Smarthome – Teil 1

Wer das Blog bereits seit längerer Zeit verfolgt, hat mitbekommen, dass wir einiges an (Smarthome-)Technik ins Haus integriert haben. So haben wir z.B. unter anderem die Fußbodenheizungssteuerung als Smarthome-Komponente ausgelegt und jedes Zimmer mit einem entsprechenden Thermostat versorgt. Ebenfalls Smarthome-Komponenten sind die verbauten Rauchmelder. Diese spannen untereinander ein Netz auf und alarmieren sich gegenseitig im Brandfall. Dies hat den Vorteil, dass noch genügend Zeit zur Flucht bleibt, wenn ein weit entfernter Melder anschlägt.
In unserer Mietswohnung hatten wir ja bereits eine Smarthome-Lösung von RWE zur Steuerung der Heizkörper in Betrieb. Da das System von RWE im Prinzip sehr einfach zu installieren und konfigurieren ist, haben wir das der Einfachheit halber ins neue Haus übernommen. Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch der vorbildliche Support, welchen RWE für dieses System anbietet.

In diesem Blog-Eintrag möchte ich aber an anderer Stelle beginnen. Genauer gesagt an unserer Lüftungsanlage, der Zehnder Comfoair 350. Auch wenn wir mit der Integration ins Haus (Schalter im Keller) wenig Glück hatten, ist die Anlage hingegen sehr gut. Gerade im Frühjahr, wenn draußen die gelbe Pollenpest unterwegs ist, hat man im Haus frische und saubere Luft. Auch ist die Staubbelastung im Haus deutlich geringer, was sich vor allem beim Staub wischen bemerkbar macht.

Ein gravierender Nachteil ist jedoch die mangelnde Konnektivität zu anderen Komponenten. Auf der einen Seite verstehe ich ja, wenn man seinen properitären Scheiß machen will, auf der anderen Seite nervt es mich gewaltig, dass man mit rückständigem Denken fehlende Innovationen auf dem Rücken der Kunden austrägt.

Gerade die Lüftungsanlage spielt in einem Smarthome eine nicht  zu unterschätzende Rolle. So wünschen wir uns z.B. eine Möglichkeit der Steuerung der Drehzahlstufen in Abhängigkeit unserer Photovoltaikleistung und der Außentemperatur. Im Sommer bei voller Sonneneinstrahlung und einer hohen Außentemperatur darf die Anlage gerne bei Stufe 3 laufen. Im Winter bei bedecktem Himmel und -10 °C darf es dann gerne Stufe 1 sein. Warum? Zwischen Lüfterstufe 1 und 3 liegen 200 Watt/h Unterschied in der Leistungsaufnahme. Zehnder empfiehlt in der Anleitung die Stufe 2 per Default einzustellen. Diese verbraucht, je nach Verstopfungsgrad des Filter ein bisschen mehr als 100 Watt.
Wer sich also für eine Lüftungsanlage entscheidet, dem sollte klar sein, dass pro Stunde ungefähr 100 Watt an Strom verbraten werden. Dies macht ca. 2,4 kWh pro Tag oder beinahe 900 kWh pro Jahr.
Das hier auf jeden Fall Potential zur bedarfsgerechten Steuerung besteht, dürfte spätestens jetzt klar sein.

Ein anderer Aspekt ist die Temperatursteuerung der Anlage. Hat es draußen -10 Grad, wie z.B. am 27.11.2013, schaltet die Anlage wegen Vereisungsgefahr das Vorheizregister, sofern eines verbaut ist, ein.

Bildschirmfoto vom 2014-05-22 22:18:33
Die Zuschaltung des Vorheizregisters kann man an den kurzzeitigen Peaks in Richtung 1000 Watt erkennen. Hier wird die Luft soweit vorgeheizt, dass innerhalb der Lüftungsanlage keine Gefahr der Vereisung mehr durch Kondenswasser im Wärmetauscher besteht.
In dieser Situation, auch gerade Nachts, wäre es jetzt meiner Ansicht nach schön, wenn sich die Anlage automatisch auf Stufe 1 zurück regeln würde. Natürlich ließe sich dieser Event noch von mehreren anderen Bedingungen, wie z.B. Luftfeuchtigkeit oder CO2-Gehalt der Raumluft abhängig machen. Entsprechende Komponenten bietet z.B. Homematic an.

Leider hat es Zehnder an dieser Stelle verpennt eine ansteuerbare API über Netzwerk, serielle Schnittstelle oder Bluetooth zu implementieren. Eigentlich ein Unding für ein im Jahr 2013 hergestelltes System. Die einzige Möglichkeit der Remote-Steuerung besteht nun darin, die Phasen des Stufenschalters entsprechend anzusteuern. Dies ist aber ein Projekt für die fernere Zukfunt.

Aktuell habe ich die Anlage mit 1-Wire-Sensoren (DS18B20) verkabelt und an einen Raspberry, auf welchem FHEM installiert ist, angeschlossen. Damit kann ich zumindest mal die Temperaturwerte der verschiedenen Kanäle (Abluft, Zuluft, Außenluft und Fortluft) auslesen und vor allem graphisch aufbereiten. Dies ist dahingehend wichtig um ein Gefühl für die Anlage zu bekommen. So war z.B. die Einstellung der Komfortemperatur bis dahin ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Im Internet kursieren gefühlte 758.000 verschiedene Definitionen, Anleitungen und Erklärungsversuche wie die Komfortemperatur am besten eingestellt werden soll. Auch der Installateur hat an dieser Stelle mit dem Kommentar –  „Das stellen Sie auf 28 °C, dann kann nix schief gehen“ – nicht wirklich weitergeholfen.
Zehnder schreibt in der Anleitung dazu:

2.1.3 Bypass für Sommerbetrieb
Der Bypass wird vor allem an warmen Tagen in den
Sommermonaten eingesetzt. Indem an warmen Ta-
gen die kühle Nachtluft eingelassen wird, lässt sich
die Raumtemperatur im Haus senken. Der Bypass
funktioniert automatisch, nur die Komforttemperatur braucht eingestellt zu werden.

Auf was sich die Komfortemperatur bezieht (Raumteperatur, Außentemperatur, Zuluft), schweigt sich die Anleitung leider aus.

Geholfen hat an dieser Stelle auf jeden Fall die Aufzeichnung der 1-Wire-Daten mit Munin.

Fortluft: Ist die auf die Straße geblasene Luft.
Zuluft: Die dem Raum zugeführte Luft.
Abluft: Die dem Raum entzogene Luft.
Aussenluft: Frischluft von außen. Diese Luft muss abhängig von der Temperatur mit der Fortluft aufgewärmt werden oder nicht.

Bildschirmfoto vom 2014-05-21 22:35:18Gestern Abend hab ich dann mal die Komfortemperatur von den ursprünglich eingestellten 28 °C auf 22 °C verringert.
Prompt sieht man, dass gegen 21:15 der Bypasse in der Anlage aktiv geworden ist und die zugeführte Zuluft (blau) den Wert der Außenluft (gelb) angenommen hat. Die Fortluft auf die Straße (grün) hat nun den Wert der den Räumen entzogenen Abluft (orange).
Ergebnis: Bypass AN / Wärmetauscher AUS -> Kühle Aussenluft wird ohne Vorwärmung eingeblasen.

Bildschirmfoto vom 2014-05-22 23:25:08Bildschirmfoto vom 2014-05-22 21:45:35

Dieser Vorgang hielt dann bis heute Mittag gegen 11:00 Uhr an. Erst dann erfolgte wieder eine Umschaltung des Bypasses (AUS). Das heißt, ab diesem Zeitpunkt fließt die Abluft (orage) wieder über den Wärmetauscher und „erwärmt“ eigentlich die zugeführte Aussenluft. Und genau an dieser Stelle steige ich momentan noch aus. Dem Temperaturverlauf des Diagramms nach, würde die zugeführte Aussenluft nun abgekühlt werden. Dass an dieser Stelle die Energiemenge der kühleren Abluft diese Temperturdifferenz aufnehmen kann, war und ist mir neu. Ob das wirklich so ist, werde ich die nächsten Tage beobachten.
Die Funktion des Bypasses (kühle Außenluft) und die Senkung der Abluft (orange) um beinahe 2 °C lässt sich auch in anderen Graphen, wenn auch nicht so deutlich, ablesen.
Bildschirmfoto vom 2014-05-22 23:30:19

Historisch gesehen lässt sich der „Abkühleffekt“ (orange Line) auch in folgendem Diagramm erkennen. Vor Mittwoch mit Komfortemperatur 28 Grad, ab Mittwoch
mit 22 °C.Bildschirmfoto vom 2014-05-22 22:45:01

Fazit: Nachts Bypass um kalte, nicht vorgewärmte Luft ins Haus zu blasen, damit die Abluft gesenkt wird. Tagsüber Wärmetauscher um keine warme Luft von außen einzublasen. Soweit so gut … Wie sich das Thema Komfortemperatur im Winter verhält muss ich austesten. Vermutlich stimmt an dieser Stelle die Aussage des Installateurs.

Umzugsstress

Wir ziehen um. Genau gesagt am Wochenende vom 26.07 bis 28.07. Danach müssen wir unsere alte Wohnung noch ein bisschen renovieren und das Laminat rausmachen. Gekündigt haben wir, aufgrund der Fertigstellungszusage von FischerHaus zum 15.07.2013, auf den 31.07.2013. Mit dem ursprünglichen Bauzeitenplan wären wir sogar bereits am 28.06. fertig gewesen.
Leider haben uns ein paar nicht vorhersehbare Zwischenfälle um fast 3 Wochen zurück geworfen. Unter anderem ist ja, wie bereits berichtet, das erste Innenausbau-TEAM nach der Variante („Toll-Ein-Anderer-Machts) vorgegangen und nach knapp 2 Stunden wieder heimgefahren. Für uns blöd, da sich dadurch zum einen der Estrich-Termin um eine Woche verschoben hat, zum anderen dadurch auch etwas Konfusion im weiteren Ablauf geherrscht hat. So konnten wir die Fußbodenheizung nicht in Betrieb nehmen, da aufgrund des feuchten Estrichs der Wasserspeicher erst später gesetzt werden konnte und anschließend – Oh Überraschung – kein Strom für die Fernwärmestation vorhanden war, da der Elektriker für die Endmontage knapp 1 1/2 Wochen später eingeplant wurde. Das wiederum brachte unseren Zeitplan mit den Eigenleistungen gehörig durcheinander, da zum ursprünglich geplanten Termin des Fliesen legens, das Aufheizprogramm der Fußbodenheizung noch Vollgas lief. Das führt nun dazu, dass wir auf die Schnelle einen Fliesenleger zur Unterstützung beauftragen müssen. Da dieser momentan zwischen drei Baustellen parallel pendelt und bei uns nur stundenweise vorbeischaut, macht es das für unsere Nerven nicht leicher, zumal ja auch noch die ganzen Sanitärobjekte gesetzt werden müssen.
Glücklicherweise haben die Mitarbeiter der Sanitär Union heute ihr Zeug auf der Baustelle komplett erledigt und neben den restlichen Wasseranschlüssen auch noch die Lüftungsanlage in Betrieb genommen.

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Die Gitter, welche wir kurz nach der Bemusterung raussuchen durften und daher nur aus dem Prospekt kannten, sind in Realität ganz hübsch geworden. Wie lange allerdings die Luftauslassgitter am Boden ihre Form behalten, bleibt abzuwarten. Ein stabiles Edelstahlgitter wäre an dieser Stelle mit Sicherheit nicht verkehrt.

Momentan überlege ich noch, wem ich für diese Konstruktion die Ohren lang ziehen werde.

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Im Werkplan für die Kellerdecke sind KG150-Rohre vermerkt. Geliefert und gegossen wurde die Kellerdecke mit viereckigen Aussparungen. Ob das vor der Montage hätte auffallen müssen?
Anyway … So sieht es auf jeden Fall ziemlich semi-professionell aus.

Leider gab es auch mit den Wasseranschlüssen eines dieser typischen (Abstimmungs-)Probleme die uns während der gesamten Bauzeit immer wieder heimgesucht haben. Für die komplette Inbetriebnahme der Wasserversorgung im Haus fehlt momentan noch der Zählerbügel und die Wasseruhr. Die Information, dass es hilfreich für die Endmontage wäre, wenn der Bauherr das rechtzeitig bei den Stadtwerken bestellen würde, ging aber vermutlich wieder irgendwo verloren.
Hier sollte FischerHaus die zukünftigen Bauherren besser unterstützen. Warum? Der Bauherr weiß es einfach nicht. Zum einen hat er keine Ahnung, welche Vorausetzungen die anrückenden Handwerken erwarten, zum anderen sind die ganzen Begrifflichkeiten mit denen die Handwerker und Zuständigen um sich werfen nicht bekannt. Wasserfilter, Ausgleichsgefäße, automatische Entlüfter, Zählerbügel, Unterschied zwischen Bezugs und Zweirichtungszähler, WTF?!?!??!
Das Thema birgt für den Bauherren, der ohnehin mit den Nerven am Ende ist, nur unnötiges Frustpotential.
Zur Entschuldigung muss man aber noch sagen, dass es einem die Stadtwerke Ulm nicht gerade leicht machen. Ich habe heute Nachmittag kurz überlegt mit wievielen Leuten wir dort Kontakt hatten, um den aktuellen Stand zu erreichen. Es waren allein für das Thema Fernwärme und Wasser 7 Stück. Rechnet man noch Strom und den Bauleiter, bzw. dessen Vertreter und die Herrschaften der Telenet hinzu, dann sind alleine planerisch 12 Leute bei der SWU mit unserem Bauvorhaben beschäftigt. Und dabei fehlen noch die diversen Sub-Unternehmer, die nacher die Leistungen auch umsetzen. Kein Wunder, dass die Preise so sportlich sind.

Gutes gibt es hingegen von unserem Laminat zu berichten. Der Boden sieht auf den große Flächen in Küche und Büro einfach unglaublich gut aus. Leider mussten wir ihn zum Schutz vor den übrigen Handwerkern gleich wieder mit Luftpolsterfolie und Pappe einpacken.

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Der Bodentank mit den Steckdosen gehört auch zu den Dingen, welche frei nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ platziert wurden . Technisch völlig in Ordnung, wenn auch im Preis etwas überzogen, ist die restliche Umsetzung ziemlich La-La …
Für die Aussparung im Estrich wurde ein Platzhalter aus Styropor eingesetzt. In der Annahme, dass das nachher entsprechend aufgehübscht wird, habe ich das zur Kenntnis genommen und abgehakt.
Die schlußendliche Umsetzung war, bis zur Korrektur durch unseren Bodenleger, etwas gewöhnungsbedürftig und kreativ. Der Tank wurde durch die Elektriker angeschlossen und mit Silikon irgendwie auf den Styroporklotz geklebt. Ob der Tank nachher gerade mit irgendwelchen Fugen abschließt  oder beim draufdrücken fast 5cm unter dem Estrich verschwand, war wohl bei der Installation nebensächlich.

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Das Thema Fußbodenheizung ist nun übrigens endlich auch abgeschlossen.

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Einfach war es nicht. Glücklicherweise lag es nicht an der von uns geplanten RWE-SmartHome-Steuerung, sondern an den wohl seltenen 24V-Stellmotoren. Wie mir nach einem Telefonat mit einem Techniker bei AtheTherm scheint, verkauft AtheTherm diese wohl nicht sonderlich oft. Zumindest war ihm auf Anhieb auch nicht bekannt, welches der beiden Kabel (braun und blau) Plus und welches Minus ist. Wir haben uns darauf geeinigt, dass bei Gleichspannung die Polung eine Rolle spielt und braun wohl Plus sein müsste.
Wer jemals in die Verlegenheit kommen sollte, einen AtheTherm Alpha 5 wp 24V Stellantrieb betreiben oder einrichten zu müssen, dem sei folgendes gesagt:

  • Die 24V-Ausführung unterstützt sowohl Wechselstrom als auch Gleichstrom. Steht auf dem Teil selbst sinnigerweise nicht drauf, ist aber so. Deswegen vermutlich auch der braune und blaue Anschluß.
  • Braun ist Plus
  • Blau ist Minus
  • Der Stellmotor (zumindest unserer) wurde als „Normal Close“, also stromlos geschlossen, geliefert. Als Zusatz steht der kleine Satz „First Open“ auf dem Beipackzettel.
  • „First Open“ bedeutet, dass Ding ist nach dem aufschrauben aufs Ventil offen.
  • Damit der Stellmotor funktioniert, muss er mindestens 6 Minuten mit Spannung versorgt werden. Erst dann fährt er auch zu.
    Wer wie ich im SmartHome gleich die Temperatur auf „AUS“ setzt, kann eine Stunde oder länger ziemlich dumm auf den Stellmotor schauen. Es passiert NICHTS. Setzt man im SmartHome die Temperatur 10 Minuten auf „30 Grad“ und danach auf „AUS“, laufen auch die Ventile zu.
  • Der 6 Minuten Trick im Stellmotor beschäftigt mich. Vielleicht kennt jemand eine passende Schaltung, welche genau einmal für 6 Minuten das zufahren des Stellmotors verhindert.

Das Ganze sieht im Smarthome dann so aus

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Ach ja. Die Herrschaften der SanitärUnion haben auch gleich die „Brandmeldeanlage“ getestet. Vor lauter Bohrstaub im Technikraum hat der Rauchmelder dort ausgelöst. Faszinierend, wenn 9 weitere Melder im selben Momenta anfangen zu piepsen und leuchten.
Eine Mail und SMS wird übrigens auch verschickt.

Rauchmeldung im Raum TECHNIKRAUM (KG)

 

Hallo Jens Schanz,

der Rauchmelder im Raum TECHNIKRAUM (KG) hat am 16.07.2013 um 15:35 einen Alarm ausgelöst!
Bitte überprüfen Sie dringend die Situation.

 

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr SmartHome System (Dies ist eine automatisch erzeugte Email)

 

Eigenleistungen noch und nöcher

Wir haben das Ziel beinahe erreicht. Der Umzugstermin rückt unweigerlich näher und unsere restlichen Eigenleistungen müssen erledigt werden.
Als Eigenleistungen haben wir damals in der Bemusterung den Fußboden, die Sanitärobjekte, die Fliesen und die Türen definiert. Bei all den Punkten können wir auf geballte Fachkompetenz zurückgreifen die uns unterstützt und hilft. Erledigt werden muss es aber dennoch 🙂

Einfachster Punkt war die Herstellung einer provisorischen Hausnummer.

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Aufgrund unserer fensterlosen Nordseite sind wir gerade am überlegen, ob wir uns nicht eine riesengroße vierundzwanzig auf die Hauswand malen lassen. Bis wir aber einen Maler gefunden haben, der das kann, muss das Provisorium ausreichen.
Die Schwierigkeit liegt sowieso in einem anderen Detail. Alle Navis, inkl. Google Maps, verweisen bei Eingabe der Haslacher Straße 24 auf die Hausnummer 23. Nett, aber ca. 300m entfernt.
Mit diesem Problem hatte Dienstag Mittag auch der Spediteur unseres Fliesenlieferanten zu kämpfen. Lustigerweise wohnt gegenüber von Hausnummer 23 wohl jemand mit dem Namen „Schacht“. Das könnte spannend werden …

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Gefühlte 6 Tonnen Fliesen liegen jetzt im Haus, nur damit sie übermorgen wieder umgelagert werden können. Anlieferung frei Bordstein ist bei L-Steinen praktikabel, bei Fliesen für ca. 2800 Euro nicht.

Positives von der Elektrofront gibt es auch zu vermelden. Seit Mittwoch sind wir endlich besitzer einer Jalousiensteuerung. Nachdem der Plan mit unserer RWE-SmartHome-Steuerung schief ging, war es lange Zeit still um das Thema bei FischerHaus.
Mittlerweile wurden sowohl alle 4 Jalousienschalter im EG verbaut, als auch der Windwächter auf dem Dach. Leider nur der Windwächter, denn der ursprünglich im Werkvertrag vermerkte Sonnenwächter lässt immer noch auf sich warten. Zumindest können wir die Jalousien jetzt händisch bedienen.

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Um ein Haar wäre auch die Montage des Windwächters schief gegangen. Die Kollegen von Fehl + Sohn waren sichtlich überrascht, dass wir kein Dachfenster zum rausteigen haben. Die längste Leiter war dann mit knapp 3m unwesentlich zu kurz um von unten aufs Dach zukommen.

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Not macht aber erfinderisch und so wurde der Antennendurchgangsstein und der Ständer von „innen“ montiert. Die Risse der Montageöffnung an der Unterseite der Unterspannbahn richtet dann das großzügig verklebte SIGA-Rissan 60.

Gestern morgen sah es noch so im Kinderzimmer aus.

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4 Stunden später war der Laminatboden verlegt. Eiche Burlington in Landhaus-Dielen-Optik mit V-Fuge.

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Laminat ist ja so ein Thema … Ein spannendes Thema. Bei dem auch ganz viel diskutiert werden kann.
Anscheinend verursacht der Kommentar – „Wir verbauen Laminat“ – bei vielen Leuten ungefähr die Wirkung einer Wurzelbehandlung. Spontan könnte ich mittlerweile hundertausend Gründe aufzählen, warum man nie, aber auch gar NIE, Laminat verlegen soll. Wir werden das demnächst mal bei einem Glas informationsfreiem Wasser auspendeln.
Aber Spaß beiseite. Wir verlegen überall Laminat, da uns Fliesen im Haus nicht gefallen, der gespachtelte Zementboden, bei nicht vorhersehbarer Qualität, zu teuer ist und wir ganz einfach nicht bei jedem Kratzer in Tränen ausbrechen möchten, weil unsere beiden Kinder so gar keine Rücksicht auf unseren sauteuren Dielen- oder Parkettboden nehmen. Im Grunde hätte uns der Estrich hinsichtlich der Stabilität eigentlich völlig genügt 🙂

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Ach ja … Online sind wir zwischenzeitlich ja auch. Dank unseres Nachbars gibt es eine WLAN-Brücke ins Internet. Homeway ist ja zwischenzeitlich auch angekommen und montiert worden.

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Bezüglich der Stellmotoren für die ATHE-Therm-Fußbodenheizung ist mal wieder alles schief gegangen, was nur schief gehen kann.
Letzte Woche haben ich zusammen mit FischerHaus explizit 24-Volt-Stellmotoren bestellt. UPS hat dann flugs auch diese Woche ein Paket zugestellt. Mit nie versiegender Freude habe ich das Paket aufgemacht und ausgepackt, nur um festzustellen, dass Inhalt und Lieferschein so gar nicht zueinander passen.

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Finde den Fehler …

(RWE) Smarthome

Da mich während der Trocknungszeit des Estrich die Feuchtewerte im Haus interessieren, habe ich zum einen einen Thermometer mit Hygrometer gekauft, zum anderen die ersten RWE Smarthome Raumthermostate für die Fußbodenheizung installiert. Momentan steht in jedem Raum der passende Thermostat und zeigt Temperatur und Luftfeuchtigkeit an.
Es ist Wahnsinn, wie der Estrich die Feuchtigkeit ausdampf. Am Sonntag haben wir ganz kurz ins Haus gespickt und auf dem Hygrometer 99% Luftfeuchtigkeit abgelesen.
Nachdem wir dann ab Montag Abend, Morgens und Abends jeweils 15 Minuten, gelüftet haben, stand die Luftfeuchtigkeit im Haus heute Morgen bereits nur noch bei 83%. Als ich vorhin vor dem heimgehen gelüftet hab, hatte es im Keller nur noch 65% Luftfeuchtigkeit. Auf jeden Fall bin ich auf morgen gespannt, da die sowohl Temperatur als auch die Luftfeuchtigkeit im Haus die letzten 3 Nächte regelmäßig angestiegen ist.
Auf jeden Fall ist etwas an dem Werbeversprechen von ATHE-Therm dran, dass der Estrich in 5-8 Tagen die Belegreife erhält.

Seine Besonderheit: Er trocknet von unten nach oben – und nicht andersherum, wie herkömmliche Estriche. Und das sehr schnell: Durch ein umweltfreundliches, biologisches Zusatzmittel benötigt ATHE-Vuno bei sach- und fachgerechter Lüftung nur 5 bis 8 Tage anstatt 28 Tage zur Belegreife.

Stellt sich nur die Frage: „Was ist sach- und fachgerechte Lüftung?“ 🙂
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