 
Selbiges Problem hat übrigens auch unsere Fernwärmestation der SWU. Für nur 50 Euro mehr hätte man die kompletten Daten der Anlage auslesen können. So wurde von der SWU nur das „kleine“ Steuermodul ausgewählt und verbaut. Da die Kosten, inklusive eines happigen „Baukostenzuschusses“, aber sowieso an den Endverbraucher durchgereicht werden, hätte man das auslesbare Modul zumindest optional anbieten können.
Bei der Lüftungsanlage trifft uns das Problem fehlender Kommunikationsmöglichkeiten eigentlich extremer. Diese lässt sich nämlich dadurch nicht aus der Ferne steuern. Da unser „Massahaus“-Elektriker intelligenterweise den 3-Stufen-Schalter in den Technikraum neben die Anlage gebaut hat, bedeutet eine Umstellung der Lüfterstufe für uns nun eine Extraportion Fitness und einen Gang in den Keller.

Aktuell hakt eine Jalousie noch etwas. Diese springt beim hochfahren immer mit einem lauten „Däng“ um, da sich irgendwie die Führungsnippel in der Schiene verhaken. Ich vermute mal, dass es an der Einkerbung der Schiene liegt und diese getauscht werden muss.

2014-03-13 06.43.182014-01-18 08.34.14

 

An dieser Stelle, und auch für unsere schlecht schließende Haustür, steht noch ein Besuch des FischerHaus-Kundendienstes aus.

 

Hausübergabe

Wir haben es geschafft!

– Das Haus gehört uns –

2013-07-23 15.55.02

Heute Vormittag hatten wir einen fast 3-stündigen Termin zur Hausübergabe. Wir haben seit Anbeginn der Bauzeit eine „ToDo-Liste“ geführt, auf welcher die Punkte vermerkt waren, die uns aufgefallen sind. Die Liste ist bis jetzt auf magere 64 Punkte angewachsen. Bei 2/3 der 64 Punkte muss noch jemand kurz einen Pinsel oder einen „Hammer“ in die Hand nehmen und tätig werden, bei den restlichen Punkten handelte es sich entweder um fehlerhafte Kommunikation oder um wirklich fehlende Details, welche in der Planung so nicht ersichtlich waren. So fehlt z.B. hinter dem Kamin noch eine entsprechende Verblendung oder an den Treppenstufen, bzw. an den Emporen noch Abschlussleisten. Von Baumängeln sind wir bisher, glücklicherweise, komplett verschont geblieben. Die Qualität von FischerHaus entspricht dem, was bestellt, bzw. bemustert wurde. Lediglich bei gewissen „Sonderwünschen“, welche nicht zum Standard-Programm von FischerHaus gehören, wie z.B. dem Bodentank oder unserem Kingfire Parat, gibt es kleinere Probleme. Die Ausführung des Bodentanks war ja wie bereits beschrieben etwas kreativ und gewöhnungsbedürftig. Dass der Kamin zwischenzeitlich so aussieht wie er aussieht, ist nur bedingt die Schuld von FischerHaus, kann aber trotzdem nicht im Sinne des Bauherren sein. Wir hätten den Kamin gerne in der angelieferten Sichtbetonoptik gelassen. Leider haben manche Handwerker auf diesen Wunsch nicht wirklich Rücksicht genommen und den Kamin entsprechend „verschönert“. Das unter anderem einer der beiden Wermutstropfen an unserem Bauprojekt. An dieser Stelle haben wir FischerHaus gebeten, entsprechend nachzubessern. Da abschleifen und den Beton restaurieren zum einen sehr viel Schmutz erzeugt, zum anderen eben auch sehr teuer ist, wünschen wir uns an dieser Stelle eine Reperatur in Betonspachteltechnik.
Beim zweiten Wermutstropfen handelt es sich um den Aufwand, welcher mit dem „stufenlosen“ Zugang ins Haus auf uns zukommen wird. Da FischerHaus von dem üblichen Hausanschluss, mit Randsteinen und Kies, aufgrund der fehlenden Durchlüftung und dem hohen Anpressdruck an der Hauswand abrät, müssen wir an dieser Stelle zu einer aufwändigen Variante mit L-Steinen und Gitterrosten greifen.

Abgesehen von diesen beiden Punkten lief das ganze Projekt aus unserer Sicht mehr als nur glatt. Wenn man bedenkt, dass gerade mal 3 Monate vom Stelltermin bis zum Einzug vergangen sind, ist das mehr als bewunderswert.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Beteiligten bedanken, insbesondere bei unserem Verkäufer, Herrn Nanka, welcher uns in der Vorbereitungsphase, aber auch während der Bauzeit, jederzeit zur Verfügung stand, aber auch bei unserem Bauleiter, Herrn Grübener, welcher jederzeit ein offenes Ohr für uns hatte und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hat.

Da es noch viel zu tun gibt, wird das Blog auch weiterhin mit Inhalten gefüllt. Ob es auch weiterhin in dieser Fülle Updates geben wird, mag ich an dieser Stelle noch nicht versprechen.
Am 26.07 werden wir auf jeden Fall endlich in unser neues Haus umziehen und danach erstmal einen Gang zurück schalten. So aufregend wie die Bauzeit auch war, so anstrengend und zeitraubend war diese. Trotzdem, dass wir vieles „machen“ haben lassen, bleibt während der Bauzeit nicht allzuviel Zeit für Hobbys oder anderweitige Aktivitäten. Zum einen nimmt die ganze Organisation und Abstimmung der unterschiedlichen Gewerke ziemlich viel Zeit in Anspruch, zum anderen muss man sich andauernd Gedanken darüber machen, ob der Boden zu den Fliesen zu den Wänden zu der Treppe zu der … passt. Von den ganzen Kleinigkeiten, welche trotzdem übrig bleiben, ganz zu schweigen.
Einen Wunsch und eine Bitte an FischerHaus für zukünftige Baupaare hätten wir noch: Es muss unbedingt die Abstimmung mit den Versorgern verbessert werden. Für uns war es immer etwas schwierig mit den Stadtwerken Termine und Umfang der Arbeiten abzustimmen, da wir nicht wussten, was an dieser Stelle alles, und vor allem wann, benötigt wurde.Nicht nur Dinge wie z.B. der fehlende Zählerbügel, das Stromdilemma und das zwischenzeitliche Fernwärme-Fußbodenheizungs-Chaos könnten durch eine direkte Abstimmung bestimmt vermieden werden, es würden in diesem Zuge auch die sowieso schon überstrapazierten Nerven der Baukundschaft etwas geschont werden.

In diesem Sinne beenden wir die Berichterstattung über die Bauzeit mit einem kleinen Zitat:

Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
Demokrit

Vielen Dank!!!

Umzugsstress

Wir ziehen um. Genau gesagt am Wochenende vom 26.07 bis 28.07. Danach müssen wir unsere alte Wohnung noch ein bisschen renovieren und das Laminat rausmachen. Gekündigt haben wir, aufgrund der Fertigstellungszusage von FischerHaus zum 15.07.2013, auf den 31.07.2013. Mit dem ursprünglichen Bauzeitenplan wären wir sogar bereits am 28.06. fertig gewesen.
Leider haben uns ein paar nicht vorhersehbare Zwischenfälle um fast 3 Wochen zurück geworfen. Unter anderem ist ja, wie bereits berichtet, das erste Innenausbau-TEAM nach der Variante („Toll-Ein-Anderer-Machts) vorgegangen und nach knapp 2 Stunden wieder heimgefahren. Für uns blöd, da sich dadurch zum einen der Estrich-Termin um eine Woche verschoben hat, zum anderen dadurch auch etwas Konfusion im weiteren Ablauf geherrscht hat. So konnten wir die Fußbodenheizung nicht in Betrieb nehmen, da aufgrund des feuchten Estrichs der Wasserspeicher erst später gesetzt werden konnte und anschließend – Oh Überraschung – kein Strom für die Fernwärmestation vorhanden war, da der Elektriker für die Endmontage knapp 1 1/2 Wochen später eingeplant wurde. Das wiederum brachte unseren Zeitplan mit den Eigenleistungen gehörig durcheinander, da zum ursprünglich geplanten Termin des Fliesen legens, das Aufheizprogramm der Fußbodenheizung noch Vollgas lief. Das führt nun dazu, dass wir auf die Schnelle einen Fliesenleger zur Unterstützung beauftragen müssen. Da dieser momentan zwischen drei Baustellen parallel pendelt und bei uns nur stundenweise vorbeischaut, macht es das für unsere Nerven nicht leicher, zumal ja auch noch die ganzen Sanitärobjekte gesetzt werden müssen.
Glücklicherweise haben die Mitarbeiter der Sanitär Union heute ihr Zeug auf der Baustelle komplett erledigt und neben den restlichen Wasseranschlüssen auch noch die Lüftungsanlage in Betrieb genommen.

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Die Gitter, welche wir kurz nach der Bemusterung raussuchen durften und daher nur aus dem Prospekt kannten, sind in Realität ganz hübsch geworden. Wie lange allerdings die Luftauslassgitter am Boden ihre Form behalten, bleibt abzuwarten. Ein stabiles Edelstahlgitter wäre an dieser Stelle mit Sicherheit nicht verkehrt.

Momentan überlege ich noch, wem ich für diese Konstruktion die Ohren lang ziehen werde.

20130717-123722.jpg

Im Werkplan für die Kellerdecke sind KG150-Rohre vermerkt. Geliefert und gegossen wurde die Kellerdecke mit viereckigen Aussparungen. Ob das vor der Montage hätte auffallen müssen?
Anyway … So sieht es auf jeden Fall ziemlich semi-professionell aus.

Leider gab es auch mit den Wasseranschlüssen eines dieser typischen (Abstimmungs-)Probleme die uns während der gesamten Bauzeit immer wieder heimgesucht haben. Für die komplette Inbetriebnahme der Wasserversorgung im Haus fehlt momentan noch der Zählerbügel und die Wasseruhr. Die Information, dass es hilfreich für die Endmontage wäre, wenn der Bauherr das rechtzeitig bei den Stadtwerken bestellen würde, ging aber vermutlich wieder irgendwo verloren.
Hier sollte FischerHaus die zukünftigen Bauherren besser unterstützen. Warum? Der Bauherr weiß es einfach nicht. Zum einen hat er keine Ahnung, welche Vorausetzungen die anrückenden Handwerken erwarten, zum anderen sind die ganzen Begrifflichkeiten mit denen die Handwerker und Zuständigen um sich werfen nicht bekannt. Wasserfilter, Ausgleichsgefäße, automatische Entlüfter, Zählerbügel, Unterschied zwischen Bezugs und Zweirichtungszähler, WTF?!?!??!
Das Thema birgt für den Bauherren, der ohnehin mit den Nerven am Ende ist, nur unnötiges Frustpotential.
Zur Entschuldigung muss man aber noch sagen, dass es einem die Stadtwerke Ulm nicht gerade leicht machen. Ich habe heute Nachmittag kurz überlegt mit wievielen Leuten wir dort Kontakt hatten, um den aktuellen Stand zu erreichen. Es waren allein für das Thema Fernwärme und Wasser 7 Stück. Rechnet man noch Strom und den Bauleiter, bzw. dessen Vertreter und die Herrschaften der Telenet hinzu, dann sind alleine planerisch 12 Leute bei der SWU mit unserem Bauvorhaben beschäftigt. Und dabei fehlen noch die diversen Sub-Unternehmer, die nacher die Leistungen auch umsetzen. Kein Wunder, dass die Preise so sportlich sind.

Gutes gibt es hingegen von unserem Laminat zu berichten. Der Boden sieht auf den große Flächen in Küche und Büro einfach unglaublich gut aus. Leider mussten wir ihn zum Schutz vor den übrigen Handwerkern gleich wieder mit Luftpolsterfolie und Pappe einpacken.

2013-07-16 12.09.23

2013-07-16 16.54.56

2013-07-16 14.58.59

2013-07-16 14.26.25

Der Bodentank mit den Steckdosen gehört auch zu den Dingen, welche frei nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ platziert wurden . Technisch völlig in Ordnung, wenn auch im Preis etwas überzogen, ist die restliche Umsetzung ziemlich La-La …
Für die Aussparung im Estrich wurde ein Platzhalter aus Styropor eingesetzt. In der Annahme, dass das nachher entsprechend aufgehübscht wird, habe ich das zur Kenntnis genommen und abgehakt.
Die schlußendliche Umsetzung war, bis zur Korrektur durch unseren Bodenleger, etwas gewöhnungsbedürftig und kreativ. Der Tank wurde durch die Elektriker angeschlossen und mit Silikon irgendwie auf den Styroporklotz geklebt. Ob der Tank nachher gerade mit irgendwelchen Fugen abschließt  oder beim draufdrücken fast 5cm unter dem Estrich verschwand, war wohl bei der Installation nebensächlich.

2013-07-16 10.48.31

Das Thema Fußbodenheizung ist nun übrigens endlich auch abgeschlossen.

2013-07-15 16.55.20

Einfach war es nicht. Glücklicherweise lag es nicht an der von uns geplanten RWE-SmartHome-Steuerung, sondern an den wohl seltenen 24V-Stellmotoren. Wie mir nach einem Telefonat mit einem Techniker bei AtheTherm scheint, verkauft AtheTherm diese wohl nicht sonderlich oft. Zumindest war ihm auf Anhieb auch nicht bekannt, welches der beiden Kabel (braun und blau) Plus und welches Minus ist. Wir haben uns darauf geeinigt, dass bei Gleichspannung die Polung eine Rolle spielt und braun wohl Plus sein müsste.
Wer jemals in die Verlegenheit kommen sollte, einen AtheTherm Alpha 5 wp 24V Stellantrieb betreiben oder einrichten zu müssen, dem sei folgendes gesagt:

  • Die 24V-Ausführung unterstützt sowohl Wechselstrom als auch Gleichstrom. Steht auf dem Teil selbst sinnigerweise nicht drauf, ist aber so. Deswegen vermutlich auch der braune und blaue Anschluß.
  • Braun ist Plus
  • Blau ist Minus
  • Der Stellmotor (zumindest unserer) wurde als „Normal Close“, also stromlos geschlossen, geliefert. Als Zusatz steht der kleine Satz „First Open“ auf dem Beipackzettel.
  • „First Open“ bedeutet, dass Ding ist nach dem aufschrauben aufs Ventil offen.
  • Damit der Stellmotor funktioniert, muss er mindestens 6 Minuten mit Spannung versorgt werden. Erst dann fährt er auch zu.
    Wer wie ich im SmartHome gleich die Temperatur auf „AUS“ setzt, kann eine Stunde oder länger ziemlich dumm auf den Stellmotor schauen. Es passiert NICHTS. Setzt man im SmartHome die Temperatur 10 Minuten auf „30 Grad“ und danach auf „AUS“, laufen auch die Ventile zu.
  • Der 6 Minuten Trick im Stellmotor beschäftigt mich. Vielleicht kennt jemand eine passende Schaltung, welche genau einmal für 6 Minuten das zufahren des Stellmotors verhindert.

Das Ganze sieht im Smarthome dann so aus

Bildschirmfoto vom 2013-07-17 23:08:51

Ach ja. Die Herrschaften der SanitärUnion haben auch gleich die „Brandmeldeanlage“ getestet. Vor lauter Bohrstaub im Technikraum hat der Rauchmelder dort ausgelöst. Faszinierend, wenn 9 weitere Melder im selben Momenta anfangen zu piepsen und leuchten.
Eine Mail und SMS wird übrigens auch verschickt.

Rauchmeldung im Raum TECHNIKRAUM (KG)

 

Hallo Jens Schanz,

der Rauchmelder im Raum TECHNIKRAUM (KG) hat am 16.07.2013 um 15:35 einen Alarm ausgelöst!
Bitte überprüfen Sie dringend die Situation.

 

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr SmartHome System (Dies ist eine automatisch erzeugte Email)

 

Eigenleistungen noch und nöcher

Wir haben das Ziel beinahe erreicht. Der Umzugstermin rückt unweigerlich näher und unsere restlichen Eigenleistungen müssen erledigt werden.
Als Eigenleistungen haben wir damals in der Bemusterung den Fußboden, die Sanitärobjekte, die Fliesen und die Türen definiert. Bei all den Punkten können wir auf geballte Fachkompetenz zurückgreifen die uns unterstützt und hilft. Erledigt werden muss es aber dennoch 🙂

Einfachster Punkt war die Herstellung einer provisorischen Hausnummer.

2013-07-09 12.42.59

Aufgrund unserer fensterlosen Nordseite sind wir gerade am überlegen, ob wir uns nicht eine riesengroße vierundzwanzig auf die Hauswand malen lassen. Bis wir aber einen Maler gefunden haben, der das kann, muss das Provisorium ausreichen.
Die Schwierigkeit liegt sowieso in einem anderen Detail. Alle Navis, inkl. Google Maps, verweisen bei Eingabe der Haslacher Straße 24 auf die Hausnummer 23. Nett, aber ca. 300m entfernt.
Mit diesem Problem hatte Dienstag Mittag auch der Spediteur unseres Fliesenlieferanten zu kämpfen. Lustigerweise wohnt gegenüber von Hausnummer 23 wohl jemand mit dem Namen „Schacht“. Das könnte spannend werden …

2013-07-09 12.35.31

Gefühlte 6 Tonnen Fliesen liegen jetzt im Haus, nur damit sie übermorgen wieder umgelagert werden können. Anlieferung frei Bordstein ist bei L-Steinen praktikabel, bei Fliesen für ca. 2800 Euro nicht.

Positives von der Elektrofront gibt es auch zu vermelden. Seit Mittwoch sind wir endlich besitzer einer Jalousiensteuerung. Nachdem der Plan mit unserer RWE-SmartHome-Steuerung schief ging, war es lange Zeit still um das Thema bei FischerHaus.
Mittlerweile wurden sowohl alle 4 Jalousienschalter im EG verbaut, als auch der Windwächter auf dem Dach. Leider nur der Windwächter, denn der ursprünglich im Werkvertrag vermerkte Sonnenwächter lässt immer noch auf sich warten. Zumindest können wir die Jalousien jetzt händisch bedienen.

2013-07-09 20.36.31

Um ein Haar wäre auch die Montage des Windwächters schief gegangen. Die Kollegen von Fehl + Sohn waren sichtlich überrascht, dass wir kein Dachfenster zum rausteigen haben. Die längste Leiter war dann mit knapp 3m unwesentlich zu kurz um von unten aufs Dach zukommen.

2013-07-10 12.47.44

Not macht aber erfinderisch und so wurde der Antennendurchgangsstein und der Ständer von „innen“ montiert. Die Risse der Montageöffnung an der Unterseite der Unterspannbahn richtet dann das großzügig verklebte SIGA-Rissan 60.

Gestern morgen sah es noch so im Kinderzimmer aus.

2013-07-10 14.02.24

4 Stunden später war der Laminatboden verlegt. Eiche Burlington in Landhaus-Dielen-Optik mit V-Fuge.

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Laminat ist ja so ein Thema … Ein spannendes Thema. Bei dem auch ganz viel diskutiert werden kann.
Anscheinend verursacht der Kommentar – „Wir verbauen Laminat“ – bei vielen Leuten ungefähr die Wirkung einer Wurzelbehandlung. Spontan könnte ich mittlerweile hundertausend Gründe aufzählen, warum man nie, aber auch gar NIE, Laminat verlegen soll. Wir werden das demnächst mal bei einem Glas informationsfreiem Wasser auspendeln.
Aber Spaß beiseite. Wir verlegen überall Laminat, da uns Fliesen im Haus nicht gefallen, der gespachtelte Zementboden, bei nicht vorhersehbarer Qualität, zu teuer ist und wir ganz einfach nicht bei jedem Kratzer in Tränen ausbrechen möchten, weil unsere beiden Kinder so gar keine Rücksicht auf unseren sauteuren Dielen- oder Parkettboden nehmen. Im Grunde hätte uns der Estrich hinsichtlich der Stabilität eigentlich völlig genügt 🙂

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Ach ja … Online sind wir zwischenzeitlich ja auch. Dank unseres Nachbars gibt es eine WLAN-Brücke ins Internet. Homeway ist ja zwischenzeitlich auch angekommen und montiert worden.

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Bezüglich der Stellmotoren für die ATHE-Therm-Fußbodenheizung ist mal wieder alles schief gegangen, was nur schief gehen kann.
Letzte Woche haben ich zusammen mit FischerHaus explizit 24-Volt-Stellmotoren bestellt. UPS hat dann flugs auch diese Woche ein Paket zugestellt. Mit nie versiegender Freude habe ich das Paket aufgemacht und ausgepackt, nur um festzustellen, dass Inhalt und Lieferschein so gar nicht zueinander passen.

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Finde den Fehler …

Unter Strom

Sprichwörtlich unter Strom standen heute die Kollegen von Fehl + Sohn und Vierling auf unserer Baustelle.
Im Schwäbischen würde man die Stimmung galant mit

„S’pressiert wie d’Sau“

umschreiben.
Zählerkasten, Steckdosen, Lichtschalter, alles muss in knapp 30 Stunden montiert werden. Ein gar sportlicher Zeithorizont, wenn man die ganze Arbeit betrachtet. Ähnlich verhält es sich mit dem Innenausbau. Die Mitarbeiter von Vierling sollten eigentlich gerade 24 Stunden am Stück, plus die Nacht dazu, auf gefühlten 5 Baustellen gleichzeitg sein. So also sieht die vielseits vorgejammerte Finanzkrise also aus 🙂

Für unseren etwas schepps und nicht so recht fertig ausschauenden Treppensockel hat Herr Grübener heute eine wirklich gute Lösung gefunden.
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Der Sockel der Treppe wird mit Gipskartonplatten verschlossen und verkleidet. Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen verschwindet der Fußbodenaufbau aus Styropor, zum anderen lässt sich so auch das Loch zwischen Treppenwange und Wand verschließen.

Am Wochenende haben wir die Kellerdecke weiß gestrichen und die Rohrverkleidung im Büro montiert. Warum der Keller in Fußbodenhöhe gefühlt 1cm breiter als oben an der Decke ist, hat sich mir allerdings nicht erschlossen.
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Mit der weißen Decke wirkt der Keller übrigens einfach bombastisch. Wir haben probehalber unser Laminatbrett ausgelegt und die Wirkung „Weiße Decke – Sichtbeton – Holzoptik“ wirken lassen. Sehr schön!
Auf jeden Fall freue ich mich schon auf übernächste Woche, wenn auch endlich der heute gelieferte Laminatboden im Haus verbaut wird.
An der Verkofferung haben wir die Rollen vom Streichen ausgestrichen und waren verblüfft, wie fertig das schon aussieht. Gefährlich fertig, da so die Gefahr besteht, dass es die nächsten 5 Jahre nicht mehr verputzt und gestrichen wird 🙂

Ansonsten hatte Herr Nanka am Sonntag zum Tag der offenen Haustür geladen. Bei Grillwürstchen, Steaks und gekühlten Getränken konnte von 13 bis 18 Uhr unser Haus besichtigt werden. Herr Nanka stand den doch sehr zahlreichen Interessen mit Rat und Tat zur Verfügung. Interessant ist, dass doch sehr viele Leute über unseren Grundriss im EG erstaunt oder verwundert sind. Die Tatsache, dass wir eine große „Essküche“ mit knapp 50 m² und ein „kleines“, seperates Wohnzimmer mit 16 m² haben, ist wohl nicht ganz so verbreitet und geläufig. Wenn man aber die Erklärung aus dem Hut zaubert, dass das durchaus berechtigt ist – Schließlich empfängt nicht jeder immer den gleichen Besuch, bzw. möchte auch mal abseits vom Familientrubel seine Ruhe haben – dann können es sich wiederum doch viele vorstellen 🙂
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Ein Blickfang ist, wenn auch gestern noch durch Kleber und Folie verdeckt, auf jeden Fall unser Schiedl Kingfire Parat.
Leider hat die Sichtbetonverkleidung unter anderem durch den Einbau des Kamins ohne Verkleidung (Kantenschutz vor Einbau entfernt, Flexarbeiten ohne Schutz) oder durch die Kreativität mancher Handwerker (KSC) etwas gelitten. Herr Grübener hat uns aber versichert, dass sich jemand von Schiedl um den Kamin kümmern wird. In diesem Zuge werden dann auch sicherlich die Reste der Blowerdoor-Messungs-Abklebung entfernt, denn das grüne Klebeband „bäppt“ wie Pech.

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Morgen könnte dann die Baustelle implodieren. Neben der Montage des Carports soll endlich auch die PV-Anlage angeschlossen und eventuell sogar in Betrieb genommen werden. Zeitgleich liefert die SWU den Stromzähler (welchen auch immer) und der Elektriker klemmt vom Baustrom auf den endgültigen Strom (Horrido und Vollgas vorraus) um. Damit kann dann der andere Teil der Stadtwerke endlich die Fußbodenheizung in Betrieb nehmen und das Aufheizprogramm starten. Somit ist morgen endlich mal wieder Highlife und die volle Kompetenz auf der Baustelle. Ausreden gelten dann übrigens nicht mehr.
In diesem Sinne hoffen wir auch, dass der Kollege Murphy morgen mit seinem Raketenschlitten zu Hause bleibt und nicht folgendes eintrifft:

„Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“

Spachtelarbeiten

Das verspachteln der Wände verlief wohl reibungsloser als ursprünglich geplant. Nachdem ich gestern Nachmittag gegen 16:00 Uhr auf der Baustelle kurz vorbei schauen wollte, war keiner mehr da. Die Kollegen von Vierling haben sich also schon ins Wochenende verabschiedet. Die Wände sind alle verspachtelt und somit kann dann nächste Woche gleich geschliffen und gestrichen werden.
Ein bisschen Unbehagen erzeugt noch die Situation mit der „vergessenen“ Abluft in der Gallerie im OG, bzw. die scheinbar fehlende Dämmung im Kabelkanal ins OG – An dieser Stelle führen mehr oder weniger alle Kabel und Leitungen aus dem OG in den Keller. Eine fehlende Dämmung hätte den Effekt, dass eine wunderbare Geräuschbrücke zwischen 3 Stockwerken entstehen würde. Leider wurden aber zwischenzeitlich alle Wände verspachtelt und die Stöße der Gipskartonplatten mit Netze verkleidet. Von daher bin ich gespannt, was an dieser Stelle passieren wird.
Unglücklicherweise wurden in der Küche auch die 2 Lichtschalter für die Deckebeleuchtung „falsch“ eingebaut. Falsch in dem Sinne, als dass an der ursprünglich geplanten Stelle keine Montage stattfinden konnte, da ein Ständer im Weg war. Kurzerhand hat der Elektriker die Schalter einfach ein paar Zentimeter nach rechts verruscht, was dazu führt, dass die Lichtschalter jetzt im geplanten Einbauschrank liegen.

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Auf jeden Fall gespannt sind wir, wie das Detail unter der Treppe gelöst wird. Zum einen ist durch die zurückgesetzte Wand eine kleine Lücke entstanden, zum anderen sieht man unter der Treppe den kompletten Fußbodenaufbau aus Styroporplatten. So richtig schick sieht weder das eine, noch das andere aus.

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Die Zeit läuft

Es sind jetzt noch gut drei Wochen, dann sollte eigentlich die Hausübergabe stattfinden. Prompt kam es heute zu einer erneuten Verzögerung. Die Stadtwerke wollen die Fern- oder Nahwärmestation (So ganz genau weiß das keiner und beide Begriffe geistern in der Kommunikation durch die Gegend) erst dann freischalten und in Betrieb nehmen, wenn

a) Jemand von der Sanitär Union, welche bei uns die Installation durchgeführt hat, schriftlich die korrekte Installation der Fußbodenheizung, des Ausdehnungsgefäßes, und, und, und bestätigt.
b) Jemand die Installation der 230V-CEE-Steckdose, des Außenfühlers und des Speicherfühlers bestätigt.

Mittlerweile ist es mehr als dringend, dass die Fußbodenheizung endlich in Betrieb geht und ihr Aufwärmprogramm fährt – Soweit ich als Laie das abschätzen und in Erfahrung bringen konnte, dauert das mindestens 2 Wochen, so dass die Termine mit Boden- und Fliesenleger ab dem 08.07 mehr als knapp sind.
Das Ganze ist halt in sofern wieder ziemlich blöd gelaufen, da man diesen „Showstopper“ eigentlich vermeiden hätte können, wenn sich irgendjemand vom Fach mit den Stadtwerken zusammengesetzt und die Planung gemacht hätte.

Glücklicherweise sind aber heute morgen die Mitarbeiter von Vierling auf unserer Baustelle eingetroffen und haben sich gleich im Haus mit Werkzeug, Säcken und Leitern ausgebreitet.

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Die ganzen Ecken wurden bereits mit Profilschienen überdeckt und die Übergänge, bzw. Stöße der Platten, mit einem Gewebe verbunden. Im Bad im OG waren heute Abend bereits die Wände und Decken gespachtelt. Somit geht wieder etwas vorwärts. Bei dem Tempo, welches die drei vorlegen, ist vermutlich bis Freitag alles verspachtelt, so dass nächste Woche geschliffen und gemalert werden kann.
Leider ist aber das kaputte Elektrokabel wieder hinter einer, mittlerweile verspachtelten, Gipskartonplatte verschwunden. Hoffen wir, dass der Elektriker das alles wieder in Gang bekommt.

Ich selbst habe mich heute dem Abwasserrohr der Spüle im Keller gewidmet. Beim Architektengespräch im November oder Dezember 2012 waren solche Dinge alles kein Problem. O-Ton: „Da machen wir dann eine Abkofferung drum herum, dann sieht man das nicht mehr.“ Dass die Abkofferung dummerweise an uns hängen bleibt, hatten wir damals nicht so recht auf dem Schirm 🙂

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Um das Problem zu beseitigen, schließlich wollen oder müssen wir demnächst die Decken im Keller weiß streichen, habe ich die restlichen Gipskartonplatten im Haus zusammengesammelt und mit ein paar Latten einen Winkel zusammen gebastelt.

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Morgen müssen wir dann noch die Latten an Wand und Decke dübeln und anschließend den Winkel daran festschrauben und verspachteln. In der Theorie hört sich das mal wieder total fluffig und einfach an. Mal sehen, wieviel Bohrer ich morgen wieder an unserer (Bamag-)Kellerwand ruiniere. Herr Schreiber hat es glaube ich sehr gut gemeint und robusten Donaukies mit in den Beton eingerührt. Zumindest habe ich bei der Montage der zwei Fahrradhalter, mit jeweils 3 Löcher pro Halter, 3 Steinbohrer zerstört.

Zu guter Letzt sind haben wir gestern beim Baustellentermin mal wieder über die vielen unzähligen Kleinigkeiten auf der Baustelle gesprochen. Hier ist ein Lichtauslass zu hoch, da fehlt unter der Fensterbank eine Gummimatte und ein Profilblech. Am nächsten Fenster passt die Dichtung der Fensterbank nicht hunderprozentig und ist verschoben und auf dem Dach liegt immer noch eine Dachleiter und zwei Trittstufen. Unter anderem fehlt auch noch der Antennendurchgangstein für eine eventuelle SAT-Anlage, bzw. wurde nicht montiert. Und so weiter … Auf jeden Fall bin ich sehr darauf gespannt, wie und wann diese ganzen Kleinigkeiten noch behoben werden 🙂

Impressionen eines beinahe baustellenfreien Wochenendes

Dieses Wochenende lief, wie übrigens die ganze Woche über, nicht allzu viel auf der Baustelle. Wir haben zwar jetzt theoretisch eine funktionsfähige Fußbodenheizung, aber noch keinen Strom um diese in Betrieb zu nehmen. Die Fernwärmestation hat zwar ein Kabel mit einem 230V CEE-Stecker und der Baustromkasten eine entsprechende Buchse, jedoch trennt die beiden mehr Distanz, als die Anschlussleitung lang ist.
Wie uns aber unser Bauleiter auf meine Aussage, „Es sind mir für die verbleibende Arbeiten einfach zu wenig Arbeiter auf der Baustelle“, versichert hat, geht es ab Dienstag wieder hoch her.
So kommen z.B. die Mitarbeiter von Vierling wieder zum verspachteln und streichen und die Kollegen der Sanitär Union sollen das Wasser anschließen und die Fußbodenheizung in Betrieb nehmen.

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Wenn dann nächste Wochen alle wieder auf der Baustelle versammelt sind, dann sollte sich vielleicht auch das Problem mit dem vergessenen Abluftschacht in der Galerie im OG sprichwörtlich in Luft auflösen.
Wir haben am Freitag bei einer Baustellenbesprechung festgestellt, dass in der Galerie nirgendwo, im Gegensatz zu den Plänen, ein Abluftschacht in den Wänden montiert ist. Mal sehen, welche Informationen an dieser Stelle verloren gingen und wie dann die Lösung ausschaut.
Apropos verlorene Informationen; das Thema Estrich in den Duschen ist noch nicht ganz geklärt. Ich hatte ja bereits berichtet, dass die Information, dass der Estrich bauseits zu erbringen ist, irgendwo verloren ging und wir davon ausgegangen sind, dass der Boden komplett fertig ist. Nach einigem hin und her haben wir jetzt doch einen lokalen Fliesenleger damit beauftragt. Dieser wird den Estrich mit entsprechendem Gefälle her- und uns dafür eine Rechnung stellen. Wie wir das dann mit FischerHaus verkarteln werden, wird sich zeigen.

Ansonsten ist dieses Wochenende nicht viel passiert. Die Feuchtigkeit im Keller sinkt umgekehrt proportional zum Zählerstand des Baustromkastens und im Keller hängt bereits das erste Fahrrad an der Wand. Sehr hübsch übrigens …
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Mit dem Umzug haben wir auch bereits begonnen. Dinge die Zuhause sowieso nur Staub ansetzen sind bereits in Kisten auf unseren neuen Spitzboden gewandert.

Die folgenden Bilder haben wir Freitag Abend um 20:56 Uhr gemacht. Absolut toll, wie die Sonne um diese Uhrzeit noch ins OG, vor allem ins Bad, scheint 🙂

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Das einrichten unserer Smarthome-Lösung gestaltet sich auch als mittleres Geduldsspiel. Da für unsere deutschen Mobilfunkprovider das mobile Internet 3km ausserhalb von Ballungsgebieten noch #Neuland ist, ist die UMTS-Verbindung der Smarthome-Zentrale über die FritzBox 7390 alles andere als stabil. Die freudige Erkenntnis ist allerdings, dass die Zentrale im EG in der Diele alle Geräte im Haus, auch den Thermostat im letzten Winkel im Technikraum, findet und einbinden kann.